Finanzbuchhalter Endriss Fernlehrgang als Vorbereitung Bilanzbuchhalter IHK?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich habe vor langer Zeit den zweijährigen Bilanzbuchhalterkurs bei der IHK gemacht und die Prüfung anschliessend erfolgreich abgelegt.

Ich habe sonst keine Vorbereitungen dazu nach der Lehre gemacht, ich hatte den Vorteil, dass ich mit allen Tätigkeiten im Rechnungswesen eines mittelständischen Produktionsbetrieb vertraut war und ich mir die meisten Kenntnisse schon in der Praxis angeeignet habe.

Der Bibukurs soll ja die Kenntnisse für die BiBu-Prüfung vermitteln und damit zur Ablegung der Prüfung befähigen.

Ich würde mir die Zeit mit den Fernkursen ersparen und mich lieber die Zeit in den IHK-Kurs investieren und mich dort rein knien. Unsere Dozenten waren damals sehr gute Leute die den Stoff gut vermitteln konnten.

Die Durchfallquoten waren damals bei über 50 %, es waren meistens die Leute die in Grossbetrieben beschäftigt waren und wenig breite Praxis mitgebracht haben.

Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Ganz ehrlich, spar Dir das Geld und die Zeit die Du in den Finanzbuchhalter investieren würdest und investiere sie direkt in den BiBu.

Auch würde ich aus meiner persönlichen Erfahrung beim BiBu-Kurs (schreibe dieses Jahr noch Prüfung) den Rat geben an einem Presenzkurs teil zu nehmen. Da hast Du "Leidensgenossen" mit denen Du Dich austauschen kannst und Dozenten die Du bei Fragen persönlich fragen kannst. Außerdem ist die Lernbereitschaft viel größer wenn Du immer anwesen sein musst.
Wenn Du den Kurs berufsbegleitend machst und Dich noch dieses Jahr anmeldest solltest Du 2020 im Dezember durch sein. Falls ich Deinen Text richtig verstehe, erfüllst Du alle Prüfungsvoraussetzungen um in zwei Jahren für die Prüfung zugelassen zu werden. Wenn Dein Unternehmen den Kurs nicht finanziert rate ich Dir zum Meister-Bafög, mehr Geld kannst Du wirklich nicht sparen.

Alles was Du wissen musst wird Dir im Kurs vermittelt und auch mit den Gesetzen kommt man sehr gut zurecht, wenn man sich da etwas hinter hängt.
Wir hatten Freitag nach längerer Umsatzsteuer-Pause wieden mal das Fach, wir hatten einige Aufgaben mit bekommen vorher. Diese sollten wir zu Hause machen und konnten Freitag Fragen stellen, wer welche hatte hat diese gestellt und diese wurden sehr gut beantwortet. Danach haben wir dann einen "Crashkurs" im Gesetz gemacht, der Dozent hat alle nötigen §§ mit Beispielen erklärt und ist auf gestellte Fragen eingegangen. Nach ca. 2,5 Stunden waren wir einmal kompett durch mit dem Lehrstoff. Unser USt Dozent unterrichtet aus Leidenschaft und hat immer gute und passende Beispiele aus seiner damaligen Finanzamtzeit wo er als Prüfer zuständig war. Teilweise sind die Beispiele so komplett überzogen aber genau dadurch bleiben sie im Gedächnis haften.

Sein Lieblingsspruch ist "Legal, Illegal - Scheißegal", wie Du als Unternehmer Deine Umsätze erziehlst ist egal solange Du darauf Umsatzsteuer zahlst. Sein Beispiel war da ein Drogendealer, würde er für jeden seiner Deals eine Rechnung schreiben und die Steuer zahlen ist alles ok, er könnte theoretisch auch die Vorsteuer von seinem Lieferanten geltend machen.
Dem Finanzamt wäre das völlig egal, alles wurde steuerlich richtig behandelt ABER was die Justiz daraus macht ist dann eine andere Sache.

Ich kann Dir den Kurs auf jeden Fall ans Herz legen, mir macht es mega viel Spaß und auch die eine oder andere Freundschaft wurde geschlossen, die auch nach dem Kurs noch bestehen bleibt.

Vielen Dank für deine nette Antwort. Im Prinzip geb ich dir recht, gleich den BiBu zu machen. Für mich würde (wenn überhaupt) nur ein Samstagslehrgang bei der IHK in frage kommen, da ich ja ein Kleinkind habe. Allerdings hätte ich dann definitiv nur Freitag vormittag zum Lernen für den BiBu (wegen sonst fehlender Kinderbetreuung) und das erscheint mir einfach zu wenig für den BiBu. :-( wieviel zeit investierst du etwa zusätzlich in den BiBu?

0
@Nikosaki1920

Ich fange nun an mit dem intensiveren Lernen, vorher hatte ich mir den Stoff für den jeweiligen Tag vor dem Unterricht noch einmal durchgesehen und einmal die Woche haben wir Lerngruppe.
Wir haben von unserem Umsatzsteuer-Dozenten ein paar Aufgaben bekommen, die wir lösen können und da werden alle Fälle einmal abgearbeitet, so lernt man auch die Aufgabenstellung kennen und verfällt bei der Prüfung nicht in Panik ;-)
Ich mache nun abends wenn mein Sohn (etwas über ein Jahr alt) gegen 19 Uhr im Bett ist ein paar Aufgaben, meine Frau lernt nebenbei auch für ihren Job und so kommen wir uns dann nicht in die Quere. Ungefähr 2 Stunden sind dann fürs lernen angedacht.

Meine Prüfungen werden am 04.10., am 11.10. und am 15.10. sein dieses Jahr und die mündliche ist dann im Dezember.

0

Hallo.

Ja. ich hab das vor Jahren bei der IHK gemacht. Die boten solche Lehrgänge an.

Waren kostenpflichtig und die Prüfung auch.

Mit Gruß

Bley 1914

Was möchtest Du wissen?