filterfotografie noch aktuell?

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5 Antworten

Filter haben sicher nicht mehr die Bedeutung, die sie zu Zeiten der Analogfotografie noch hatten. Insbesondere Farb- und Effektfilter sind kaum noch notwendig, da man ihre Wirkung in aller Regel in mindestens ebenso guter Qualität durch die EBV simulieren kann und dabei vielfältige Einflussmöglichkeiten hat, die einem der feste Filter nicht bietet.

Dennoch gibt es einige Filter, die sich nicht simulieren lassen und du auch heute noch ihre Berechtigung haben:

  1. Skylight-Filter zum Schutz der Linse, außerdem helfen sie, Bilder etwas kalrer wirken zu lassen.

  2. Polarisationsfilter: Der wohl mit Abstand wichtigste und meiner Meinung nach einzig wirklich quasi unverzichtbare Filter. Da die Polarisationsrichtung des Lichts vom Sensor nicht aufgefangen wird, ist es unmöglich, seine Wirkung am Computer zu simulieren.

  3. ND-Filter - diese dienen dazu, die Belichtungszeit künstlich zu verlängern, um zum Beispiel sich bewegendes Wasser "weich" wirken zu lassen, um belebte Plätze menschenleer zu bekommen usw. Lässt sich ebenfalls nicht simulieren.

  4. Grauverlaufsfilter: Hilft, starke Helligkeitsunterschiede, die den Dynamikumfang des Sensors überforden, von vorneherein zu eliminieren. Das bekommt man zwar mittlerweile oft auch per HDR-Tonemapping hin, aber das Ergebnis wirkt anders und ist bei bewegten Szenen auch oft wegen des Ghostings suboptimal.

Die Antwort lautet: Jein. :)

Effektfilter kann man problemlos am PC anwenden, da muss man sich nicht schon bei der Aufnahme festlegen und das Bild dauerhaft "versauen". Was allerdings Filter angeht, die die Belichtung beeinflussen (Grau-, Pol- oder Grauverlaufsfilter), so machen die auch heute noch Sinn, denn eine Über-/ Unterbelichtung lässt sich im Nachhinein nur schwer korrigieren.

http://blog.kuehne24.de/fotozubehor/der-grauverlaufsfilter.html

Ich bin zwar kein Fotograf, arbeite aber geschäftlich sehr viel mit Photoshop und da gibt es tausende von Filtereinstellungen - kenne persönlich auch einen Fotografen, der weitestgehend alles nur noch am PC bearbeitet.

Hallo evataube -ich wünsche Dir einen ereignisreichen Tag.

Zu Deiner Frage:Einige Vorsatzfilter, wie zum Beispiel ein UV-Filter, dienen als Schutzschild vor Beschädigung der Objektiv-Linse. Denn, sollte der Filter mal Kratzer erhalten, kann dieser Filter leicht ausgewechselt werden. Bei Beschädigung der Objektiv-Linse würden die Reparaturkosten die Neuanschaffungskosten wohl übersteigen.

Ich verwende bei meiner Nikon-Fotoausrüstung nur Originalobjektive. Reicht meine 18mm Brennweite nicht mehr aus, verwende ich Nahlinsen eiinzeln oder mehrere Nahlinsen im Paket, wenn ich z.B. das Auge einer Biene fotografieren will. weil Du auch Schwarz-Weiss-Fotos machst , ist hier höchstens ein Farbfilter( gelb,, grün, blau), ...= nützlich. Ich würde aber keine Farbfilter wenden und besser mit einem guten Bildbearbeitungsprogramm (Paint Shop Pro; Adobe Photoshop bearbeiten.

Tipp: Die Adobe Paintshop Version bis 2001 kannst Du übrigenjetzt gratis über chip.de oder von Adobe (store) selbst downloaden.)

Noch ein Hinweis: Welche Digitalkamera hast Du? Kaufe nur Originalprodukte eines Herstellers. Ich verwende nur Nikon-Kameras mit original Nikon-objektiven und bin sehr gut damit zufrieden.

Konnte ich Dir helfen?

Gruß stieger60

Kaufe nur Originalprodukte eines Herstellers.

Na ja. Ich wüsste nicht, warum ich mich derart beschränken sollte in meiner Auswahl. Viele Sigma-Objektive zum Beispiel sind den Nikon-Pendants ebenbürtig oder sogar oft besser und dabei preiswerter.

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Einen Skylight-Filter solltest Du auf jeden Fall nehmen. Oder alternativ einen UV-Filter. Denn diese verbessern nicht nur die Ergebnisse des Fotos, sondern schützen auch noch das Objektiv vor mechanische Beschädigungen (Kratzer).

Ein UV Filter ist bei digitalen Kameras quatsch, denn diese Funktion ist bereits in die Kamera eingebaut. Und als Objektivschutz... Hallo? Wie gehst du denn mit deinem Equipment um? Jedes Stück Glas (und sei es noch so gut vergütet) mindert die Leistung des Objektives. Allerdings wird die Mär vom Objektivschutz gerne im Handel geschürt, denn die verdienen ja daran. :)

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@appfenster

Sorry appfenster, aber man kann selber mit der Kamera pfleglich umgehen, aber Andere, wie mir vor kurzem passiert, schlagen mit einem harten Gegenstand gegen die Kamera. Mein Filter war kaputt aber sonst nichts passiert. Was es war weiß ich nicht, der Typ rannte durch die Menge, etwas knallte gegen die Kamera und weg war er. Ich fotografiere seit über 45 Jahren und habe grundsätzlich immer einen Filter auf meinen Objektiven zum Schutz und ich verwende sehr gerne Polfilter circular. Ach ja wegen dem Schutz. Meine beste Ehefrau von allen hat mal ein Objektiv fallen lassen auch da war Gott sei Dank nur der Filter hinüber. Fazit: ich habe nur die besten Erfahrungen damit gemacht. Gut Licht wünscht PeWe

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@paterpen

Hallo PeWe,

nun wenn das für dich in Ordnung ist, ist es doch gut so. Ich für meinen Teil kauf mir aber keine sauteuren Objektive, nur um die optische Leistung durch ein Stück unnötiges Glas wieder zu vermindern. ;)

Klar Objektivschutz muß sein. Daher habe ich zum Schutz bei meinen Teleobjektiven immer die Streulichtblende drauf. Dieser "Kaffeebecher" verhindert schon rein von der Bauform her jeglichen Kontakt mit der Frontlinse. Bei meinen Normalobjektiven ist permanent ein Cokin-Filterhalter drauf und wenn ich nicht fotografiere, wird der Verschlußdeckel einfach eingeschoben. Da kann auch nichts passieren. Allerdings habe ich mir auch schon mal eine Grauverlaufsfilterscheibe zerkratzt, weil ich irgendwo langgeschrammt bin. Von daher ist ein Anrempelschutz schon ok, nur es muß ja nicht ein - in der Digitalfotografie völlig unnützer - Sky- oder UV-Filter sein. ;)

Aber gut, Jedem das Seine und im Zweifel ist eben auch ein UV-Filter immer noch besser, als gar kein Schutz. Nur solange der Handel uch mit der Angst der Kunden Geld verdient, bieten man eben den Käufern dieses eigentlich unnütze Glas gerne als unverzichtbar an und genau das ist Quatsch.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende.

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