FILM noah 12

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3 Antworten

Der neue Noah-Film hat aber auch bald gar nichts mit dem historischen Geschehen zu tun und auch kaum etwas mit dem, was darüber in der Bibel steht. Ich fand die Verfilmung absolut grausige Hollywood-Machart. Erinnerte teilweise stark an „Herr der Ringe“-Auswüchse. Und natürlich wieder die Sintflut-Katastrophe als Strafe Gottes dargestellt, was völliger Unsinn ist. Das missinterpretieren allerdings auch die meisten Leute, die mit der Bibel zugange sind, falsch. Weder war die Katastrophe bei Sodom und Gomorrha eine Strafe Gottes noch bei Noah, noch sonst irgendwo bis in die heutige Zeit. Bei Sodom und Gomorrha wurde einfach in einer Gegend angesiedelt, die nicht zum ansiedeln geeignet war, weil es darunter Pech und Schwefellager gab und das ganz sowieso früher oder später ausgebrochen wäre. Deshalb schickte Gott über lange Zeiträume immer wieder Propheten dort hin, um sie zu warnen, damit sie dort wegziehen sollten. Aber sie hörten nicht und führten ein oberheftiges Leben. So kam, was kommen musste, dass der Ausbruch dann ganz auf natürliche Weise irgendwann geschah und die Städte alle versanken und heute am Grunde des Toten Meeres liegen.

Das gleiche bei Noah. Die Menschen dort waren sehr kriegerisch, holzten im ganz großen Stil riesige Gebiete ab und trugen ganze Berge ab. Sie wurden ebenfalls immer wieder gewarnt, dieses zu tun. So wurden dann durch dieses Treiben riesige unterirdische Wasseradern freigelegt und es entstand eine Kettenreaktion, die zusammen mit dem durch das Abholzen veränderten Wettersituation zu dieser riesigen Katastrophe führte. Also nichts mit „Strafe Gottes“, die Menschen sorgen durch ihr Handeln selbst für diesen Wahnsinn und dann müssen auch noch Mitmenschen mit darunter leiden. Und der liebende und Barmherzige GOTT ist bemüht, möglichst jedes Gericht zu vermeiden, weil ER weiß, dass ein Gericht den Menschen unlebendiger macht. Aber es lässt sich nicht immer vermeiden, weil die Menschen in ihrer Dummheit sich diese selbst verursachen. Und dann muss man sie halt erst mal über die Auswirkungen ihres Tuns laufen lassen, bis sie dann hoffentlich mal einsichtig werden. GOTT kann und will die Menschen ja nicht zum Gutsein zwingen, sie müssen es ja aus eigenem Antrieb wollen.

Also vergiss so ziemlich alles, was in diesem neuen Noah-Film gezeigt wurde. Da stimmt aber grad gar nichts mehr.

Thomas021 15.11.2014, 15:57

P.S.: Auf amazon.de gibt es zum Film teilweise noch ein paar gute Rezensionen

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Thomas021 15.11.2014, 16:42
@Thomas021

Du meintest doch die Noah-Verfilmung von 2014?

An anderen biblischen Geschichten wird im Film natürlich auf die Bibelgeschichte von Adam und Eva bezug genommen, was vor ca. 6000 Jahren geschah. Natürlich waren Adam und Eva nicht die ersten Menschen auf der Erde. Es hat schon Millionen Jahre zuvor Menschen auf der Erde gegeben, aber es wurde mit Adam und Eva eine wichtige Zeitepoche des Rückführungswerkes des Vaters für die Gefallen des Fallgeschehens eingeleitet. Da wird auch vieles von Bibellesern fasch interpretiert.

Dann wird im Film auch die Bibelgeschichte von Methusalem eingebaut (Moses 5,21 ff) und damit auch auf die Geschichte von Henoch Bezug genommen.

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Thomas021 16.11.2014, 14:22
@Thomas021

Ich habe mir gerade noch mal den Schluss des Noah-Films angesehen. Wenn man es einfach als von der Bibel völlig unabhängige Filminterpretation sieht, sind da schon ein paar gute Szenen drin von den inneren Kämpfen, die wir in unserem Menschsein erleben, so wie es bei dem Film-Noah z.B. geschieht. Ich denke aber nicht, das der historische Noah so gehandelt hat. Und wie es tinimini ausführte, ist es erst einmal schwierig, die Zeit von Noah festzulegen und dann auch ist es sehr unwahrscheinlich, dass er eine solche Holzarche baute, dass wäre einfach physikalisch ziemlich unmöglich gewesen. Was ist da also wirklich passiert.

Ich gab ja schon den Grund für die Überflutung an, wie es eben bei Lorber geschildert wird. Also kein Impact, wie heute angenommen und wohl auch in der Zeit nach Adam anzusiedeln, also irgendwann nach vor 6000 Jahren. Auch wird es wohl nicht wie heute angenommen, die ganze Erde betroffen haben, sondern nur das Wohngebiet von Noah in größerem Umfang. Ich müsste selbst nun mal die Ausführungen in der "Haushaltung Gottes", Band 2 lesen, wie Helmut7 angab. Da wird es wohl genauer drin stehen.

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Thomas021 16.11.2014, 17:07
@Thomas021

[HGt.03_357,05] Das Wasser aber stieg auf der Erde so sehr, daß es am siebenten Tage von der Erlösezeit Mahals an schon den Kasten hob und ihn zu tragen anfing. Da leitete dann Mahal den Kasten, auf daß er nicht wankete nach dem Schwunge der Wogen, sondern also ruhig dahinschwamm, wie da schwimmt ein Schwan auf dem ruhigsten wellenlosen Spiegel eines Sees.

[HGt.03_357,06] Um sieben Tage später überflutete das Wasser schon die höchsten Berge dieses Erdkreises bis zum allerhöchsten Himalajagebirge, das da das Land der Sihiniten von dem ganzen andern Asien trennte.

[HGt.03_357,07] Und dieses Gebirge allein ragte fünfzehn Ellen aus dem höchsten Wasserstande empor; alle anderen höchsten Berge aber waren wenigstens so tief unter dem Wasser. Natürlich waren nach dem verschiedenen Höhenverhältnisse manche niedere Berge wohl auch mehrere Hunderte von Klaftern unter dem Wasser.

[HGt.03_357,08] Wie aber und wohin ergoß sich das Gewässer der Sündflut? – Der Hauptteil war das Mittelasien, allwo noch heute der Aralsee und das Kaspische Meer die Überbleibsel von der denkwürdigsten Art sind; denn wo nun das Kaspische Meer ist, da stand einst das übergroße und stolze Hanoch, und es ließen sich noch heutzutage Überreste von dieser Stadt finden, – aber freilich in einer Tiefe von mehr als tausend Klaftern.

[HGt.03_357,09] Und an der Stelle des Aralsees stand einst jener See mit seinen Umgebungen und mit seiner Wassergottsinsel, den wir auch sehr wohl kennen; ebenso sind auch der Baikal- oder nun Balkaschsee und Tsanysee ähnliche, die sündigen Reste der Vorsündflutzeit in sich bergende Denkmäler.

[HGt.03_357,10] Von diesen Hauptpunkten ergoß sich das Gewässer reichlichst nach Siberien, wie auch nach Europa, das aber damals noch nicht bewohnt war. Ein Teil brach gegen Süden nach dem heutigen Ostindien und am stärksten über Arabien; auch das nördliche Afrika wurde stark mitgenommen bis zum Hochlande, von wo ab dies Land dann nur kleine Überströmungen erlitt. Amerika ward nur von Siberien aus im Norden etwas mitgenommen; der Süden aber blieb ganz frei also, wie die meisten Inseln des großen Meeres.

[HGt.03_358,01] Warum ward denn hier gesagt, die Flut ergoß sich dahin und dorthin? Regnete es denn nicht auf der ganzen Erde? Und war die Flut nicht überall von gleicher Stärke?

[HGt.03_358,02] Da sage Ich: Die Flut ergoß sich dahin und dorthin, weil es nicht über die ganze Erde geregnet hatte und daher die Flut auch nicht von gleicher Stärke sein konnte, – und das darum, weil es nicht überall regnen konnte und die Flut auch nicht überall vonnöten war.

(…)

[HGt.03_358,08] Darum war die Flut wohl nur dort in ihrem verderblichen Auftritte, wo die arge Menschheit zu Hause war, und bedeckte da besonders Mittelasien wohl auf eine Höhe von viertausend Klaftern über dem Meeresspiegel, von wo aus sie sich dann wohl sehr weit und breit hin nach allen Seiten ergoß!

[HGt.03_358,09] Wenn es aber in der Schrift auch heißt: „Über alle Berge der Erde, und außer, was die Arche trug, blieb nichts Lebendiges auf dem Erdboden!“, – so muß das nicht wörtlich auf die Naturerde selbst bezogen werden; denn unter ,Berge‘ wird nur der Hochmut und die Herrschsucht verstanden von Seite der Menschen. Und daß auf der Erde kein Leben übrigblieb, außer in der Arche, besagt, daß Noah allein ein geistiges Leben in Gott und aus Gott getreuest behielt.

[HGt.03_358,10] Wer das wohl beachtet, der wird es wohl einsehen, daß die Flut Noahs wohl eine großörtliche, aber deswegen dennoch keine völlig allgemeine war, – und das darum, weil nur in Mittelasien die Menschen durch Tollkühnheit dazu selbst die Hauptveranlassung waren, was in den anderen Weltteilen nicht der traurige Fall war.

(Quelle: Jakob Lorber, „Haushaltung Gottes“, Band 3)

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Thomas021 16.11.2014, 17:13
@Thomas021

Ein Klafter wurde je nach Region ganz unterschiedlich bemessen, es sind durchschnittlich ca. 1,8 Meter. Eine Elle wurde ebenfalls überall anders festgelegt, es sind ca. 0,6 Meter

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Thomas021 16.11.2014, 17:23
@Thomas021

[HGt.03_359,01] Es bezeichnet aber schon das Wort ,Flut‘ ein Sich-Ergießen des Gewässers über die Erde, von Hanoch aus, und durchaus kein allgemeines Standgewässer über die ganze Erde.

[HGt.03_359,02] Hanoch selbst bedeckte mit seinen weitgedehnten Umgebungen einen Bezirk und einen engbewohnten Flächenraum von beinahe achttausend Quadratmeilen, also ein Land für sich, das da sehr geeignet und groß genug gewesen wäre, in der jetzigen Zeit ein bedeutendes Königreich zu sein. Dazu herrschte es mit geringer Ausnahme über ganz Asien und trieb allenthalben sein Unwesen.

[HGt.03_359,03] Nun lassen wir über diesen übergroßen Raum einen über dreitausend Klafter hohen Wasserhaufen kommen, und es wird sich zeigen, wie weit dann die Überflutung reichen kann, – und besonders, wenn man erwiesenermaßen annehmen kann, daß Mittelasien der Erde höchstes Land war und zum größten Teile gegen Südosten es noch gegenwärtig ist.

[HGt.03_359,04] Man könnte hier freilich einwenden und sagen: „Gut, wenn die Flut Noahs nur ein großörtliches Hochgewässer war, wie konnte es dann da natürlicherweise eine so schauderhafte Höhe erreichen, ohne vorher nach allen Seiten sich in hundert Meilen breiten Strömen abfließend zu ergießen?“

[HGt.03_359,05] Auf diese fragliche Einwendung diene folgende Berichtigung: Fürs erste war der vierzigtägige Regen wohl über ganz Asien, einen großen Teil von Europa, wie auch Nordafrika verbreitet und verursachte schon für sich große Tälerüberschwemmungen; aber da in diesen Fremdlanden die unterirdischen Gewässer nicht dazukamen, so konnte die Überschwemmung oder die Flut keine solche Höhe erreichen wie eben in Asien, wo der Austritt der unterirdischen Gewässer den Hauptausschlag gab.

[HGt.03_359,06] Wenn aber jemand ganz sicher annehmen kann, daß fürs zweite in Asien zu dem stärksten Regen mehrere Hunderttausende von den gewaltigsten Springquellen kamen, von denen die kleinste in einer Minute zehn Millionen Kubikfuß Wassers auf die Oberfläche der Erde lieferte, so wird es wohl begreiflich, wie die Flut Noahs über Asien eine solche Höhe hatte erreichen können trotz des allseitigen und gleichzeitigen mächtigsten Abflusses.

[HGt.03_359,07] Von da aus konnte sie sich dann ja wohl in alle Weltgegenden mit der furchtbarsten Gewalt ergießen und jene diluvianischen Gebilde zuwege bringen, die noch die Gegenwart allerorts reichlichst aufweist, die aber jedoch nicht zu verwechseln sind mit jenen, welche von den periodischen Meereswechselungen herrühren.

[HGt.03_359,08] Die Hauptspuren der Noachischen Flut sind das vielfach vorkommende, auf ziemlichen Höhen rastende Stromgerölle, die hier und da vorkommenden versteinerten Knochen vornoachischer Tiere, wie auch die häufig vorkommenden Braunkohlenlager, dann auch die sichtlichen Abspülungen der Berge, daß sie nun ganz nackt dastehen. Alle anderen Gebilde gehören entweder den Meereswanderungen oder großen örtlichen Feuereruptionen an.

[HGt.03_359,09] Also wäre nun das Wesen der Noachischen Flut auch physisch dargetan, und so wollen wir nun zur Dauer und zum Ende derselben übergehen. …

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Thomas021 17.11.2014, 01:57
@Thomas021

und ich muss mich korrigieren: Es hat so eine Arche aus Holz tatsächlich gegeben. Wie das alles möglich wurde steht auch ausführlich in dem Buch. Auch wie alle die Tiere mit dem benötigten Futter in die Arche fanden, ist dort erklärt.

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Counsellor 19.11.2014, 16:44
Weder war die Katastrophe bei Sodom und Gomorrha eine Strafe Gottes noch bei Noah

1.Mose 6,7: "Und der Herr sprach: »Ich werde diese Menschen, die ich geschaffen habe, von der Erde ausrotten.""

1.Mose 18,21:"(Gott spricht)"Sollten die Klagen sich als wahr erweisen, werde ich die Einwohner von Sodom und Gomorra vernichten.""

Wenn die Theorie vom nicht richtenden Gott von dem Herrn Lorber stammen, dann scheinen sich die Lehren von ihm und der Bibel zu widersprechen.

Und der liebende und Barmherzige GOTT ist bemüht, möglichst jedes Gericht zu vermeiden(...)Aber es lässt sich nicht immer vermeiden, weil die Menschen in ihrer Dummheit sich diese selbst verursachen.

Falls du damit meinst, dass die Menschen ihre Verurteilung selbst zu verschulden haben, stimme ich dir zu.

Wenn du aber meinst, dass Gott sich aus allen Schicksalen raushält und nicht derjenige ist, der Schlimmes zulässt oder Urteile vollstreckt, dann muss ich dir aber widersprechen.

Dem AT zufolge waren sowohl die Sintflut und die Zerstörung der beiden Städte, als auch die 10 Plagen und viele weitere Bestrafungen der Feinde seines Volkes sein Werk. Das war also nicht nur passives Zulassen, sondern aktives Einschreiten (Bspw. wie in 2.Könige 6,18).

Es ist richtig, dass Gott barmherzig und liebevoll ist, aber er ist auch gerecht und richtet jeden einzelnen vollkommen fair. Und zu diesen Urteilen können manchmal auch Strafen gehören, wenn die jeweilige Person über die Stränge schlägt.

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Thomas021 19.11.2014, 23:22
@Counsellor

Zum ersten hatte ich ja dargelegt, wie die Menschen selbst die Bedingungen für die Sintflut legten, indem sie vor allen ganze Berge abtrugen und sehr gewaltige Springquellen freilegten, wie oben beschrieben. Bei Sodom und Gomorra das gleiche mit völlig ungeeigneter Wohngegend.

Und jetzt ein paar Ausführungen zu den Strafen:

Strafen, wie die Menschen es verstehen, wird Gott nie! Aber was der Mensch sich selber brockt, das geht auch durch Seine Hand; und seid gewiß: ewig unverstandene Gnade wird es immer sein, wenn die selbst geschaffene Strafe, um der Bosheit willen zugezogen, noch durch Gottes Hände fließt! Würde Er die Gnadenhände schließen und — menschlich zu verstehen auch berechtigt —, aus der Sintflut wäre niemals wieder neues Land erstanden. Die Menschenreste, die damals existierten, waren längst verweht, wie ein welkes Blatt im Wind, und wäre nichts davon zurückgeblieben als ein Nichts im Nichts! (Anita Wolf, „Der Eine“)

"Straft also Gott, oder ist's der Ablauf unseres Lebens, der die Strafe zudiktiert?" "Beides, Cornelius. Du denkst, bei Gott gäbe es kein Zweierlei. O doch! Bloß ist Gottes Strafe stets die liebevollste Zucht und die Erziehung, das 'Hinziehen' an Sein Vaterherz. Das kann der Lebensablauf teils bewirken. Jedes Unrecht hat die Folge, früher oder später. In ihr liegt das göttlich strafende Gesetz. Richtiger ist zu sagen: der Mahnruf 'Kehre um'! Daß bei allem Tun und Lassen eine Folge kommt, weiß jedes kleine Kind; weil rein und somit ohne Sünde, spürt es das intensiver. Der Erwachsene schweigt mit Absicht eine Mahnung tot. Das nützt aber bloß vorübergehend; denn Gedanke, Wort und Tat haben allzeit ihre Folge, gut und ungut — jenachdem. (Anita Wolf, „Der Gefangene)

Gott straft nicht! Was der Mensch als Strafe fühlt, ist der unbekannte Segen Gottes! (…) Was manche als die Strafe wähnen, das führt Gott, um den Rückweg für sie anzubahnen. (…) 'Manchmal ist der Tod der letzte Lebensretter — für eine arme Seele. (Anita Wolf, „Babylon, du Große“)

Ebenso gibt's keinen Fluch des Lichts. Wie geschrieben steht, daß Gott den bösen Menschen flucht (Jos.8,34), darf nicht mit eurer Weltlichkeit verwechselt werden. Fluchen ist ein böses Tun. Sollte sich desselben GOTT bedienen, um zu strafen? O, Seine Strafe sieht ganz anders aus! Sicher kann sie furchtbar treffen, ist sie ja der schwere Stein im Mühlengang, in dem die Bösen umgewandelt werden. Das ist 'Gottes Zucht' (Spr.6,23), das Hinaufziehen in das Licht. Also ist des Herrn Gesetz in Wirklichkeit nur Segen, ob der sich freundlich, helfend oder strafend zeigt.

… Strafe, die immer bei Ihm heilsam wirkt.

Ägypten fand der Frevel wegen Seine Strafe, wie durch 'Meine Hand über Mose' mancher Stamm. In jüngster Zeit, weil mancher Richter den Gerichtssinn nicht verstand, zumal seine Großmannssucht zu festigen, hieß es: Gott will, daß wir die Heiden strafen! Frage: Ist Israel so rein und treu geblieben, im Gesetz unwandelbar vor Meinem Angesicht, daß Ich es als Meine Hand benutzen kann, wie Meinen Mose oder Meine Elemente? —?

Herrlich war die Schau, daß durch Strafe die Erlösung möglich ist. Gottes Strafe ist mit der der Menschen nur in dem vergleichbar, daß sie schmerzlich wirken kann. Zählt die Richter, die des Übeltäters Los erleichtern, ohne eine Strafe zu vermindern, was meist fehl am Platze ist. Bei Gott ist eine Strafe allzeit Hilfe, über menschliches Bedenken weit hinaus. Allerdings weiß Er, wann und wie die Strafe Besserung erzeugt.

Gerecht gewählte Strafe kann ein armes ganz verirrtes Menschenkind auf eine gute Gasse bringen.

(Anita Wolf, „Das Richteramt“)

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Thomas021 20.11.2014, 19:04
@Thomas021
  1. Moses 6, 5 – 7, SLT: Als aber der Herr sah, daß die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse, da reute es den Herrn, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde , und es betrübte ihn in seinem Herzen. Und der Herr sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe!

Bei solchen Bibelzitaten muss man dann wirklich einmal ernsthaft überlegen, ob GOTT so etwas gesagt haben kann in dieser Formulierung. GOTT weiß ganz genau, zu welchem wichtigen Zweck für das Rückführungsgeschehen ER den Fleischeskörper für die Gefallenen schuf, da wird ER hier nicht Bedenken haben, ob das richtig sei. ER wusste auch ganz genau, was inkarnierte Dämonen dann hier für einen Wahnsinn anstellen. Das kannte ER ja zu Genüge bereits vom Verlauf des Rückführungsgeschehens, wofür insgesamt 3 Schöpfungsstunden angesetzt sind (3 mal 8 Milliarden Jahre) und an dessen Ende wir nun angelangt sind (d.h., es sind noch ca. 2 – 3 Milliarden Jahre und ca. 21 Milliarden Jahre(!) sind bereits verstrichen für die Rückführung der Gefallenen) Was meinst Du, was es da für heftige Sachen bereits gab?! Diese Formulierung passt da nicht. Die Bibel ist in großen Teilen Menschenwerk!

Man muss bedenken, dass es einige Verfälschungen in der Bibel gibt, auch wenn das Bibelfanatiker nicht wahrhaben wollen. Ein Gesetz der Steinigung, z.B. hat Moses nie gegeben, sondern Aufrührer mussten für den Lagerwall Steine richten und schleppen und diese wurden die Steinigenden genannt. Machthaber haben dann die Moserollen verändert und da diesen Wahnsinn mit der Steinigung hineingebracht. Wie konnte Mose, der zuvor, „Du sollst nicht töten“ empfangen hatte, auch sowas anordern?!!!!!

Und so kann auch unmöglich diese in dieser Bibelstelle geschilderte Ereignis tatsächlich stattgefunden haben, wo Moses sogar die ganze Gemeinschaft auffordert sich bei der Steinigung eines Menschen zu beteiligen. Daran sieht man, wie krass die Bibel verfälscht wurde(!):

3.Mose 24,13 -14, SLT: Und der Herr redete zu Mose und sprach: Führe den Flucher hinaus vor das Lager und laß alle, die es gehört haben, ihre Hand auf sein Haupt stützen, und die ganze Gemeinde soll ihn steinigen.

NIEMALS IST SOLCHES BEI MOSES HISTORISCH GESCHEHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das ist eine allerkrasseste Bibelfälschung und lange nicht die einzige!!!!!!!!!!!! Also bitte Vorsicht mit der Bibel und selbst mal den gesunden Menschenverstand und das Herz einschalten.

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Thomas021 20.11.2014, 19:05
@Thomas021

Und jetzt noch mal genau richtiggestellt, wie es zur Fälschung mit dem angeblichen „Gesetz der Steinigung“ kam, was so unendlich viel Leid bis heute unter die Menschen brachte:

  • Zitat: 'Laß die Bösen Steine hauen und schleppen wie am Nil; sie sollen so lange am Gemeinschaftswesen keinen Anteil haben, bis sie wieder gut geworden sind.' Sie mußten also Steine richten und tragen für den Lagerwall und anderes; man nannte sie die 'Steinigen', vom Volk für 'tot' erklärt. Das war mein Gesetz der Steinigung.

    Ihr habt verneint, daß der 'Gott des Lebens' Todesstrafen setzt, habt es als Entheiligung erkannt. Konnte aber ich, mit einer hohen Vollmacht ausgerüstet, etwas anderes bewirken, als was in Gottes Lebensgeist beschlossen lag? Trotz menschlicher Unzulänglichkeit, der auch inkarnierte Engel unterstehen, konnte ich, der ich die heiligen Gebote auf Sinai empfing und mit schwerer Hand in Stein gravierte, ein solches 'Tod-Gesetz' nicht geben.

    Ihr meint, es gab immer Mord und Krieg. Ja; doch der Mensch beschwört sich solches selbst herauf. Das Gesetz der Steinigung ist unter Saul entstanden. Es sei heute nicht gesagt, weshalb Saul das von einem Richter angeratene Gesetz bestätigte. Zunächst wurde es auch nur den Gesetzesrollen beigelegt. Erst König Omri, der Vater des bekannten Ahab zu Samaria, vertauschte Gottes Grundgesetz mit dem der Steinigung und galt dieses nunmehr als ein 'Bestandteil des Mosaischen Gesetzes'."

    Hiob enthält sich nicht: "Ach Herr, warum hast Du solchen Frevel zugelassen? Auch ernsten Suchern in unserer Geschichte wurde nichts davon bekannt. Ein Ehrlicher müßte doch die Wahrheit festgehalten haben?" "Das taten sogar viele, wurden aber ausgerottet samt der Grundwahrheit. Entschuldigend ist, auch durch die Gefangenschaften, die Israel erdulden mußte.

    Die Sinaitafeln wurden zu Omris Zeiten, nicht aber von ihm selbst vernichtet. Man schlug später neue und stellte sie als 'echte Mosesteine' im Tempel auf. Der Grundtext blieb aus Angst unangetastet." "Diese Kunde ist schnellstens auszubreiten", eifert der Arzt. "Laßt uns Schriften setzen und …" "Guter Freund", beruhigt ihn Uraniel, "das brächte wenig Nutzen. Bald wird Juda den Ägyptern und den Syrern unterliegen und erginge eurer Schrift es so wie der Verkündigung des Messias, von der ein Richter namens Judamäa in Babylon ein irdisch Bild entwarf (1. Markstein). Laßt der Sache ihren Lauf, wirkt in euren Kreisen Gutes, und es bleibt der Same euch erhalten bis zur letzten Zeit, wo es sich dann völlig offenbart.

    GOTT wird die Pharisäer fragen, ob sie ohne Sünde seien und darum Steine werfen könnten (Joh.8,7). ER beweist, ob er Isa-is Messias oder der des Judamäa ist. Und Juda stirbt an Jerusalems zerbrochenem Gestein!" (Matt.24,2).

    (Quellenangabe: Anita Wolf, "St. Sanktuarium", Kap. 24, Das Abendmahl)

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Wenn Du wissen willst was sich damals tatsächlich auf der Erde abgespielt hat, dann lese die Urgeschichte der Menschheit, die im Werk "Haushaltung Gottes" Band 3 (Lorber Verlag, Bietigheim) beschrieben wird. Dann wird Dir klar, daß die damalige Menschheit selbst schuld an ihrem Untergang war. Gleichzeitig kannst Du einen Vergleich zur heutigen Zeit ziehen. Auch wir handeln im Allgemeinen gegen jede Vernunft und tragen zu einer neuen, kommenden Katastrophe kräftig bei. Der Prophet Jakob Lorber hat das in seiner göttlichen Offenbarung vorausgesehen!

Die Gestalt Noach`s mit seiner Arche hat immer wieder die Frage nach der Sintflut aufgeworfen. Man hat sich gefragt, was dieses Geschehen damals war, das da erzählt wird. Je weiter das 20. Jahrhundert fortschritt, desto mehr haben sich die Naturwissenschaften damit befasst. Man hat dann nicht nur gleich lautende Texte in Assyrien gefunden, sondern einForscher, George Smith, hatte schon 1872 im Britischen Museum nachgeforscht und eine Tontafel gefunden, auf der eine ähnliche Geschichte berichtet wurde. Es haben dann Grabungen in Ninive stattgefunden und man hat die Arche gesucht, die am Berg Ararat gelandet sein soll. Wir kommen heute wohl nicht ganz ohne die Naturwissenschaften aus. Denn der Standpunkt der Wissenschaft lautet heute, dass die Sintflut damals wirklich stattgefunden hat. 1993 hat ein Geologenehepaar, Alexander und Edith Tollmann, haben nachgewiesen , dass diese Sintflut genau im Jahr 9545 vor Christus stattgefunden hat. Ein paar Jahre plus oder minus hat man aber zugestanden. Das war keine Sintflut, die einfach so von einem ärgerlichen Gott ausgelöst worden ist, sondern das war ein kosmisches Ereignis. Die Zeitrechnungen der Bibel sollte man nicht wörtlich nehmen. Denn die Sumerer haben z. B. gerechnet, dass jeder ihrer Könige im Minimum 18000 Jahre lang regiert hat: bis hin zu 65000 Jahre. Ich will damit sagen, dass die Zeit eigentlich keine Rolle spielt. ob etwas vor 9000 oder vor 90000 passiert ist, ist völlig irrelevant – alle Fundamentalisten im Land mögen mir verzeihen. Manche zählen eben so wörtlich wie es in der Bibel steht, manche unter den Christen addieren die Lebensalter der verschiedenen Leute vor Jesus und nach Jesus auf und kommen so auf ihre Altersangaben. Aber auf diese Weise kann man das eigentlich alles garnicht berechnen und angeben. Denn der Noach ist ja laut Bibel 900 Jahr altgeworden. Diese Zeitangabe ist natürlich nicht nachvollziehbar. Dass aber etwas geschehen sein musste, beweist sich durch die Tatsache, dass in allen Mythologien und Traditionen der Völker des Mittleren Ostens davon die Rede ist. Das reicht von den Sumerern über das Gilgamesch-Epos bishin zu den Ägyptern. Es ist also klar, irgendetwas muss geschehen sein. In die deutsche Sprache ist im Zusammenhang mit diesem Ereignis ein falsches Verständnis hineingekrochen: Man spricht nämlich im Deutschen immer von der “Sündflut", um die "Sintflut" zu benennen. Dies ist aber germanistisch total falsch: Es geht hier nämlich keineswegs um die Sünde, sondern um den Sund, wie man ihn z. B. in Norddeutschland antreffen kann. In Norddeutschland gibt es ja wirklich den "Großen Sund" und den"Kleinen Sund" als Meerenge. Der Sund ist der Bruch: Die Sintflut, die"Sundflut", symbolisiert in Wirklichkeit einen Bruch zwischen Menschen und Gott: durch die Schuld der Menschen. Die Zahl, die ich vorhin genannt hatte, ist ja keine Zahl, die der Bibel entnommen worden wäre. Das ist vielmehr eine Zahl, die mit wissenschaftlich genauen Methoden errechnet worden ist, wie man das heute ja so gut machen kann. Insofern müssen wirdiese Zahl also als korrekt zur Kenntnis nehmen. Das heißt also, dass dieses Ereignis der Sintflut in einer bestimmten Phase der Erdgeschichte geschehen ist. Und die Menschheit hat sich dann in ihren Geschichten daran erinnert: Interessant ist dabei allerdings, dass sich nicht nur die Völker des vorderen Orients daran erinnert haben. Nein, auch in den Veden, den heiligen Schriften der altindischen Religion, oder in südamerikanischen Indianergeschichten taucht diese Sintflut immer wieder auf, tauchen zumindest ähnliche Ereignisse auf. Die Naturwissenschaftler kommen aber nun zu der Auffassung, dass dies ein Impact-Geschehen gewesen sein muss: Sprich, es muss zu diesemZeitpunkt ein gewaltiger Himmelskörper auf der Erde eingeschlagen sein. In seinem Fall hat er sich in sieben Teile zersprengt und es ist genau nachzuweisen, wo diese sieben Teile hingefallen sind. Diese Teile haben dann diese riesige Flut, diese riesige Flutwelle erzeugt. Allerdings, und das sagt uns auch die Naturwissenschaft, finden solche Ereignisse immer wieder stat . Noach steht stellvertretend für die ganze Menschheit vor uns. Wir dürfen nicht vergessen, dass hier eben keine einengende Geschichte dargestellt wird, die nur für Juden oder Hebräer Gültigkeit hätte. Nein, diese Geschichtespielt ja lange vor den Geschehnissen am Berg Sinai. Alle Menschen auf der ganzen Erde sind also betroffen in dieser Geschichte. Und Gott sagt jaauch später, nach dieser so genannten Sintflut: "Es wird nie mehr eine Gefahr für die Erde in solchen Ausmaßen kommen." Aber dass die Menschen sich selbst so etwas antun könnten, dass sie sich ausrotten könnten, ist bereits an diesen Stellen in der Bibel zu lesen. Dort steht, dass das so gegeben ist, denn die Menschen werden weiterhin so bleiben, wiesie sind. Diese Sintflut war eben keine Sündenbereinigung. Es ist eben soetwas wie eine Naturkatastrophe geschehen.

tinimini 15.11.2014, 18:35

Danach hatte unsere Erde allerdings so oder so weiterhin Bestand. So können wir es in der Bibellesen. Der Globus wird also auch in Zukunft nicht in die Luft fliegen,und die Menschen werden sich trotz dieser Katastrophe früher oder später erneut bis aufs Blut bekämpfen. . Dieses Ereignis ist aber dennoch über diese 10000 Jahre im Bewusstsein der Menschheit unauslöschlich erhalten geblieben. Weiter zurück scheint es jedenfalls keine Erinnerungen zu geben. Die Bibel zieht jedoch die Schöpfungsgeschichte sozusagen mit dieser Sintflut zusammen: Denn die Sintflut und die Noach-Geschichte schließen sich unmittelbar an die Schöpfungsgeschichte an. auch wenn wir die Jahresangaben in der Bibel unterschiedlich interpretieren können. Denn auch von Adam bis zu Noach ist ja einige Zeit vergangen. die Jahre, die dort angegeben sind,sind mit den unsrigen nicht vergleichbar. Unser lieber Noach steht jedenfalls genau in der Mitte zwischen Adam und Abraham. Dies hat natürlich eine Bedeutung. Mich fasziniert jedenfalls dieseGeschichte auch deshalb, weil dort die Lebenszeiten von Noach und seiner Generation bis hin zu Abraham in Hunderten von Jahren vorgestellt werden. Erst bei Abraham werden dann die Leute ganz normal alt: 100Jahre . Ich rechne also an dieser Stelle keinesfalls mit unserem Zeitmaßstab. Das ist eigentlich auch völlig unwichtig. Klar ist jedenfalls, dass etwas geschehen ist zwischen Adam, also der Schöpfung, und Abraham, etwas, das mit dem beginnenden Gedächtnis der Menschheit zusammenhängt. Noach liegt jedenfalls noch vor unserem persönlichen Gedächtnis, er stellt ungefähr die Mitte dar zwischen Schöpfung und Abraham, unserem wirklich fest haltbaren Gedächtnis. Ich habe in dem Zusammenhang etwas Interessantes festgestellt. Während die Sumerer zu der Zeit noch 65000 Regime-Jahre für ihre Könige angeben, wird hier bei Noach scheinbar die Zahl 10 entdeckt. Denn die Bibel spielt mit einer ganz großen Wiederholungsfreude immer wieder auf diese Zahl an: Noach ist die zehnte Generation nach Adam und die zehnte Generation vor Abraham; alle Lebensdaten von Noach teilen sich durch 10 usw Das sind alles symbolische Zahlen. man hat die Zahl 10 entdeckt. Im Hinblick auf die Zahlen können wir davon ausgehen, dass das in der Bibel nichts mit dem sumerischen System zu tun hat. Letztlich ist es gar nicht wichtig zu wissen, wann genau das alles passiert ist.

Diese Sintflutgeschichte ist Teil der Genesis, ein Teil jener Teile derBibel, die Moses zugeschrieben werden. Moses scheint sich dabei auf die assyrischen Berichte gestützt zu haben, denn Moses kommt nach den Assyrern. Wobei es in dem biblischen Bericht zwei Versionen gibt. Da gibt es den Priesterbericht und den Jahwitischen Bericht. Dazwischen liegen 400 Jahre. Das heißt, in den Mythendarstellungen gibt es Bewegungen von Land zu Land, von Volk zu Volk, vor allem im Vorderen Orient.

Diese Aufteilung gibt es in der hebräischen Tradition nicht. Die hebräische Bibel wird in einem Strang, so wie sie uns geliefert wird, gelehrt, gelesen und gelebt. Und sie ist auch, bevor sie aufgeschrieben wurde,lange mündlich erzählt worden. Wann, zu welchem Zeitpunkt Moses gemäß der hebräischen Tradition auftritt, dann würde ich sagen, dass er in die ägyptische Zeit hineinfällt. So, wie Moses auftritt und so, wie die Kinder Israels in ihrer Einflusssphäre vor uns treten, ist das eher ägyptisch als assyrisch, denn das kommt erst viel später bei den Propheten herein. Da kommen dann erst wieder solche Dinge wie das Gilgamesch- Epos und die anderen "fernöstlichen" Einflüsse hinzu. Denn die Gegenden östlich des gelobten Landes waren damals die fernöstlichen Länder, weil man solche Länder wie China zu diesem Zeitpunkt natürlich noch gar nicht kannte. Diese "fernöstlichen", assyrischen Stränge kommen also im Fall der hebräisch-jüdischen Tradition erst später. Anfangen tut dieGeschichte mit ägyptischen Einflüssen. Auch wenn die assyrischen Tontafeln vor Moses liegen. Übrigens gibt es auch noch diealten Mernepta- Tafeln: Das ist 1600 Jahre vor Jesus. Diese Tafeln sind da, und das sind immerhin ägyptische Stränge. Die Ägypter waren ohnehin sehr sensibel gegenüber den Veränderungen beim Fluss und beim Niederschlag, denn sie lebten und starben ja mit den Bewegungen des Nils. Genau,das Bewusstsein der Leute damals. DerBeginn dieser unserer Geschichte im Heiligen Land stellt eher eine kleinbäuerliche Geschichte dar: mit einem kleinen zentralen Fluss namens Jordan. Das wollte ich einbringen, denn dort gab es keine Erfahrungen mitÜberschwemmungen. Man war sich dort der Gefahr, was Wasser undRegen alles bedeuten können, nicht bewusst. Demgegenüber haben dieägyptischen Völker und dann später auch das Volk Israels aufgrund seiner Zeit im ägyptischen Exil wegen des Zusammenlebens mit dem Nil dieseBegriffe von Überschwemmung und Wasserfülle eingeführt.

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tinimini 15.11.2014, 18:37
@tinimini

Dazu kommt ,dass die Abrahams-Geschichte – die erst nach Noach kommt, aus dem Zweistromland kommt, wo wir dann auf Euphrat und Tigris stoßen. Dort gibt es auch ein Bewusstsein von der Kraft des Wassers. Umso stärker eben die Tatsache, dass diese Geschichte mit Noach in der Bibel so groß erzählt wird: in einem Volk, das an sich in einem sehr kleinen trockenen Land sitzt. Hier kommt das Phänomen der Erinnerung aller Völker an dieses Urereignis eines Einbruchs aus dem All zum Tragen: mitsamt derÜberschwemmung der ganzen Erde und mit der Zerstörung allen Lebens.
Wir können hier natürlich nicht alles nachweisen und genau belegen. Wasjedoch wirklich ist, ist die Frage, welche Moral man aus dieser Geschichte folgern kann.
Nachweisen können wir diese Ereignisse mit Hilfe derNaturwissenschaften heute schon. Das scheint schon alles zu stimmen. Dennoch ist die Moral der Geschichte dabei das Wichtige. : Wir sollten noch in die Vorgeschichte des Noach zurückgehen. Bei uns im Deutschen ist die Sintflut irrtümlich zur Sündflut geworden . Aber in der Vorgeschichte von Noach und der Sintflut steht doch der Zorn und der Ärger Gottes. Die Menschen haben nicht gegen Gott gesündigt, nicht deswegen ist diese Katastrophe geschehen, wie man häufig meint. Nein, und diese Erkenntnis ist für uns heute noch wichtig, die Katastrophe kam aufgrund des schlechten Umgangs der Menschen miteinander. Dies ist im 20.Jahrhundert so aktuell wie anno dazumal.

Das ist ein liebevoller Gott, denn dieser Gott sagt: "Du kannst deinen Gott nicht am Menschen vorbei lieben!" Das heißt, es geht nicht so, wie es z. B. im Mittelalter häufig geschehen ist, als sichMenschen dachten: "Ich bin ein anständiger Priester, ich lebe auf dem Berg Athos, male ein Bild und mir ist es egal, was die Menschen dort unten machen." Nein, die entscheidende Frage ist die Frage, wie der Mensch mit seinen Mitmenschen umgeht: Das zählt! Liebe deinen Nächsten!
Die Bibel lässt Gott ziemlich hart sagen: "Mich reut,dass ich den Menschen geschaffen habe, diese Brut dort unten! Was habe ich nur getan! Am liebsten wäre es mir, ich hätte sie nicht geschaffen!"
Er ist empört. Aber er ist empört darüber, wie sie miteinander umgehen. Das ist das Entscheidende, das ist das, was zählt. Man kann als gläubiger Mensch einfach nicht sagen: "Mir ist egal, wie es meinen Nachbarn geht. Ich gehe in die Kirche und stifte und feiere Fronleichnam usw.!" Das Entscheidende ist immer, wie die Menschen mit ihren Mitmenschen umgehen. Das ist das, was seit Kain und Abel zählt und das ist die Lektion, die wir lernen müssen. Deswegen gibt es für die Menschen die zweiteGelegenheit bei Noach. wenn man das auf diese Weise begreift das Das Tröstliche nämlich, dass wir alle nicht die Kinder von Kain und nicht von Abel sind. Denn sonst würden wir uns doch, so wie wir als Menschen sind, bis zum heutigen Tag gegenseitig vorwerfen: "Du bist ein Kind des Täters!" bzw. "Du bist ein Kind des Opfers!" Das würde bis ans Ende der Zeiten so weitergehen. Nein, wir sind weder Kinder des Ur-Täters noch des Ur-Opfers, sondern es ist uns eine neue Chance gegeben: Wir sind Kinder des Set, des dritten Sohnes. Der Noach geht also direkt zurück auf Set, auf den dritten Sohn von Adam und Eva, sodass uns Gott in jeder Beziehung eine neue Chance gibt. Dies ist der Neubeginn, der uns möglich ist.

Diese strafenden Götter sind auch in der Sintflut-Geschichte anderer Völker aufgetaucht. Die Götter wollen mit diesem gewaltigenEreignis die Menschen zur Räson bringen. Der Gott der Bibel sagt immerhin: "Jetzt vertilge ich sie von der Erde. Es soll nichts mehr übrigbleiben von dem, was ich geschaffen habe!" Das heißt doch letztlich, dasser auch seiner eigenen Schöpfung gegenüber böse ist. Er gibt ihnen aber die Chance eines Neubeginns. Das ist für mich wichtig. Nehmen Sie nämlich als Gegenbeispiel nur mal den Zeus. Dort in seinem Himmel zählen die Menschen überhaupt nicht. Das sind irgendwelche kleinen Arbeitstiere, die noch nicht einmal einen Sabbat, also einen bestimmten Wochentag haben, an dem sie ruhen dürfen. In diesen Geschichten sind die Menschen nur Tiere oder Nummern. Demgegenüber, und so sehe ich diese Geschichte , nimmt hier in der Bibel Gott die Menschen sehr ernst. Er gibt ihnen die Chance auf einen Neubeginn. Das läuft alles über den gerechten Noach,wobei es allerdings die Frage ist, ob Noach gerecht war oder nicht. Das ist gemäß dem Text eine diskutable Frage. Die Frage ist , ob er vielleicht nur im Verhältnis zu anderen gerecht war. Er hat keinen Sonderstatus und ist auch kein Sonntagskind. Nein, er ist nur im Vergleich zu den anderen gerecht. Und er hat eine schreckliche Verantwortung zu tragen. : Mich wundert der Umstand, dass bei seiner Geburt sein Vater Lamech gesagt hat: "Dieser Sohn wird uns trösten!" Leider Gottes wird der Vater nicht in die Arche mitgenommen, sondern muss untergehen in der gewaltigen Flut.

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tinimini 15.11.2014, 18:39
@tinimini

Denn Noach bekommt von Gott den Auftrag, diese Arche zu bauen und seine Söhne und Töchter und auch alle Tiere mitzunehmen. Leider lässt er aber oder muss sogar seine eigene Familie zurücklassen.
Er nimmt mit, wie das heute noch im Orient der Fall ist: seine eigeneFamilie. Wenn man all diese Menschen aufzählt und zusammenzählt, dann kommen wir auf 70 Personen. Mehr geht einfach nicht, aber die Hoffnung von Lamech ist nicht in Erfüllung gegangen,dass ihm der Sohn die Rettung bringen wird. Das Zitat des Lamech bedeutet , dass das nicht auf ihn selbst bezogen ist:damit ist diese Chance für die Menschheit gemeint. Das ist ein Trost für die Menschheit: Sie geht nicht insgesamt unter. Der Sinn ist also: Ein Neubeginn ist möglich, wenn du ein anständiger Mensch bist, wenn du umkehrst. Wenn du Metanoia machst, dann wirst du nicht untergehen! Das ist der Aufruf an uns, umzukehren. Dies hat auch Jesus genau so übernommen. Jesus wird nicht ohne Grund mit Noach verglichen.
Es ist davon die Rede, dass Noach umgekehrt sei: Er wird als Gerechter bezeichnet, als derjenige, den Jahwe anspricht.denn sonst hätte er diesen Auftrag nicht bekommen. Er war kein Sünder oder er ist umgekehrt. Er ist derjenige, dem der Auftrag anvertraut wird. Er hat etwas Bestimmtes aus der Zeit davor übernommen. Nach der Sintflut bringt er ein Opferlamm dar. Hier haben wir so eine interessante Stelle wie seinerzeit bei Kain und Abel. Noach fängt an zuopfern aus Dankbarkeit Gott gegenüber. Er anerkennt Gott. Aber es steht nirgends geschrieben, und das ist immer wieder wichtig, dass Gott gesagthätte: "So, nun fange an, die Tiere, die überlebt haben, mir zu opfern!" Das steht keineswegs in der Bibel. Nein, das ist wieder einmal das Bedürfnis der Menschen, auch der neuen Menschheit! Er fängt an, aus Dankbarkeit zuopfern: diejenigen Tiere, die er gerade gerettet hat! Das ist ja absurd. . Ja, er muss die Arche bauen: und zwar aus reiner Fürsorge allem Leben gegenüber. Heute ist das anders. Der Maler Hundertwasser z. B. hatte sich doch vor vielen Jahren ins allerfernste Australien zurückgezogen, weil er sich vorNuklearexplosionen fürchtete. Die Bibel sagt hier aber, dass das gar nicht geht. Und das ist ja doch eine großartige Metapher. Selbst ich als gläubiger Mensch glaube doch nicht daran, dass in so einem Schifflein alle Tiere der Welt Platz gehabt hätten. Die Botschaft jedoch ist mir völlig klar: Wenn du dich retten willst, dann kannst du nicht ganz elitär zusammen mit deinerFrau und deinen Kindern in ein Boot steigen und auf Rettung hoffen. Nein, du musst auch die Umwelt retten! Das ist die großartige Botschaft an dieser Stelle, wenn gesagt wird, dass er alle Tiere der Erde mitnimmt. Was wird unser einem damit gesagt? Man kann dann ja auch nicht in Saus und Brausund vollkommen gemütlich auf so einem Schiff sitzen und drauflosschlachten und essen. Nein, man muss diese Tiere ja auch füttern und reinigen usw. Das ist der Grund, warum meiner Meinung nach Noach der erste Umweltschützer ist. Er nimmt die Tiere mit und sie werden gerettet: genau wie er und seine Familie. Die biblische Arche soll 135 * 23 * 13 Meter (Länge * Breite * Höhe) gehabt haben. Das zeigt totale Unkenntnis in der Statik und von Holz als Werkstoff ohne Stahl. Ein Holzschiff dieser Länge, welches nur durch Holzdübel zusammengehalten wird, hält die Biegemomente bei Fahrt durch ein größeres Wellental oder über einen Wellenberg nicht stand, selbst Stahlschiffe dieser Größe erfahren dabei Durchbiegungen bis zu 25 cm. Um die Arche in Pontonform mit Tieren bis 6 Meter Höhe und 5 Tonnen Gewicht zu beladen, gäbe es höchsten 2 Decks. Damit schwere Tiere ins unterste Deck laufen können, ist eine begehbare Rampe von ca. 15% Steigung mit etwa 100 m Länge notwendig. Bleiben die schweren Tiere dagegen auf dem oberen Deck und bewegten sich in schwerer See panisch zu einer Seite, dann kentert die Arche. Die Schiffdecks benötigen für Tiere bis 5 Tonnen Planken von 16 x 5 cm auf Trägern von 25 x 30 cm in 60 cm Abstand, insgesamt etwa 300 m³ Holz je Deck bei Stückgewichten bis 200 kg. Um ein Schiff dieser Größe nur mit Steinäxten und Holzkeilen ohne Säge zu bauen, benötigt man etwa 6.000 m³ bis 8.000 m³ an Holz bzw. mindestens 10.000 große Bäumen für behauene Balken und 32.000 Planken. Die Befestigung der Planken am tragenden Gerippe erfordert etwa 250.000 Holznägel und Löcher. Wie diese Mengen und Berechnungen`ohne Schrift und Dezimalsystem sowie ohne Rad zum Transport abgewickelt werden konnten ist mysteriös. In einem Schiffskörper treten in schwerer See nicht nur vertikale Kräfte durch die Nutzlast und Eigengewicht auf, in den filigranen Verstrebungen entstehen auch hohe Zugkräfte, für die es damals noch keine Technik einer Verbindung gab. Die Untersuchung in [url]http://www.answersingenesis.org/tj/v8/i1/noah.asp[/url] enthält weder Aussage über die Festigkeit der tragenden Struktur noch deren Gewichtsverteilung, sie ist vollkommen unwesentlich für ein Holzschiff.

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tinimini 15.11.2014, 18:41
@tinimini

Für Tiere mit 20 Tonnen Gewicht je Bein und 40 Tonnen beim Laufen wäre es heute noch schwierig statisch ausreichende Leimholzbinder für Decks von 23 m Breite zu fertigen. Noah verfügte über keine Hobelmaschinen, Leimpressen und Kräne. Leimholzbinder haben bei 23 m Spannweiten eine Bauhöhe um 1,80 m, 3 Decks sind damit unmöglich. Noahs Phantasiearche hätte mit einem Deckengewicht von über 2000 Tonnen Holz einen viel zu hohen Schwerpunkt und wäre instabil wie das schwedische Flagschiff „VASA“ 1628 n.C. noch im Hafen gekentert. Diese Arche hätte ohne Nutzlast mehr als 5 m Tiefgang gehabt und dabei geleckt wie ein Sieb.

http://www.geo.de/forum/showthread.html?t=22646

Im Christentum hat man die Bibel ja 2000 Jahre sehr wörtlich genommen. Jeder, der auch nur ein bisschen davon abgewichen ist, der auch nur einbisschen daran gezweifelt hat, ist mehr oder weniger verdammt worden. Das heißt, die Arche musste es gemäß dieser Auffassung wirklich gegebenhaben, obwohl doch eigentlich jeder Mensch sagen könnte, dass nicht alle Tiere der Welt in diese Arche hineingepasst haben können. Wie hätte er außerdem die wilden Tiere füttern können, wenn er nur Getreide mitgenommen hat? Wie hätte er da die Löwen usw. füttern können?
Dazu muss gesagt werden, dass die Menschen selbst vor der Sintflut noch vegetarisch gelebt haben aber doch nicht die wilden Tiere???
Wer weiß! Ich weiß das jedenfalls nicht. Ich sagte ja vorhin schon, dass ich diese Geschichte als eine Metapher erachte. Denn selbst heute könnten wir kein solches Schiff herstellen, um dort den kompletten Zoo aller Tiere der Welt hineinzupacken.
Man muss das eben nicht wörtlich nehmen. Aber das ist auch gar nicht so wichtig.DieTiere sind dem Noach anvertraut zur Bewahrung! Klar ist die Botschaft von Jahwe an Noach: "Du, lieber Noach, kannst alleine nicht überleben, wenn du nicht für deine Umwelt sorgst!" Das ist für mich die Botschaft. Und dass es eine Menge Arbeit braucht, um das bewerkstelligen zu können. Denn es wird uns erzählt, wie viel Arbeit er auf sich nehmen muss, um die Tiere mit in das neue Leben nehmen zu können. In diesem neuen Leben gibt es dann auch eine neue Festlegung: Die Menschen verlangen – vermutlichhauptsächlich die Männer – auf einmal eine bestimmte Quantität an Tierfleisch verzehren zu dürfen. Dies ist dieses hebräische Gesetz, das so genannte Koscher-Gesetz. Diese Menge ist aber sehr eingegrenzt. Bis zurSintflut ernährten sich die Menschen nämlich vegetarisch. Der Text ist andieser Stelle sehr alt und auch ein bisschen archaisch formuliert: Es wird hier nämlich ein großer Bogen gespannt und gesagt, dass dereinst, wennder Messias kommen wird, die Menschen erneut zu Vegetariern werden. Seit Noach gibt es jedenfalls die sieben Noachidischen Prinzipien bzw. Gebote, die wir dann auch bei Paulus und anderen wiederfinden. Das sind die Vorläufer der zehn Gebote. Die beiden Festlegungen, die mich sozusagen am allermeisten vom Hocker reißen, sind erstens das Verbot der Tierquälerei. Das muss man sich mal vorstellen! Schon damals wurde die Tierquälerei verboten. Das Zweite ist das Gebot der Einführung einer Gerichtsbarkeit: damit wir nicht wie eine Horde Wilder – wie ja leider selbst im 20. Jahrhundert immer noch geschehen – einander ausgeliefert sind. Seit Noach gibt es also das Gesetz und die Gerichtsbarkeit. Das sind die Folgen von Noach und das beruhigt mich. Gott gibt also im Grunde genommen die ganze Schöpfung in die HandNoachs, in die Hand seines Gerechten. Dies heißt ja wohl auch, dass er seine Schöpfung bewahrt wissen will. Der ursprüngliche Plan, alles vernichten zu wollen, weil er sich über die Menschen so geärgert hatte, wird damit wieder aufgehoben. Das heißt, die schützende Hand Gottes über allen Pflanzen, Tieren und Menschen bleibt erhalten. Wir bekommen eine neue Chance. Die Menschheit bekommt eine neue Chance, so verstehe ich diese Geschichte. Das heißt, dies ist also ein erneuter Anfang. Insofern kann man davon ausgehen, dass dieser Einschlag aus dem All, der ja alles vernichtet hat, im Gedächtnis der Menschheit hängen geblieben ist. Die Bibel gibt auch genau das wieder, was die Naturwissenschaften festgestellt haben: Es wird dunkel, es regnet und erst nach langer Zeit kommt der Regenbogen wieder. Dies alles passiert ja tatsächlich nach einer solchen kosmischen Katastrophe. Das erneute Aufwachen des Lebens aus einer solchen Katastrophe heraus ist ein Neubeginn: Das ist dann im Grunde genommen erstaunlicherweise der biblische Schöpfungsbericht. Das heißt, dieser setzt – wenn man sich die Geschichte der Menschheit ansieht – so etwa 10000 vor Christus ein. Denn das, was vorher war, ist ja nicht im Gedächtnis der Menschen geblieben.

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tinimini 15.11.2014, 18:43
@tinimini

Nimmt man die Bibel ernst oder nimmt man die Bibel wörtlich? Das ist die entscheidende Frage. Ich jedenfalls nehme sie ernst, aber nicht wörtlich. Deshalb kann man da eben keine Jahresangaben machen: Man kann in der Bibel nicht, wie wir das heute machen, die Jahre zählen. Ich sagte es schon: Wie alt war derNoach? War er wirklich 900 Jahre alt? Hat der König von Assyrien 65000Jahre regiert? Man hatte damals eben unterschiedliche Zugänge zur Zeitmessung. Das ist so, wie man noch heute Beduinen treffen kann, die zu einem sagen: "Ach, bleib doch noch eine Zigarettenlänge bei mir!" Es ist ja völlig unerheblich, ob der Noach 600 oder 800 Jahre alt ist. Die Zeitrechnung in Jahren wird erst erheblich, als diese Nomaden sesshaft werden: Von da an kann man nach Ernten zählen. Und das ist ja bei Abraham auch tatsächlich der Fall. Oderman zählt nach den Mondphasen. Das waren damals die einzigen zuverlässigen Möglichkeiten. Mir ist es also nicht wichtig, ob das 10000Jahre davor oder danach ist. Eine andere Botschaft ist mir jedoch sehrwichtig, die sich, wenn ich das mal so ausdrücken darf, in dieser "zweiten" Menschheit wiederholt: Es wiederholt sich das Gebot: "Seid fruchtbar, mehret euch und füllet die Erde!" Das heißt, das ist ein Segen. Auffallend genug ist, dass dies im ersten Buch Moses angeführt ist und das ist für diese Geschichte auch eigentlich unsere Quelle. Es gibt also keinenAuftrag, diese Erde kaputt gehen zu lassen, indem sich die Menschheit biszum Exzess vermehrt. Nein, es heißt: "Seid fruchtbar und mehret euch!" Das ist unglaublicher Segen zu einer Zeit, in der es viele Krankheiten undEpidemien, hohe Kindersterblichkeit und Kindbettfieber, Kriege und Überschwemmungen usw. gibt. Dieses Gebot ist wirklich ein großer Segen. Aber es steht dort nicht das, was wir heute als Problem haben: Mehret euch, bis dass die Erde platzt!
Der Noach baut also die Arche: Was tut er gemäß dem Auftrag Gottes alles hinein? Und wie kommt er schließlich wieder aus der Arche heraus? Was nimmt er also alles mit in die Arche? Er nimmt sieben von den koscheren Tieren mit in die Arche. Das ist sehr vernünftig gedacht, denn er muss ja auf diesem Schiff auch von irgendetwas leben können. DieMöglichkeiten der Ernährung sind also sehr eingegrenzt und von daher stammen auch die jüdischen Speisegesetze: Es dürfen nämlich nur Rind, Huhn und Schaf gegessen werden. Man muss ja auch keine Austern oderLangusten oder Schildkröten aus Südamerika usw. essen. Nein, es ging darum, das mitzunehmen, was die Menschen für ihren Proteinhaushalt brauchen. Aus dem Grund gibt es diese Differenz, denn von diesen Tieren nimmt er sieben Paar, von den anderen weniger. Denn er und seine Familie müssen ja auch essen auf der Arche, das ist klar. Er soll von allen Tieren ein Pärchen mitnehmen.
Ja, das macht er ja. . Denn es geht ja auch darum, dass er die Tiere füttern muss usw. Nun, eigentlich istdas ja auch eine Geschichte für Kinder, für kindliche Gemüter, für deneinfachen Menschen. Denn das Kind im Kindergarten fragt natürlich sofort: "Und was haben die Tiere die ganze Zeit gegessen auf der Arche?" die Arche ist so konstruiert und gebaut, dass da genug Reserven vorhanden sind, um den Noach, seine Familie und die anderen Tiere zu ernähren bzw. zu füttern. Es wird sogar auf das koschere Essen geachtet, also auf das taugliche Essen: hier sind bereits diese Blutgesetze zum Tragen gekommen. sie sind schon da. Und als er dann herauskommt aus der Arche wird klar, was das bedeutet: "Du sollst nicht essen auf Bauer komm raus! Du sollst nicht im Luxus essen!" Vorher hatte es doch noch überhaupt keine Regel auf diesem Gebiet gegeben. Selbst heute noch gibt es Völker, dieTiere lebendig verspeisen: Da isst man meinetwegen lebendige Fische oderAustern usw. Oder man übergießt die noch lebenden Schnecken mit heißem Wasser usw. All das ist im jüdischen Glauben seit Noach verboten. Die Botschaft ist also klar: "Du sollst die Tiere nicht quälen, dich nicht am lebendigen Fleisch der Tiere vergreifen!" Er hat also alle seine Aufgaben erledigt und sich um die Tiere gekümmert. Die Bibel erzählt uns, dass er eigentlich überhaupt keine Ruhe mehr hat, denn Tag und Nacht...
hat es geregnet und geregnet und geregnet. Die bildende Kunst auf derganzen Welt hat ja immer wieder diese Arche dargestellt und sie mit hineinin diese Ikonographie genommen. Die christliche Kirche hat das später übernommen. Das Judentum hatte ja keine religiöse Malerei aufgrund des Satzes, "Du sollst dir kein Bildnis machen". Die jüdische Malerei überhaupt gibt es ja erst relativ neuseit dem 18., 19. Jahrhundert. Die Synagogen sind dann ausgemalt worden mit herrlichen Arabesken und mit bildlichen Darstellungen. aber es gibt keine Menschendarstellungen. In den Synagogen gibt es keine Bilder von Menschen: Die einzigen Ausnahmen sind die Synagogenin Dura-Europos oder Bet Alpha.

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tinimini 15.11.2014, 18:46
@tinimini

Dort gibt es diese wunderbare Synagoge mitMenschendarstellungen. das sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Es galt jedenfalls im Judentum immer diese Regel, "Du sollst dir kein Bildnis machen!". Am Rande will ich noch hinzufügen, dass es dann im 18. Jahrhundert zu einem Bruch kommt, als die Ghettomauern gesprengt werden: Da kommt es dann zu Malern wie Pissarro, Modigliani bis hin zu Liebermann oder Chagall. Ab da gibt es dann also einen großen Bruch: Von da an gibt es auch jüdische Maler. Vorher hat es quasi als Kompensation nur die großen Männer des Wortes und der Musik gegeben. In der christlichen Ikonographie war das hingegen immer ein Thema gewesen. im Christentum ist das anders, denn die Kirche hat keinen Wert darauf gelegt, dass das Kirchenvolk die Bibel selbst liest. Das ist ein markanter Unterschied zum Judentum. Denn im Judentum gibt es von Anfang an kein Geheimnis auf diesem Gebiet: Es gibt keine Priester, die hier mehr wissen als der einfache Mann. Es gibt nur das Lernen, Lernen, Lernen. Das hätte jetzt auch mit der PISA-Studie in Deutschland zu tun: Es geht um die Freude am Lernen. Jeder hat also im Judentum selbst Zugang zu den Quellen. Jeder kann lesen und lernen und predigen. Und kennt dann eigentlich die Bibel sogar auswendig. Jeder kann sie erklären und auslegen und diskutieren. Daher kommt auch das Lebhafte auf diesem Gebiet im Judentum. Wie ja auch Ismaels Nachkommen den Koran auswendig lernen müssen. Weil jedenfalls die Kirche keinen Verkünder aus dem Volk selbst wollte, hat sie Bilder geschaffen. Das ist sozusagen die Bibel aus Stein und Glas: die Rosetten, die großen Säulen in den Kathedralen usw. All das gibt dann dem Volk genug Geschichten. Diese Sintflut eignet sich ja auch märchenhaft für eine solche Darstellung für das kindliche Gemüt, für die Menschen in der mittelalterlichen Kirche. Daher kommt es, dass die Arche in der Kirchengeschichte zu einem Vorläufer der Kirche wurde. Noach wurde zu einem Vorläufer von Jesus, der für die gesamte Menschheit steht. Und es gibt die Taube, die mitteilt, dass alles wieder in Ordnung ist, dass die Menschen die Arche wieder verlassen können: Diese Taube ist in der Kirchengeschichte natürlich der Heilige Geist. Das Wasser wiederum wird zu einem Vorläufer der Taufe. Diese Geschichte ist also wie maßgeschneidert für die Ikonographie: Diese Geschichte von der Sintflut stellt quasi den Vorläufer der späteren Kirche dar. Noach schippert also dahin, 40 Tage lang regnet es ununterbrochenfurchtbare Fluten. Er kommt dann schließlich zu einem hohen Berg: Er macht die Luke auf, blickt hinaus, um zu sehen, wie es denn jetzt mit der Welt aussieht. Als Erstes schickt er einen Raben hinaus.
Weil er zäh ist, weil er widerstandsfähig ist. Nehmen Sie als anderesBeispiel die Geschichte um Elija in der Wüste: Der Rabe muss wirklich als sehr zäh gegolten haben. Ob das aber ein Rabe war, wie wir ihn heute kennen, will ich dahingestellt lassen. Denn als viele Jahrhunderte oder auch Jahrtausende später Elija in der Wüste auf dem Horeb am Verhungern ist, wer kommt da, wer tritt da auf? Ein Rabe, der ihm Essen bringt. Danach dann schickt Noach eine Taube aus. Die Taube ist dann wiederum ein viel zarteres Tier. Und eine Taube kommt auch immer wieder zurück, darauf kann man sich verlassen. Sie ist ja sehr zart und quasi schon ein Haustier. Die Taube kommt also zurück, weil sie keinen Platz findet, um sich woanders niederzulassen. Beim nächsten Mal aber kommt sie mit etwas in ihrem Schnabel zurück, sie kommt mit einem Olivenzweigzurück. Das ist auch ein kleines Symbol dafür, wo diese Geschichte eigentlich spielt, nämlich im Orient. Dies bedeutet, dass es auf der Erde in der Zwischenzeit wieder grün geworden sein muss. Wie gesagt, ich rechne diese Zeitangaben nicht einfach auf unsere heutigen Zeitangaben um. Ich weiß nicht, wie lange das gedauert hat. Es kann ja auch sein, dass die Bäume überhaupt überlebt haben, dass es also nicht erneut gegrünt hat, sondern schlicht die Bäume stehen geblieben waren. In den verschiedenen Erzählungen werden jedenfalls ganz unterschiedliche Angaben gemacht, wie lange Noach auf der Arche war. Wir wissen doch, dass über große Menschen große Legenden entstehen: je länger das her ist, umso größer werden auch die Legenden. So ist es eben auch bei Noach, bei Jesus oder bei den Rabbinern.
Wir sind nun in der Geschichte also so weit, dass er aussteigt und opfert. Ja, und zwar ganz von alleine. Das ist unglaublich wichtig. Gott will nämlich dieses ganze Opfern gar nicht. Statt dessen ist es dem Menschen ein Bedürfnis zu danken. Dann kommt es zu diesem großen Versprechen von Gott: Das heißt, Gott gibt Noach noch einmal die ganze Schöpfung in die Hand.

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tinimini 15.11.2014, 18:47
@tinimini

Wenn man das sehr sorgfältig liest, und zumindest der Originaltext gibt das auch her, stellt man Folgendes fest: Gott verspricht nicht, dass so etwas den Menschen nicht noch einmal passieren wird. Nein, das war ja auch keine Strafe dafür, dass sie ihm etwas angetan hätten. Es steht also nirgends geschrieben, dass den Menschen so etwas nicht noch einmal passiert. Im vorigen Jahrhundert wäre es ja beinahe schon wieder passiert, dass wir Menschen uns gegenseitig ausrotten. Ja, so etwas kann also erneut passieren. Dies verspricht Gott also nicht, er sagt aber etwas anderes. Er sagt, er wird die Erde, den Erdball, das Weltall bestehen lassen.

Ja, er wird nicht noch einmal so in die Natur eingreifen. Aber er gibt keineswegs das Versprechen, wie das viele Menschen Jahrhunderte lang dachten, dass uns Menschen so etwas nie mehr passieren könnte. Es kann uns also auch weiterhin durch unsere eigene Schuld alles Mögliche passieren. Es gibt dann eben einerseits das Versprechen, dass Gott Noach die Schöpfung in die Hand gibt. Anderseits ist dies aber auch mit derVerpflichtung verbunden, dass der Mensch auch Sorge zu tragen hat für diese Schöpfung, dass er sich um sie kümmern muss. Das heißt also, auch die Pflege der Schöpfung ist dem Menschen damit anheim gegeben. Der Mensch muss die Erde verwalten, gestalten, entfalten usw. An dieser Stelle der Genesis hat ja leider Martin Luther sosehr falsch übersetzt: Denn "Macht euch die Erde untertan" ist eine grauenhafte Fehlübersetzung. Hier bei Noach kommt also noch einmal dasGleiche wie bei der Erschaffung der Welt. Es geht um das Entfalten, Gestalten, Verwalten der Erde, denn sie gehört Gott. Das ist also ein positiver Schritt und damit ist eben nicht gemeint, dass derMensch die anderen Geschöpfe unterjochen soll, wie immer wiederbehauptet worden ist. Ja, keine Rede, im Gegenteil. Es geht hier ja auch um etwas, das ganz allgemein bekannt ist aus dem Orient, und nicht nur von dort. Derjenige, derzuerst da ist, wird von demjenigen umsorgt und betreut, der nach ihmkommt. Heute haben wir andere Begriffe dafür, aber früher war es so, dassdie Kinder automatisch für die Eltern sorgen mussten, wenn sie alt wurden. Es gab früher ja keine Krankenkasse oder Altersversorgung. Die Kinder mussten stattdessen für die Alten sorgen. Und deswegen brauchte man ja auch dringend Kinder. Damals war das eben noch anders als heute, woman sich sagt, dass das ganz egal sei; man kann einfach zur Krankenkasse und quasi zum Herrn Riester gehen. Die Kinder waren also früher die Krankenkasse und die Altersversorgung. Die Kinder verhielten sich also ihren eigenen Eltern gegenüber so, wie sie hofften, dass sich dereinst ihre Kinder wiederum ihnen gegenüber verhalten werden. Das ist Nachhaltigkeit! Noach wird also danach zum Ackerbauern und sogar zum Weinbauern. Ja, seine Leistungen auf dieser neuen Erde werden in der Tat groß herausgestellt: Er erfindet den Pflug und fängt an, ein Bauer zu werden. Dies, und das ist quasi ein "schöner" Gruß an die Feministinnen, ändert dann natürlich auch den Status der Frau. Denn Sammeln kann eine Frau genauso gut wie ein Mann: auch wenn sie einen dicken Bauch hat oder ein Kind auf dem Arm trägt. Aber ein Cowboy sein, ein Bauer sein und sich austüfteln müssen, wie man pflügt, erntet oder meinetwegen ein Schaf auf dem Rücken trägt, das kann eine Frau nicht, wenn sie schwanger ist und bereits drei Kinder hat. Aus diesem Grundverändern sich hier also die Möglichkeiten der Frau und es verändert sich auch das Verhältnis der Frau dem Mann gegenüber – und umgekehrtnatürlich auch. Die nächste Stufe sind dann die Städtebauer: Das steht ja alles geschrieben in der Bibel. Der übernächste Schritt war dann der Eingriff in die Natur: der Jäger. Das ist der Mann, der ein Instrument entwickelt, was es bis dahin ja noch nicht gegeben hatte. Dies alles wiederholt sich nun in einem guten Sinne dergestalt, dass unser Noach hier jetzt einen Pflug erfindet, womit er die Erde umwälzen kann, nachdem sie nass und feucht ist. Und er pflanzt einen Weinberg. Dieser Weinberg ist mir sehr wichtig, denn es stellt sich doch die Frage, warum hier gerade von einem Weinbergdie Rede ist, denn das hätte ja auch etwas anderes sein können. Der Wein ist nämlich im Orient Symbol für alles Mögliche: Er ist Kelch des Leides ebenso wie der Kelch der Freude. Dies findet sich im Neuen wie im Alten Testament. All das wird immer wieder mit dem Symbol des Weines ausgedrückt. Im Christentum wird sehr viel mit dem Symbol des Weines ausgedrückt. Genau darum habe ich darauf hinweisen wollen, dass Noach eben einen Weinberg gepflanzt hat. Er hätte ja auch der ersteOlivenhainpflanzer sein können: Damit wäre er bestimmt auch wichtig gewesen. Nein, der Wein drückt noch mehr aus, bietet noch mehr Möglichkeiten als Symbol,denn Noach hat doch drei Söhne: Sem, Ham und Jafet.

Zum Schluss besäuft sich Noach und steht ziemlich elend da.

Das ist an und für sich nichts Schlimmes, das kommt schon mal vor.

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tinimini 15.11.2014, 18:48
@tinimini

Nein, das Schlimme ist dieser Sohn, und das ist eben ein großes Rätsel. Alle Menschen sind zu dem Zeitpunkt unserer Geschichte noch nackt: auch dieser eine Sohne ebenso wie die anderen Söhne von Noach. In der Sixtinischen Kapelle sind sie alle vier nackt dargestellt. Was ist also passiert, was ist die Sünde dieseSohnes? Er macht ein Gelächter daraus.
Er spottet über seinen Vater: "Du hast besoffen herumgelegen!" Genau. Die Sünde besteht also nicht etwa darin, dass er ihn nackt sehen würde und ihn hätte zudecken müssen. Nein, er hat ihn besoffen gesehen und macht ihn dann lächerlich. Ja, er schreit: "Hey Leute, schaut auch mal hier den Alten an!" Das ist eigentlich schon das Ende von Noach. Ja, das, was ihm hier so wehtut, ist die Beschämung, die Denunziation. Die anderen Söhne bedecken ihn dann !Noah schimpft über den eigenen Sohn den Spötter!

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