Filialschließung - Kündigung

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn Sie einen Betriebsrat haben, beauftragen Sie diesen, denn der Betriebsrat ist originär zuständig (mitbestimmungspflichtig).

Parallel dazu sollten Sie sich unbedingt arbeitsrechtlich beraten lassen!

Als Gewerkschaftsmitglied wenden Sie sich sofort an die zuständige Gewerkschaft und lassen sich von denen (kostenlos!) arbeitsrechtlich vertreten.

Sind Sie kein Gewerkschaftsmitglied sollten Sie sofort einen Fachanwalt für Arbeitsrecht einzuschalten.

Fazit:

Wenn der Arbeitgeber die Kündigung schriftlich ausspricht sollten Sie umgehend eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen.

Anspruch auf Abfindung?

Eine Abfindung kann im Rahmen der Küpndigungsschutzklage vom Arbeitsgericht zuerkannt werden.

Mehrarbeit auszahlen:

Durch den Arbeitgeber angeordnete Mehrarbeit muss ausbezahlt werden, wenn diese nicht in Gutzeit ausgeglichen wurde. Der Arbeitnehmer muss belegen können, dass die Mehrarbeit auf Anordnung des Arbeitgebers geleistet wurde.

Peter Kleinsorge

Anspruch auf Abfindung gibts leider nicht. Die kann nur ausgehandelt werden, falls eine Kündigung nicht rechtmäßig sein sollte, der Arbeitgeber aber das Arbeitsverhältnis dennoch beenden möchte. Würde auf jeden Fall Rechtsbeistand einholen und das zügig, weil für eine Kündigungschutzklage nur drei Wochen Zeit bleiben. Also entweder zur Gewerkschaft (wenn Du drin bist) oder zu einem Arbeitsrechtler. Der/die kann Dich zumindest beraten, ob es Optionen gibt. Ist immer individuell vom Arbeitsvertrag, Situation etc, abhängig.

Meine Mutter ist da ziemlich blauäugig und unbedarft.

Die Frage ist, ob eine Kündigungsschutzklage was ausrichtet, wenn eben die Filiale schließt.

Es GÄBE (aber gäbe ist nicht gibt) die Option einer Pacht woanders, aber da wird wohl geschaut ob dies mgl. ist (Kosten/Nutzen).

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Es gibt keinen Rechtsanspruch auf eine Abfindung. Du hast kein Recht auf die Versetzung in eine andere Filiale, außer es steht etwas anderen im Arbeitsvertrag. Selbst wenn im AV die Versetzung möglich ist, wenn dort kein Personalbedarf besteht, keine Chance. Mehrarbeit/ Überstunden werden entweder durch Freistellung abgegolten oder ausgezahlt.

KÜNDIGUNGSFRIST BEACHTEN! Quelle: http://dejure.org/gesetze/BGB/622.html - 4. zehn Jahre bestanden hat, vier Monate zum Ende eines Kalendermonats,

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@Ladenstuebchen

Gilt dies auch, wenn die Filiale einen Monat vor Ablauf der 4 Monatigen Frist schließt?

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@Thea25

Ja, weil dies nichts mit der Filiale, sondern mit dem Unternehmen zu tun hat. Und das Unternehmen gibt es ja noch! Es muss also die gesamte Kündigungszeit bezahlt werden.

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(3) [...] u.s.w.

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