Fiktives Einkommen?

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4 Antworten

Diesem Antrag wird kein Richter folgen. Er hat einen festen Arbeitsplatz und bemüht sich, durch den Lehrgang, ein höheres Einkommen zu erzielen. Damit hat er erst mal seine Pflicht erfüllt. Die Anträge der gegnerischen Anwältin den Lehrgang abzubrechen kann man getrost ignorieren.

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Kommentar von Menuett
17.10.2016, 12:24

Wenn er Schlosser ist, dann ist er in der Lage, den Mindestunterhalt zu zahlen.

Schlosser ist ein Mangelberuf. Außerdem hätte er einen Nebenjob annehmen können und eine Haushaltsersparnis wurde auch nicht angerechnet.

Hier ist noch ordentlich Luft nach oben.

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Wenn die Kinder noch minderjährig sind, besteht für den Mann eine erhöhte Erwerbsobliegenheit - er muss alles ihm Mögliche unternehmen, um den Kindern wenigstens den Mindestunterhalt zahlen zu können, ggf. auch einen Nebenjob annehmen...

Kommt er der Verpflichtung nicht nach, könnte ihm von gerichtlicher Seite tatsächlich ein fiktives Einkommen angerechnet werden, nach dem dann der Unterhalt berechnet wird.

Zwar kann nicht verlangt werden, dass er einen Lehrgang o.ä. abbricht, aber das fiktive Einkommen orientiert sich an dem Einkommen, das er in seinem erlernten Beruf erzielen könnte..., danach kann der Unterhalt dann "tituliert" werden. 

Wenn der Mann den titulierten Unterhalt dann während des Lehrgangs ggf. nicht zahlen kann, so häuft er Unterhaltsschulden an, die auch  später noch von ihm eingefordert werden könnten (Verjährungsfrist 30 Jahre).

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Kommentar von anettstr
17.10.2016, 13:08

er arbeitet ja. kann aber von dem verdienst eben nur 250€ und liegt damit schon weit unter dem selbstbehalt. kann man denn jemandem, der 18 jahre nicht in dem beruf gearbeitet hat dazu zwingen, in dem erlernten beruf zu arbeiten, obwohl da keine chance besteht, höchstens als hilfsarbeiter? der erlernte beruf ist doch eigentlich arbeitsmarktechnisch hinfällig. er müsste dann auch seinen jetzigen beruf kündigen, um dann einen noch niedrigeren hilfsarbeiterlohn zu bekommen? auch die vom jugendamt geforderte anzahl der bewerbungen hat er weit überschritten. das war der richtwert. der richter kann sich doch nicht darauf berufen, dass es nicht ausreicht, wenn nie eine konkrete anzahl genannt wurde, außer eben  vom jugendamt. man kann das doch auch nicht an der anzahl der bewerbungen festmachen, sondern eher an der ernsthaftigkeit.

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Wenn er tatsächlich Schlosser gelernt hat, dann kann er in einem Beruf arbeiten, in dem er den vollständigen Unterhalt zahlen kann.

Schlosser ist ein Mangelberuf, wenn er da keinen Job bekommt, dann ist da etwas faul. Kann er sämliche Bewerbungen und Ablehnungen nachweisen?

250€ für zwei Kinder? Heißt das, dass er nur 1330€ netto verdient? Wenn er mit Dir zusammenlebt, müßte der Selbstbehalt um den Haushaltsvorteil gekürzt werden.

Warum wurde er nicht aufgefordert, sich einen Nebenjob zu suchen, rspt. warum hat er das nicht gemacht?

Wenn er nicht nachweisen kann, dass er sich da sehr bemüht hat, dann kann tatsächlich ein fiktives Einkommen angerechnet werden.

Das ist ja auch richtig so, von 250€ im Monat bekommt man keine 2 Kinder groß.

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Kommentar von anettstr
17.10.2016, 12:42

bitte genau lesen. der mann hat nach der lehre nur 1 jahr in dem beruf gearbeitet, danach 18 jahre nicht mehr. ob man da noch von einem beruf reden kann? die kinder müssen auch nicht von 250€ im monat leben, sondern haben noch unterhaltsvorschuss von 300€ und staatl. kindergeld von 380€..macht pro kind 465€. und nein, er lebt nicht mit mir zusammen. und er verdient nur 1100€ und bezahlt davon freiwillig 250€.

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Da sollten Sie wirklich einen Rechtsbeistand aufsuchen. Fair fände ich es nicht. Und irgendwie auch...bescheuert. 

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