Rechtsfrage - was würdet ihr sagen?

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6 Antworten

Ganz grundsätzlich kann man den Betrag von A einfordern und A muss das auch bezahlen. Mal abgesehen davon, dass A hier einen Betrug begangen hat, also eine Straftat, gehen immer Menschen Verträge ein und keine Namen. Soll bedeuten: Nicht derjenige hat bestellt, der als Name eingegeben wurde, sondern derjenige, der die Tasten gedrückt hat.

Wenn A keine Erlaubnis hatte, so etwas für B zu tun (also keine Vollmacht), dann hat er widerrechtlich Schäden verursacht und diese muss er bezahlen. So einfach ist das.

Ein Knackpunkt könnte sein, dass man A das nur schwer beweisen kann. Wenn A sagt, dass B das gekauft hat und A zum Geburtstag geschenkt hat, wird das ganze durchaus kompliziert. Nicht aus rechtlicher Sicht, sondern einfach weil B seinen Anspruch auch beweisen muss vor Gericht.

Achja: Die Minderjährigkeit spielt keine Rolle mehr. Mit der Zahlung hat B das alles am Ende anerkannt gegenüber dem Händler. Der Zug ist leider abgefahren. Man muss sich nun an A wenden.

Ggf. auch an die Eltern, die da mal dem A den Kopf waschen.

Dem A. ist grundsätzlich in die Pflicht zu nehmen.

Auch wegen der Vorsätzlichkeit ist ein solches Handeln Identitätsdiebstahl und wegen Betrug belangt werden.

Bley 1914

Geltend machen kann man viel - ich sehe hier aber keine rechtliche Grundlage warum Person A den Schaden ersetzen müsste.

mepeisen 24.02.2017, 06:45

Hmmm. Du müsstest es besser wissen, franneck. Natürlich muss A den Schaden vollständig ersetzen, denn er hatte nie die Vollmacht, so etwas zu tun.

Die Frage ist einzig und alleine, ob man das beweisen kann, was da statt fand.

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bei Ebay bestellt man nicht einfach so 

wenn Person auch zahlen sollte so hat er es einfach versäumt - und ist dafür verantwortlich

Er kann nicht nur die Kosten geltend machen, sondern ihn auch wegen Identitätsdiebstahl anzeigen.

uni1234 23.02.2017, 19:04

Identitätsdiebstahl steht bestimmt in § 242a StGB, direkt hinter Diebstahl oder? Komisch.. da find ichs nicht. Ach ja... das gibt es ja gar nicht

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mepeisen 24.02.2017, 06:43
@neuernutzer31

Der Hans erzählt hier bei GF des Öfteren Unfug. Als Community-Experte für Recht ist das besonders witzig, was er da so schreibt.

Tatsächlich in Frage komm hier ggf. eine Variante des Betruges. Der 269er kann auch in Frage kommen. So sieht es das KG Berlin, 22.07.2009 - (4) 1 Ss 181/09 (130/09)

Den "Identitätsdiebstahl" gibt es als eigenen Straftatbestand schlichtweg nicht, wie ihr richtig gesagt habt. Es ergibt auch keinen Sinn, so etwas unter Strafe zu stellen, da es immer andere Tatbestände gibt, die zusammen damit erfüllt werden.

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Fiktive Fälle beantworte ich nicht, nur reale.

neuernutzer31 23.02.2017, 17:19

Dies ist ein realer Fall.

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