fichte pflanzen, wieviel abstand muss man einhalten?

5 Antworten

Fichten wachsen sehr schnell und werden riesengroß. Brechen leicht mal ganz oben bei Sturm.

Enger Pflanz-Abstand (3m) und viele Fichten auf einer Fläche lassen die Bäume hochschießen und sehr grade wachsen (Nutzholz oder Weihnachtsbäume in ca. 7 Jahren).

Fichte als Hecke ist untauglich, wird nach paar Jahren unten sehr breit und dann kahl.

Wenn Dir der Acker gehört (Grundbucheintrag liegt auf Dich vor), dann kannst Du pflanzen was Du willst, aber...

.. es hat sich bewährt an die unmittelbaren Nachbarn zu denken, denen vielleicht in paar Jahren bei Sturm die hohen Fichten aufs Grundstück fallen (Fichten wurzeln flach).

Mußte meine 4 Fichten sämtlich "abbauen" lassen, sie sahen nach 15 Jahren sehr blöde aus, dürr und harzig, Abstand war 4 m (wegen Hängematte), 1800 Euro, Seilklettertechnik, Fällen wegen Gefährdung der Nachbargrundstücke schied aus.

Pflanz einen Mammutbaum, tolles Gewächs und sturmfest.

John

sehr informative antwort, rechtherzlichen dank ! nur das mit den 1800€ habe ich nicht verstanden ?

ich bin auch langsam am überlegen, verschiedene bäume zu pflanzen, je ein viertel fichte, birke, erle

meinste auf 3000qm krieg ich 800 bäume drauf ?

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Die Frage ist: Mit welchem Ziel willst Du Fichten pflanzen? Als Weihnachtsbäume zum verkaufen? Oder als Wald, Nutzholz? Oder einfach nur, weil es schön aussieht?

Wenn Du gerades Nutzholz heran ziehen willst, pflanzt Du zunächst eng, etwa in 2 m Abstand. Im Laufe der Jahre lichtest Du dann nach und nach aus, so dass die verbleibenden Bäume allmählich etwas mehr Platz bekommen, aber nur immer nur so viel, dass sie weiter gerade nach dem Licht wachsen.

So ein Wald mit nur einer Art lässt sich gut und übersichtlich bewirtschaften. Er ist aber auch anfälliger. Reine Nadelholzwälder entzünden sich leichter. Und wenn Du einen Schädling rein bekommst, der auf Fichte spezialisiert ist, kannst Du sehr schnell den ganzen Bestand verlieren, weil die Käfer oder was auch immer finden in der Monokultur das reinste Schlaraffenland.

Besser aber auch zeitaufwändiger ist da eine Mischkultur, also dass sich verschiedene Laub- und Nadelgehölze immer wieder abwechseln. Schaderreger breiten sich da nicht so stark aus, durch die Vielfalt haben sie in einem Mischwald auch mehr natürliche Feinde. Es ist aber schwieriger, in einem bunten Mischwald ausschließlich gerades Holz heran zu ziehen, zumal die Arten auch verschieden schnell wachsen.

Als Weihnachtsbaumplantage sollte das erlaubt sein , aber 800 Bäume auf 3000m² sind zuviel . Wenn es der Brennholzgewinnung dienen soll nimm lieber Bäume die Du auf den STock sezen kannst , also alle paar Jahre absägen und sie wachsen dann wieder nach . Weide , Erle , Linde und einige Ahörner können das . Ein paar Birken oder Pappeln für schnelles Holz , aber die Birken treiben nach dem Holzen nicht mehr aus .

Eine Fichte mit 50 cm Durchmesser und etwa 3 Festmeter Holzmasse braucht einen Kronendurchmesser von mindestens 6 m. Wenn so das Ziel aussehen soll, dann müssen die Bäume im Endbestand eben einen Abstand von 6 m haben.

Vergiss diese Sch... Fichten pflanze lieber einen Mischwald an die Fichten sind so empfindlich was Wind Trockenheit und Schädlinge betrifft

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