FI-Schutzschalter einbauen > Sicherungskasten ist nicht tief genug

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Wenn es der VDE Vorschrift entsprechen soll, müsste es schon komplett getauscht werden. Flachere FI`s gibt es meines Wissens nach nicht. Hast du noch Schraubsicherungen drin? Ist nur der FI kaputt?

Schraubsicherungen ja, da war bisher nie ein FI drin.

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@hpoegl

Musst du zwar nicht tauschen, (weil der Bestandsschutz von damals ist erfüllt) wäre aber schon besser weil es einfach sicherer ist. (Wenn echt mal was defekt ist). Aber wie gesagt, flachere FI`s gibt es nicht, da diese genormt sind. Ich würde einmal alles vom Fachmann machen lassen.

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In der Regel ist es so, dass die schrauben tief genug im FI versenkt sind, dass dieser, selbst wenn die schrauben offen liegen, als Fingersicher gilt.

ich habe das schon mehfach gesehen, dass kollegen die Abdeckung rund um den FI entsprechend weit ausgeschnitten, und dann die schraubenlöcher mit Isolierband abgedeckt haben.

Der Austausch des "Sicherungskastens" wäre wenn er so alt ist vieleicht die sinnigre alternative. die frage ist nur, was ist der "sicherungskasten" handlt es sich hier nur um eine verteilung, oder um eine komplette Zähleranlage.

wenn letzters zutrifft, dann brauchst du für den neuen kasten eine menge platz. ein einfamilienkasten z.B. ist 55 cm breit, 95 cm hoch und ca 22 cm tief.

Beim Wechsel des Kastens gibt es eine menge zu beachten. das fängt beim ort der aufhängung an. hier stellen die energieversorger ganz spezielle anforderungen. der kasten muss innerhalb eines frei zugänglichen raumes im haus installiert außerdem sollte "ausreichend" tageslicht am montageort sein. wichtiger ist jedoch, dass der komplette kasten über einer sicheren ebenen Standfläche, die mindestens 1 m von der vorderkante des Kastens weg reicht installiert sein.

als nächstes ist die frage nach der erdung. oftmals ist diese in altanlagen mangelhaft ausgeführt. richtig ist nach aktuellem stand (TNC-Netz) folgendes:

je nach installationssituation ist von der entsprechenden sammelschiene im unteren zähleranschlussraum oder von der klemme im hausanschlusskasten aus ein schutzleiter mit dem entsprechenden querschnitt der hauptanschlussleitung (mindestens jedoch 16 mm² CU direkt zum Potenzialausgleich zu verlegen. an diesen müssen außer dem fundamenterder angeschlossen sein:

  • Wasseruhr (zu- und abgang)
  • Warnwasser (boilerabgang)
  • Zirkulationsleitung
  • Heizkessel
  • Heizungsleitungen (vor und Rücklauf)
  • Antennenmast / satelitenschüssel

ist eine freileitungsanlage vorhanden lohnt sich der einsatz eines überspannungsableiters. das gerät wird neben den SLS schalter auf die sammelschienen gesetzt. wichtig ist in diesem falle, dass eine seperate leitung vom ableiter zum PA zu verlegen ist.

außerdem sollte in diesem falle daran gedacht werden, den neuen zählerkasten im keller zu setzen...

fazit: lass nen elektriker gucken !

Danke für die ausführliche Beschreibung. Es handelt sich um einen Verteilerkasten in der Wohnung, der, auch in der Verdrahtung, der 1978 gültigen Norm entspricht. Ich habe hier nachgefragt, da alle 50 Wohneinheiten im Gebäude bei dem Versuch, einen FI-Schutz-schalter einzubauen, das gleiche Problem haben. Bei Kosten von 200 Euro aufwärts wird da mancher lieber drauf verzichten.

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Ist der Kasten von der Tür bis zur Rückwand nur 65mm tief?

Dann passt es tatsächlich nicht. Letztendlich muss aber sowieso ein Elektroinstallateur die Anlage begutachten und die Möglichkeiten der Modernisierung herausarbeiten.

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