Frage zu England?

7 Antworten

Doch, hatten sie. Die Sachsen waren ein germanischer Stamm, der im Gebiet des heutigen Nordwestdeutschlands und der Niederlanden siedelte. Während der Völkerwanderungszeit wanderten sie in Britannien ein, gemeinsam mit einem weiteren Stamm, den Angeln. Man nennt die germanischen Siedler deshalb auch Angelsachsen. Von den Angeln leitet sich übrigens auch der heutige Name "England" ab, einer Kurzform von "Angelland".

Die in Obergermanien verbliebenen Sachsen und Angeln wurden im Jahre 804 von Karl dem Großen erobert und damit Teil des Frankenreiches. Als nach dem Tode Ludwigs des Frommen das Frankenreich geteilt wurde, wurde das Gebiet der Sachsen Teil des Ostfrankenreiches, welches sich später zum heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen entwickeln sollte. Der erste Deutsche König und spätere Kaiser dieses Reiches war übrigens auch ein Sachse: Otto der Große.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium der Geschichts- und Religionswissenschaften

Ursprünglich war Britannien rein keltisch besiedelt und blieb es zunächst auch unter der römischen Herrschaft.

Als die Römer sich mehr und mehr zurückzogen, gabe es zwei mögliche Szenarien, über die sich die Historiker nicht so ganz einig sind:
1) Schon vor den Wikingern und Normannen machten einige deutsche Küstenstämme, insbesondere Sachsen und Angeln (aus der immmer noch so heißenden Landschaft nördlich Kiels) Plünderfahrten nach Britannien, da dort durch die abgezogenen Römer ein Machtvakuum entstanden ist. Einige ließen sich da ganz nieder und übernahmen die Herrschaft.

2) Die Römer warben Hilfstruppen (foederati) aus Angeln und Sachsen an, um anstatt der regulären und abgezogenen Legionen die römischen Siedlungen gegen die nicht weniger kriegerischen Kelten zu schützen. Es gibt in gallischen Chroniken Hinweise darauf, dass die Insel dann etwa 440/41 zu großen Teilen unter angelsächsische Herrschaft kam – vermutlich durch eine Rebellion der foederati.

Jedenfalls bestand die die Insel beherrrschende Gruppe, aus der sich dann auch der erste britische Adel entwickelte, aus Angeln und Sachsen und es entwickelte sich unter der angelsächsischen Herrschaft die angelsächsische Sprache, während das Keltische mehr und mehr an die Ränder der Insel gedrängt wurde. Nicht zuletzt daher gibt es viele Worte, die im Englischen und im Deutschen auf den selben alten Wortstamm zurückzuführen sind.

Nicht Sachsen, sondern Angelsachsen. Es waren Einwanderer aus Norden Deutschlands aus den Regionen Jütland und Angeln. Zuerst waren es Überfälle später sind die Menschen geblieben.

Damals war es noch nicht England, sondern Britannien.

Erst nachdem die Angelsachsen schon eine Weile dort waren, wurde aus dem „Angelnland“ England.

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