Feuchtigkeit beim Wandern?

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3 Antworten

Feuchtigkeit ist immer ein großes Problem. Vor allem in Verbindung mit Wind. Um dem vorzubeugen gibt es ein paar Dinge die man beachten sollte. Schon wenn man seinen Rucksack packt sollte man alles in Plastiktüten einpacken, da der Rucksack bei starkem Regen oder lang anhaltender Feuchtigkeit nicht unendlich lange dicht bleibt. Dann ist es falls man nass wird besonders wichtig, dass es auch Zeiten gibt, zu denen man komplett trocken ist. Um Nachts die Kälte zu vermeiden sollte man darauf achten, dass besonders der Schlafsack trocken bleibt. Bei großer Luftfeuchtigkeit empfiehlt es sich den Schlafsack nachts in einen Biwaksack oder eine große Mülltüte zu stecken, da sich die Feuchtigkeit nachts in form von Tau niederschlägt. Zudem sollte der Schlafsack nicht zu dick sein, da man sonnst durch den eigenen Schweiß auch den Schlafsack nass macht. Wenn man schlafen geht sollte man sich unbedingt neue Klamotten anziehen, welche trocken sind. Sind sie auch nur leicht feucht wird man vermutlich die ganze Nacht lang frieren. Besonders wichtig sind hierbei die Socken! Auch eine Mütze beim Schlafen hilft beim behalten der Wärme. Über den Kopf verliert man nämlich zwischen 30 und 40% der Wärme. Die Klamotten für den nächsten Tag kann man unten in den Schlafsack stopfen, sann werden diese schon gleich vorgewärmt und mann verliert am nächsten Morgen nicht so viel Wärme. Ist der Schlafsack von vornherein zu lang sollte man ihn entweder mit Wäsche ausstopfen oder das Ende abbinden, da sonst Wärme unnötig verschwendet wird. Vor dem Schlafengehen gilt es auch die für einen persönlich beste Kleidungsdicke zu finden. Trägt man weniger Kleidung wird der Schlafsack schneller warm. Ist die Kleidung dicker (lieber mehr Schichten als dicker, wegen des Zwiebeleffektes) ist die Endtemperatur etwas höher. Deswegen empfiehlt sich meist ein Zwischending. Beim kauf der Regenjacke kannst du auch auf die Wassersäule achten. Die gibt an, nach welcher menge Wasser sie undicht wird. Diese Tricks haben mir in meiner langjährigen Pfadfinderzeit schon oft geholfen. Ich hoffe du bist von der ganzen Theorie nicht erschlagen. Viel Spaß beim Wandern :)

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Aus meiner Pfadfinder- und BW-Zeit weiß ich noch, dass man selbst bei niedrigen Temperaturen immer mit möglichst wenig Kleidung in den Schlafsack krabbeln sollte. Unterwäsche und ein Paar Socken genügen. Die übrige Kleidung haben wir, vor allem bei tiefen Temperaturen, auf den Schlafsack gelegt.

Einmal haben wir im Winter biwackiert. Und da half ein weiterer Trick: man nehme einen Kochtopf, plaziere ihn an einer ungefährlichen Stelle im Zelt und stelle eine dicke, brennende Kerze hinein. Nicht schlecht sind diese dicken Friedhofskerzen. Man sollte nicht glauben, wie diese kleine Flamme ein 2- oder 3-Mann Zelt temperieren kann. Immerhin haben wir damit Temperaturen von -15°C schadlos überstanden.

Für Extremsituationen gibt es Schlafsäcke, die bis -40°C ausgelegt sind. Aber auch da müssen einige begleitende Maßnahmen beachtet werden.

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Bei den Polaraktionen gibt es zwar große Kälte, aber keine Feuchtigkeit

Langanhaltende Feuchtigkeit ist immer ein Problem bei jeglichem Wärmeschutz

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