Feuchter Kellerraum, besteht die Möglichkeit ihn von innen trockenzulegen?

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Hallo,

die Wände anstreichen hat folgende Nachteile:

1) Veränderung am Eigentum jemand anderen (Hauseigentümer) und auch noch die Haftung, wenn etwas schiefgeht.

2) Man kann ein Gebäude nicht immun machen gegen Schimmel usw. denn dem Schimmel reicht etwas Staub aus der Luft (immer vorhanden), aber er braucht Feuchte

3) Die Chemie kann die Gesundheit schädigen und auch das Mauerwerk

4) Es transportiert keine Feuchte ab

5) Gegen die Feuchte aus der Luft hilft es nicht, auch wenn etwas anderes behauptet wird, es zeigt nämlich die Erfahrung.

In Ihrem Fall kann ich raten: Nichts direkt auf den Boden stellen, sondern auf Paletten oder auf Steine. Auch etwas Abstand zu den Wänden halten, ca. 10 cm.

Was gegen Feuchte hilft (vorausgesetzt, es kommt nicht in hohem Maße durch den Boden oder durch die Wand), das ist Lüften. Aber es gibt Zeiten, in denen die Außenluft effektiv feuchter ist als die Innenluft, und Zeiten, in denen sie effektiv viel trockener ist. Hygrometer, Flaschentest und Lüftungsempfehlungen ("außen mind. um x Grad C kälter") haben sich bei wissenschaftlichen Untersuchungen als sehr unzureichend erwiesen.

Es gibt elektronische Feuchte-Regler, welche die Situation richtig erkennen. Ich habe welche von enwilec gefunden, es gibt sie bei einigen Händlern oder bei Maico (Hersteller von Ventilatoren, nach Kellerfeuchte-Regler fragen).

Viel Erfolg und bei Bedarf nochmals fragen!

Hallo alphaclasch, wie das rechtlich mit den trockenen Kellerabteilen in Altbauten aussieht, das weiß ich nicht. Ich kann mir aber schwer vorstellen, dass man ein Anrecht darauf hat, denn dann könnten bestimmt mehr als zwei Drittel aller Altbaumieter in Deutschland einen trockenen Keller einklagen. Zu der Feuchte im Keller: Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten einen Keller von innen abzudichten. Zuerst ist allerdings zu sagen, dass ein unbeheizter Keller nicht als Lagerstätte für organische oder feuchteempfindliche Materialien zu gebrauchen ist. Man kann die Wände dämmen und abdichten, genauso den Boden und die Decke. Allerdings muss ein Keller, der als Lagerstätte für ober erwähnte Materialien benutzt werden soll, beheizt oder künstlich getrocknet werden. Das Problem mit der Kondensatfeuchte hast du bestimmt schon öfter mal gelesen. Kurz: Kalte Luft kann wesentlich weniger Wasser aufnehmen als warme Luft. Du kannst dir Luft wie einen Schwamm denken der, wenn er kalt wird, sich zusammenzieht und somit das Wasser rauspresst. Im Sommer ist der Keller kalt und draußen ist es warm. Warme Luft von außen dringt ein, verhält sich wie dieser Schwamm und gibt die Feuchtigkeit ab. Somit ist gerade das Lüften im Sommer tödlich. Zum abdichten des Kellers: Wenn viel Feuchtigkeit in den Keller über die Bauteile und nicht über die Luft eindringt, dann hängt die Wahl der Abdichtungsmethode von sehr vielen Faktoren ab. Durch einen zusätzlichen Sanierputz nach einer Abdichtungsmaßnahme kann, je nach PutzHersteller, sehr viel Wasser vorübergehend "eingelagert" werden und somit ein gutes Kellerklima erheblich gefördert werden. Jedoch würde ich auch dann nicht meine Kopfkissen im Keller lagern, solange er nicht regelmäßig beheizt wird. Abschließend bist du leider "nur" Mieter und so eine Maßnahme ist nie ganz billig. Da muss erst der Vermieter überzeugt werden.

Nochmals Hallo,

man kann natürlich auch Entfeuchtungsgeräte vewenden (wie Bautrockner), aber das würde auf Dauer deutliche Stromkosten verursachen.

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