Feuchte Fensterscheibe und leicht schimmliger Putz

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Richtig lüften:

Fenster weit auf, am besten sogar 2 Fenster quer durch die Wohnung (= Durchzug).

Nach wenigen Minuten Fenster wieder komplett zu. So hast du schnell die feuchte Luft ausgetauscht, verlierst aber nicht viel Wärmeenergie. Die neue Luft erwärmt sich sofort an deinen Wänden und Möbeln.

Das ganze mehrfach täglich. Besonders nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen. Und dazwischen halt je nach Anwesenheit und Bedarf (Kochen, Backen...).

Niemals die Fenster auf Kipp!

So sollten sich alle deine Probleme automatisch lösen :)

Danke für die hilfreiche Antwort :)

Wieso sollte man das Fenster nicht abkippen? :)

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@gildenboss

Bei gekippten Fenstern hast du kaum einen Luftaustausch. Es geht aber trotzdem viel Wärme verloren. So geht die Wärme raus, die Feuchtigkeit bleibt aber drin. Das ist genau das Gegenteil von dem, was du haben willst.

Schlimmer noch: Im Fensterbereich (rechts, links und oberhalb des Fensters) wird die Wand kalt. Dort setzt sich dann meistens die Feuchtigkeit ab und es entsteht Schimmel.

Daher immer kurz aber knackig lüften, und ansonsten alles geschlossen halten :o) So sparst du im Schnitt Energie, hast frische Luft und keine Feuchtigkeit.

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@napoloni

Wärme beschreibt übrigens der Schwingungszustand von Teilchen. Wenn am gekippten Fenster wenig Luftaustausch stattfindet, dann können auch wenig Luftteilchen mit erhöhtem Schwingungszustand (also Wärme) nach draußen gelangen. Wo also bitteschön geht denn viel Wärme verloren, wenn kaum Luftaustausch stattfindet?

Da Warmluft auch immer nach oben steigt, strömt am gekippten Fenster die Warmluft oben aus dem Zimmer raus und unten strömt am gekippten Fenster an den Seiten kühlere Luft ins Zimmer ein. Daher ist das Auskühlen des oberen Bereiches am Fenster rein pysikalisch nicht möglich!

Ich weiß nicht, aber glauben Sie das wirklich selbst, was Sie da schreiben?

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@Onki73

Versuch mal zu verstehen, warum Autoscheiben bzw. -dächer in der Nacht bei Plus-Temperaturen und klarem Himmel vereisen können. Wenn Dir das gelingt, siehst Du den Beitrag von Napoloni mit anderen Augen.

Übrigens: Teilchenbeschleuniger findet man nicht unbedingt beim Konditor.....;-))

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@Yorgos

Weil Autoscheiben und Autodächer im Strahlungsaustausch mit dem kalten Nachthimmel stehen und deshalb trotz Lufttemperaturen über Null Oberflächentemperaturen unter Null Grad Celsius aufweisen können. Trotzdem verstehe ich den Beitrag von Napoloni nicht besser... :-( Geht es da irgendwo um Strahlungsaustausch?

Der Teilchenbeschleuniger steht in Cern/Schweiz und beschleunigt Teilchen auf einer Bahn. Der Teilchenschwingungsbeschleuniger steht beim Bäcker und heißt Ofen. ;-)

Deshalb beschrieb ich auch die Wärme als Teilchenschwingung und nicht als Teilchenbewegung. Man muss auch mal auf die Details achten... ;-)

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@Onki73
Weil Autoscheiben und Autodächer im Strahlungsaustausch mit dem kalten Nachthimmel stehen und deshalb trotz Lufttemperaturen über Null Oberflächentemperaturen unter Null Grad Celsius aufweisen können.

Na also, hast Du Dir doch noch die richtige Passage ergockelt. Und genau das erklärt, warum Fensterleibungen bei offenen Fenstern auskühlen. Es gibt also doch noch Hoffnung......

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@Yorgos

Sowas brauche ich mir nicht ergoogeln, das ist inzwischen Rucksackwissen. Im Gegensatz, zum Autoblech, wo von hinten keine Wärme nachgeliefert werden kann (daher bildet sich schnell Reif, wie übrigens auch auf dem WDVS mit dünnem Putz), liefert das Mauerwerk der Fensterlaibung immer noch Wärme nach, so dass die Fensterlaibung nun nicht gleich dermaßen durch das gekippte Fenster unterkühlt wird, dass hier gleich Schimmel entsteht. Die kühle Außenluft hat in der Regel auch viel zu geringe Feuchten, um die Fensterlaibung zu befeuchten.

Der Schimmel entsteht dort aus dem Grund, weil die Warmluft des Heizkörpers durch das darüber befindliche Fensterbrett die untenliegende Bereiche der Fensterlaibungen nicht mehr erwärmen kann. An diesen kühlen Stellen der Fensterlaibung setzt sich nun Feuchte aus der viel feuchteren Wohnraumluft ab, NICHT die Feuchte von der trockeneren Außenluft!

Durch heutige schmale Fensterrahmen (8cm) fließt dicht an diesen im Mauerwerk ein starker Wärmestrom vorbei und sorgt für eine Unterkühlung der Fensterlaibung schon beim geschlossenem Fenster. Daher hege ich Zweifel, dass der Schimmel dort durch das gekippte Fenster kommt.

Als es noch Kastenfenster gab, musste die Wärme sich an 20-25cm dicken Kastenfesnter vorbeimogeln, da gab es kaum Probleme. Das Kastenfenster konnte man ja auch nicht kippen. Musste man ja auch nicht, weil die Flügel klein waren und beim Öffnen nicht einen Meter in den Wohnraum ragten.

Aber alles Alte ist ja heute schei** und muss durch neuen Mumpitz ersetzt werden...

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Blöderweise geben Wände und Holzmöbel neben der eingespeicherten Wärme auch gleich wieder die ebenfalls eingespeicherte Feuchte an die Raumluft ab (Thema: Feuchteausgleich). Daher ist die Luft schnell wieder warm, aber auch schnell wieder feucht.

Immer wieder lustig, Ihre göttlichen Tipps zu lesen...

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@Onki73
Blöderweise geben Wände und Holzmöbel neben der eingespeicherten Wärme auch gleich wieder die ebenfalls eingespeicherte Feuchte an die Raumluft ab

Ja, genau das wollen wir doch. Oder wollen wir Wände anfeuchten und verschimmeln lassen?

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@napoloni

Nee, verschimmeln lassen wollen wir natürlich nichts, aber der zeitliche Faktor der Be- und Entfeuchtung von porösen Baustoffen und Holz finden keine Beachtung.

Während die Befeuchtung der Baustoffe sehr schnell von sich geht, dauert die Entfeuchtung deutlich länger. Das sieht man schon daran, dass der Ziegelstein, der fünf Minuten im Wasser lag, deutlich länger als fünf Minuten braucht, um wieder zu trocknen. Man kann es mal mit einer genauen Waage nachmessen, wie viel Gramm Wasser der Ziegelstein in fünf Minuten aufnimmt, und wie lange es dauert, bis der Stein das Gewicht von vor der Wasseraufnahme wieder hat.

Nach dem Kochen, Duschen, Baden nehmen die Baustoffe also schnell und sehr viel Feuchte auf und geben diese nur sehr langsam wieder an die Umgebung ab (bei entsprechendem Feuchtegefälle). Daher hilft das hochgelobte Stoßlüften, bei übermäßiger Feuchte in den Wänden, etc. eben nicht mehr, weil die Wände in fünf Minuten Lüftung kaum die Feuchte abgeben können die sie zuvor in einem doch in der Regel längerem Zeitraum den Kochens, Duschens und Badens aufgenommen haben.

Nach dem Stoßlüften klettert die Luftfeuchte dann von beispielsweise 50% auf 70% und entfeuchtet damit Wände und Möbel etwas, bis zum nächsten Stoßlüften, wo die feuchte Luft nach draußen gejagt wird.

Das Problem ist nur, dass bei dieser Differenz von 50% auf 70% Luftfeuchte bei 20°C Zimmertemperatur gerade mal stolze 4g Wasser pro Kubikmeter Raumluft von den Baustoffen und Möbeln in die Raumluft über gehen.

Wirklich, eine stolze Leistung und ein großer Beitrag zur Entfeuchtung von Wohnräumen!!! 4g Wasser pro Kubikmeter Raumluft... SUPER!!!

Ist die Bude verschimmelt, stecken in porösen Baustoffen Wassermengen nicht mehr im Grammbereich, sondern im Kilogrammbereich! Bis zur "Schmerzgrenze" haben diese Baustoffe ihr Potential ausgereizt und Feuchte eingespeichert - oftmals über einen langen Zeitraum. Damit ist auch an der Aussenwand der Dämmwert hinüber und die innere Oberfläche der Wand ist mit der "normalen" Heizung nicht mehr warm zu bekommen. Daher wird die Feuchte dort auch bleiben, wenn nicht mit Wärmestrahlung die Wand getrocknet wird und/oder die Feuchte permanent über die Wohnungsbelüftung (leichte Fensterfugenlüftung ohne Zuglufterscheinungen) abgeführt wird.

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@Onki73
Das Problem ist nur, dass bei dieser Differenz von 50% auf 70% Luftfeuchte bei 20°C Zimmertemperatur gerade mal stolze 4g Wasser pro Kubikmeter Raumluft von den Baustoffen und Möbeln in die Raumluft über gehen....Wirklich, eine stolze Leistung und ein großer Beitrag zur Entfeuchtung von Wohnräumen!!! 4g Wasser pro Kubikmeter Raumluft... SUPER!!!

Schwachsinnige Antwort. Wenn du mit Zahlen arbeiten willst, dann überleg dir mal, welche Temperaturen gerade draußen sind. Und dann rechne nochmal.

P.S.: Bei mir reichen auch jene 4g/m³. Da hab ich in 2 Minuten einen halben Liter aus den Fenstern gepustet, und kann die Fenster schon wieder schließen.

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@napoloni

50% Luftfeuchte ist schon der Wert, nachdem ich kühle Luft mit derzeit knapp 100% Luftfeuchte von draussen in die Wohnung gelüftet habe. Durch Erwärmung auf 20°C wurde sie trockener und hat dann den Wert von 50%. Alles nur ein Beispiel über die Relationen, über die man hier spricht.

Ja, mit 4g/m³ Luft kann man bei 100m² Wohnfläche und 2,5m Raumhöhe (gute 250m³ Luft) 1000g Wasser hinauslüften. Bei dreimaligen Stoßlüften am Tag sind es 3000g Wasser. Welch Entfeuchtungserfolg!

Anderes Beispiel: Nach dem Lüften hat die erwärmte Frischluft in der Wohnung nur noch 40% Luftfeuchte. Diese Luftfeuchte steigt nun durch Feuchtigkeitsübernahme der Feuchte aus Wänden, Möbeln und Teppichen, etc. auf 80% an (was ja zum Teil schon parallel zum Erwärmen der Luft geschieht). Bei dieser Differenz zwischen den relativen Feuchten wurde pro Kubukmeter Luft bei 20°C 7g Wasser in Form von Wasserdampf aufgenommen. Bei 250m³ Luft in der 100m² großen Wohnung werden damit mit ein Mal kräftig Stoßlüften 1750g Wasser entsorgt. Bei drei Mal Stoßlüften am Tag sind es 5,25l Wasser, die über die Stoßlüftung entsorgt werden. Ich hoffe, Sie verstehen mal, über welche Relationen wir hier beim Stoßlüften reden.

Wie viel Wasser produziert noch mal der Mensch so durchschnittlich an einem Tag in der Wohnung? Wie viele Personen, Haustiere, Pflanzen findet man in einer 100m² großen Wohnung? Kommen da nicht schnell mal 10l Wasserdampf zusammen, die durchs Stoßlüften entsorgt werden müssen? Viel Spaß beim Stoßlüften!

Die DIN 1946-6 fordert einen Mindestluftwechsel von 0,5, d.h. ein Raumluftaustausch innerhalb zweier Stunden. Na das trägt schon zur Entfeuchtung der Wohnung bei, denn bei 12 kompletten Luftwechseln am Tag werden im letzten Beispiel 21l Wasser nach draußen gelüftet. Wer also nicht 12x am Tag stoßlüften kann, der muss etwas gegen die Luftdichtigkeit der Wohnung/der Fenster unternehmen.

Es gibt Firmen, die verkaufen dezentrale Lüftungen mit einem Keramikkern, der die Wärme zwischenspeichern soll und damit Heizkosten sparen sollen. Solange der Keramikkern sauber ist, funktioniert das. Was aber, wenn der Keramikkern Staub und Feuchte angesetzt hat?

Wird an der kühlen Keramikkernoberfläche feuchtwarme staubige Wohnraumluft vorbeigeblasen, entsteht dort Kondensat, was den Staub dort am Keramikkern schnell haften lässt. Dann ist es vorbei mit den Wärmespeichereigenschaft, denn der Staub dämmt/isoliert.

Also einfacher, billiger und ohne Keime in der Lüftung: Ein Stück Dichtgummi aus dem Fenster schnippeln, mit der Flamme auf Zugluft kontrollieren und schon hat man eine leichte Permanentlüftung in der Wohnung für eine dauerhafte und ausreichende Feuchteabfuhr und ein schimmelfreies Leben!

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@Onki73

Ich fasse es nicht; Deine dumpfe Sichtweise reizt mich doch tatsächlich. Wenn Du den Lüftungsvorgang nur als einmaligen Vorgang in einer Periode betrachtest, hast Du sicher Recht mit Deiner negativen Einstellung und ich kann Dir nur viel Glück mit Deiner Pilzzucht wünschen. Aber das Geheimnis liegt im angepasstem Heizen und Lüften. Pauschalierte Aussagen helfen nicht weiter. Auch Tipps, die Fensterdichtungen zu kappen, zeugen von Deiner Hilflosigkeit.

Schau Dir mal die Ganglinie von rH und T einer gezielt gelüfteten und beheizten Wohnung an; Du wirst überrascht sein, was 3x täglich lüften bringen kann!

Ein angepasstes Heiz- und Lüftungsverhalten richtet sich nach mehreren Faktoren:

  • Größe der Räumlichkeiten
  • Nutzerverhalten
  • Anzahl der Bewohner
  • Möblierung
  • Dämmwerte der Aussenhülle
  • Beschaffenheit der Wände, Decken, Böden sowie deren Belegungen
  • Zustand der Fenster
  • und, und, und.

Ich werde hier bei Gelegenheit noch einmal eine Langzeitmessung zu diesem Thema verlinken. Ein klassischer Fall: altes Gemäuer, neue Fenster, uneinsichtige Eigentümer (das haben wir immer so gemacht) und dann kam der Kollege Schimmel.

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@Yorgos

Ich bin gespannt, lerne ich doch gerne was dazu. ;-)

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@Yorgos

Den Tipp mit den paar Zentimetern Fenstergummi oben im Fensterflügel entnehmen kann ja jeder mit Schimmelproblemen in der Wohnung selbst mal ausprobieren. Sofern der Dichtgummi im Holzfensterrahmen nur lose eingelegt ist, wie es an meinen Fenstern war, ist die Maßnahme ohne Kosten umzusetzen und jederzeit wieder rückgängig zu machen. Hat man was zu verlieren??? Man kann gewinnen. Die Erkenntnis, das es etwas bringt (wie ich es erfahren habe) oder das es nichts bringt. Ich bin auf Reaktionen gespannt.

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@Onki73

Wir wäre es, wenn man einfach wie oben beschrieben lüftet. Dann muss man nicht an der Wohnung herumschneiden und nicht irgendwelche ulkigen Geräte kaufen.

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@napoloni

Vollkommen richtig napoloni! Es ist alles nur eine Frage des "richtigen" Lüftens.

Am besten, um den in der DIN 1946-6 geforderten Mindestluftwechsel von 0,5 (d.h. ein kompletter Luftaustausch alle zwei Stunden) zum Feuchteschutz der Wohnung zu erreichen, 12x am Tag Stoßlüften. Und Nachts immer schön den Wecker stellen...

Dann kann man auch "energiesparend" mit luftdichten Fenstern und ohne Schimmel leben. Ich denke, dann gibt es auch keine beschlagenen Scheiben mehr, um mal wieder auf die Frage des Fragestellers einzugehen. Leider aber vielleicht höhere Heizkosten.

Vielleicht reicht auch 6x am Tag lüften, müsste man mal ausprobieren. Aber nur nicht an der Wohnung herumschnippeln. Man könnte ja ansonsten frühzeitig das Schimmelproblem loswerden.

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@Bauberatung

Mal eine kleine Grafik zur Wärmedämmung von Ziegelstein:

http://www.tbas.de/upload/Kapitel-Schimmel/image044.gif

Ich denke, eine ordentliche Entfeuchtung der Wohnung hat schon was mit Energiesparen zu tun, denn eine feuchte Aussenwand führt zu hohen Heizkosten, nicht das bißchen Fensterfugenlüftung, weil Luft ja nun denkbar wenig Wärme tragen, aber die feuchte Wand gut Wärme nach draußen leiten kann.

Und, nein, ich verkaufe keine Energie, weder bei Eon, noch sonst wo. ;-)

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@Onki73
.....12x am Tag Stoßlüften. Und Nachts immer schön den Wecker stellen...

Ist doch Blödsinn! Du definierst hier Zustände, die es nicht gibt. Wenn ich Deine Vergleiche vom Verhalten getauchter Ziegel mit der realen Wasseraufnahme und -abgabe von Bauteilen im täglichen Heiz- und Lüftungszyklus sehe, bemerke ich doch sofort Deine wahllos zusammengewürfelten Gockel-Treffer. Sorry, aber diesen Eindruck gewinne ich bei der intensiven Studie Deiner Thesen.

In Zeiten, in denen Energiekosten einen beachtlichen Teil des Monatsbudgets einer Durchschnittsfamilie ausmachen, ist es vermessen, deinen Rat mit der unkontrollierbaren Lüftung per entfernter Fensterdichtung zu verbreiten. Des Weiteren schafft das von Dir propagierte Verhalten genau die Probleme, für die hier viele Abhilfe suchen: Schimmel und dessen Ursachen los werden!

Selbstverständlich schaffen Energiesparmaßnahmen oft neue Probleme, keine Frage. Diesen begegnet man aber nicht, indem man den Teufel mit dem Belzebub austreibt. Ich wiederhole daher nochmals, das im renovierten Wohnraumbestand ohne kontrollierte Lüftungsanlage nur das angepasste Heizen und Lüften hilft! Und dazu zählt sebstverständlich das Stoßlüften.

Deine Vorliebe für die Strahlungsheizung in allen Ehren, ich persönlich möchte sie nicht haben. Dazu bereitet mir das damit oft verbundene gefühlte Temperaturgefälle Unbehagen; ich möchte es für mich nicht. Des Weiteren wird der Großteil der hier Ratsuchenden nicht in der Lage sein, über die Art der Beheizung zu entscheiden.

Du solltest daher nicht alles verteufeln, nur weil Du es (noch) nicht kennst. Sei offen für die Erfahrung und das Wissen anderer. Die Gründe für den Befall durch Schimmel sind vielfältig; ebenso wie die Möglichkeiten den Ursachen zu begegnen.

Ich komme übrigens im Winter mit 2 Lüftungsvorgängen aus (Querlüftung, 1-Fam.-Haus, z.Zt. 2 Pers., gelegentlich eine Katze, Pflanzen, kochen und duschen täglich, Treppenhaus mit Baumwollputz(!), autom. Kellerlüftung in Abhängigkeit von abs. Feuchte innen/aussen)

Kein Schimmel!

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@Yorgos

12x am Tag Stoßlüften war Ironie. Schön, dass Sie es bemerkt haben.

Der Ziegel ist ein gängiger Baustoff. Das Beispiel mit dem abgetauchten verdeutlicht die Eigenschaften von Baustoffen anschaulich. Was spricht dagegen?

Auf die Auffeuchtung von sorptionsfähigen Wänden durch hohe Raumluftfeuchten und dem damit verbundenen erheblichen Dämmwertverlust, der zur Steigerung der Heizkosten führt, sind Sie leider nicht weiter eingegangen. Luftdichtigkeit im Altbau fürt zwangsläufig zu höheren Raumluftfeuchten, feuchteren Wänden, schlechteren Dämmwerten der Wände und damit höheren Heizkosten!

Behalten Sie bitte die Realität im Auge und nicht die Propaganda: Was spart der Austausch alter "undichter" Fenster an Heizkosten und was bringt die Erhöhung des Dämmwertes der Wände an Heizkostenersparnis? Bei den Fenstern werden gut 5% Heizkosten eingespart (der Fenstertausch intakter Altfenster ist aus energetischer Sicht nie rentabel, weil es zu wenig Heizkosten einspart), ein guter Dämmwert der Außenwände verspricht 10-15% Heizkostenersparnis, daher ist auf den guten Dämmwert der Wand mehr Wert zu legen, als auf die Luftdichtigkeit der Fenster! Und der gute Dämmwert der Wand wird durch Trocknung dieser durch Wärmestrahlung wieder erreicht und nicht durch feuchteanfälliges Dämmmaterial auf der Fassade.

Ich gebe es zu, mit der Herausnahme von einem kurzen Stück Fenstergummi war ich auch ein Jahr lang skeptisch, ob ich es mache. Letztendlich hatte sich diese kostenlose Maßnahme in der Mietwohnung aber bewährt, ohne Umbau der Heizanlage, ohne Kosten für Luftentfeuchter und ohne höhere Heizkosten.

Der Mensch fängt erst an, sein Verhalten zu verändern, wenn er es muss und er fällt oft zurück in alte Verhaltensmuster, wenn die Notwendigkeit nicht mehr besteht. Sprießt der Schimmel an der Wand, wird eine Zeit lang kräftig und knackig gelüftet. Ist der Schimmel dann ggf. weg, dann mangelt es schnell wieder an gutem Lüftungsverhalten. Die Wand ist aber dadurch nicht trockengelegt, sondern mit der Gesamtfeuchte nur kurz unterhalb der Schwelle zur Schimmelbildung.

Altbausubstanz saugt wie ein Schwamm Wasser auf und speichert es ein. Lange Zeit wird dadurch die Oberflächenfeuchte gering und damit schimmelfrei gehalten. Tropfen sie etwas Wasser auf eine Glasplatte und dann etwas Wasser auf ein Holzbrett. Wo ist die Oberfläche als erstes wohl wieder "trocken"? Ist der Feuchtespeicher (die Wand) hinreichend mit Wasser gesättigt, dann hebt sich damit auch die Oberflächenfeuchte und es schimmelt. Wird dann eine Zeit lang gut gelüftet, kann es erfolgreich sein, aber der Feuchtepuffer (die Wand) wird damit nicht trocken gelegt. Daher gibt es "Schimmelwohnungen", die immer wieder das gleiche Problem haben.

Da der Ziegel einen kapillares Porenvolumen von ca. 23% hat, kann sich jeder selbst ausrechnen, was für Wassermassen in die Altbausubstanz eingespeichert werden kann. Als noch mit viel Strahlungswärme (Kachelöfen) die Wände halbwegs trocken gehalten wurden, brachte auch eine dreiwöchige feuchte Witterung noch keinen Schimmel in der Wohnung, da die Wand die anstehende Oberflächenfeuchte nach innen aufnehmen konnte.

Heute, wo die Wohnungen falsch (da mit viel Warmluftkonvekton) geheizt werden und die Wände generell feuchter sind (durch luftdichte Bauweise) und damit mit schlechten Dämmwerten, da sprießt der Schimmel bei drei Wochen feuchter Witterung gleich aus der Wand, weil diese die Feuchte oft nicht mehr Puffern kann.

Meine Beispiele mit der absoluten Luftfeuchjte und den Werten, das beim Stoßlüften an Wasser entsorgt wird, sollte nur vor Augen führen, über welche Größeneinheiten man hier spricht.

Hat der Vormieter der Altbauwohnung, jahrelang nicht gelüftet, und ist dann bei anfänglichem Schimmelwuchs ausgezogen, dann muss der Nachmieter nun mit Stoßlüften das literweise in der Wand kapillar eingespeicherte Wasser entsorgen? Das klappt mit dem Stoßlüften nun nicht mehr!

Sie haben ein eigenes Haus und kein Schimmelproblem. Herzlichen Glückwunsch! Aber Sie schreiben über die Schimmelproblematik, wie ein Blinder über Farben. Alles mal gehört und gelesen, nie selbst erlebt.

Was Politik und Wirtschaft in ihrem Energiesparwahn vorschreiben, muss nicht gleichzeitig zum Wohle des Hausbesitzers und Mieters sein. Ganz im Gegenteil, Wirtschaft und Konsumenten haben seit je her schon gegensätzliche Vorstellungen. Die Wirtschaft will viel und oft verkaufen, der Konsument möchte möglichst das Produkt ein mal erwerben und es soll lange halten. Hält die Schimmelsanierung gerade so die Garantiezeit durch (wie ich es erlebt habe), dann freuen sich wieder die Gutachter und Baufirmen.

Nur auf Druck von Gerichtsentscheidungen wurde im Mai 2009 die DIN 1946-6 geändert. Freiwillig hätte da sich nichts getan, weil man an feuchten Wohungen gutes Geld verdienen kann.

Und ich bleibe dabei: ein kleines Stück Fenstergummi raus, als kostenlose Maßnahme und die Wohnung bekommt dauerhaft geringere Luftfeuchtewerte mit allen positiven Nebeneffekten.

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@Onki73

Ist doch Blödsinn! Du definierst hier Zustände, die es nicht gibt.

Der Rest lies bitte oben.....

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@Yorgos

Ich wollte nur mal nebenbei mitteilen, dass das Stoßlüften die Lage gebessert hat, finde weniger bzw keine Wasserablagerungen am Fenster :)

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@napoloni

Gerne, es bildet sich noch kaum Kondenswasser an den Scheiben und, durch das "Stoßlüften" wird die Luft in der Wohnung zwar kalt, aber erwärmt sich relativ schnell an den Möbeln etc :)

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Weil es erstens draußen wesentlich kälter ist als drinnen, was sich an den Fensterscheiben besonders bemerkbar macht, und die Luftfeuchtigkeit sich dann beim Abkühlen an der Fensterscheibe absetzt. Abtrocknen. Und reglemäßig lüften, damit ein Wärmeaustausch stattfindet.

Sowas hat man meist in Küche, Bad oder Schlafzimmer, weil dort die Raumluft am feuchtesten ist.

Regelmäßig heizen und lüften ist dann besonders wichtig! Deine Fenster sind wahrscheinlich weniger wärmedämmend als die Außenwände und deshalb am kältesten, so dass dort die Luftfeuchtigkeit aus der Raumluft kondensiert. Mindestens dreimal am Tag deshalb alle Fenster auf und gründlich durchlüften, damit die Feuchtigkeit abziehen kann http://www.energie-fachberater.de/heizung-lueftung/lueftung-klima/lueftung/stosslueften-so-lange-sollten-hausbesitzer-wirklich-lueften.php

wer will aber im Winter seine gesamten Fentser öffnen? Das wird viel zu kalt

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@gildenboss

Bringt aber am meisten! Für wenige Minuten alle Fenster öffnen - dann findet ein ausreichender Luftaustausch statt und es geht deutlich weniger Wärme/Energie verloren, als wenn das Fenster ständig auf Kipp steht. Durch dauergekippte Fenster kühlen nur die Fensterlaibungen unnötig aus, so dass dort Schimmel entstehen kann.

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@rundumshaus

weil es dann in der Wohnung auch kälter wird, wird die Scheibe nicht mehr beschlagen richtig?

und das wird dann auch nachts über mein Problem lösen? auch wenn dort die Fenster zu sind?

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@gildenboss

Die Scheibe beschlägt nicht mehr, weil die Luftfeuchtigkeit nicht mehr so hoch ist. Voraussetzung ist natürlich, dass du auch regelmäßig heizt. Wenn du bestimmte Räume wie das Schlafzimmer nicht oder nur wenig beheizt, dann die Tür schließen, damit die warme Luft mit mehr Feuchtigkeit aus anderen Räumen nicht in das kalte Zimmer fließt und dort kondensieren kann...

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@rundumshaus

achso ok, heißt also: gesamte Wohnung Lüften und abends kann man die gesamte Wohnung oder ein Zimmer (geschlossen) wärmen.

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Die Luftfeuchtigkeit ist zu hoch. Du solltest dich über richtiges Heizen und Lüften informieren. 3x täglich für 5 Minuten und immer wieder auf Zimmertemperatur aufheizen. Besorge dir ein Hygrometer damit du die Luftfeuchtigkeit überwachen kannst.

schlecht isolierte Fenster!

Wasser schlägt sich immer an Flächen nieder, die kälter als die Taupunkttemperatur der Luft sind (bei Raumluft meißt ca. 13 °C)

Beim Schlafen gibst du auch viel Luftfeuchte durch Atmen und schwitzen ab. Dieses schlägt sich dann an kalten Fenstern und Wänden nieder.

Lösung:

-Neue Fenster (wird wohl eher nicht zur Debatte stehen)

-regelmäßig Lüften, um die überflüssige Luftfeuchte zu entfernen (Im Winter allerdings schwer, wer will schon im Winter mit offenem Fenster schlafen)

-Ansonsten kannst du es höchsten mit einem Luftentfeuchter versuchen. Die können bei falscher Einstellung, die Luft aber auch so stark entfeuchten, dass du jeden Morgen mit trockener Kehle aufwachst.

Sonst fäält mir keine Lösung ein

MfG Jack

wie viel kostet so ein luftentfeuchtet?

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@gildenboss

Oh je.

Ganz ehrlich? Zwischen 5 und 200 €.

Einfache Boxen die mit speziellen Granulat gefüllt werden, welches die Luft entfeuchtet, gibts schon für rund 10 €. Musst halt immer wieder Granulat nachkaufen.

Richtige elektrisch betriebene Entfeuchter für den Hausgebrauch fangen so bei ca. 80€ an.

Ehrfahrungen hab ich mit beiden Varianten keine.

Ich schlaf auch im Winter im offenen Fenster ;-P

Ps: Musse ma uff ebay kieken

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