Festgehalt von Überstunden abziehen?

4 Antworten

Du bekommst ein Festgehalt. Das bedeutet dein Monatlicher Verdienst hängt von den Arbeitstagen im Monat zusammen. Das Monatsgehalt errechnet sich also aus dem Jahresdurchschnitt.

Z.b.260 Arbeitstage x Stunden pro Tag x Stundenlohn = Jahreslohn / 12 Monate. Dann weißt du dein Bruttolohn pro Monat.

eine gleichbleibende monatliche "regelarbeitszeit" ist absoluter blödsinn und wird einem arbeitgeber von jedem arbeitsgericht "um die ohren gehauen".

normal ist eine wöchentliche regelarbeitszeit, wenn es ein festes monaseinkommen gibt. da jeder monat unterschiedlich lang ist, können mal mehr, mal weniger stunden zusammen kommen. das gleicht sich übers jahr immer wieder aus. oder wie willst du das mit deinen "immer 152 stunden" erklären, wenn es z.b. im mai 23 wochenarbeitstage gibt und im juni nur 20.

der faktor für die durchschnittliche anzahl wochen pro kalendermonat beträgt 4,35. also beträgt deine durchschnittliche monatliche arbeitszeit (bei einem festgehalt) 165,3 und nicht 175 stunden. das ist unter anderem die übliche methode, um bei gehaltsempfängern den wert einer einzelnen arbeitsstunde/überstunde zu ermitteln.

deuin arbeitgeber will dich und deine kollegen über den tisch ziehen! lass dich auf jeden fall von einem fachanwalt beraten und klage ggf. gegen diese änderung.

wer mit so einer entgeltregelung nicht klar kommt, sollte lieber zum klassischen stundenlohn zurückkehren, der in der hinsicht klarer und effektiver ist.

Die Sache ist doch ganz einfach. Dein Chef erwartet / verlangt von Dir, dass Du ab sofort die Differnz an Stunden unbezahlt arbeitest - oder anders ausgedrückt: er erwartet von Dir pro Monat 25 unbezahlte Überstunden!

Ob Du dies so akzeptieren musst, wage ich aus meinem Gefühl heraus mal zu bezweifen. Dies würde ich also mal rechtlich überprüfen lassen. Meiner Meinung nach ist dies nur über eine Änderungskündigung möglich. Doch wenn Du es im Zweifel nicht akzeptierst, dürfen Dir nötigenfalls die Konsequenzen bekannt sein.

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