Festbrennstoffkessel wieder in Betrieb nehmen?

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5 Antworten

Der Kessel ist für Koks. Koks ist „entgaste“ Steinkohle. Ersatzweise könntest darin Holzkohle verbrennen.
Der Kessel arbeitet mit Unterluft. Wenn Holz darin verbrennst, ist unten Hitze und Glut und das Holz oben drauf verkohlt ohne Sauerstoff. Abgesehen davon, dass es eine Sauerei ist ohne Ende, verspottet dein Kamin u d du wirst über kurz oder lang einen Kaminbrand bekommen.

Ich habe so ein Teil auch mal ausprobiert und entsprechende Erfahrung gesammelt.
Wenn du Holz günstig bekommst, kaufe dir einen Holzvergaser. Aber nicht zu groß, sonst kannst du die halbe Straße mit heizen. In 80% der Zeit reichen 20..30% der installierten Heizleistung. Die meisten Anlagen sind viel zu groß.

Ich hatte mir den Koks-Kessel auf unter- und Oberluft umgebaut.... am Ende habe ich mir einen Holzvergaser gekauft. Das Teil ist super. Alle 6..12 h nachlegen, 1x pro Woche die Asche und Nägel raus machen. Alles was durch die Feuerdüse durch passt, kann mit verbrannt werden. Draht macht Ärger. Bei einem modulierenden Kessel geht es auch ohne Pufferspeicher, wenn es draußen kalt genug ist.

Du brauchst aber einen separaten Kaminzug. Der Schornsteinfeger hat meist keine Ahnung. Meiner sagt, meine Anlage ist die einzige, die er tatsächlich in Aktion gesehen hat.

Am Ende musst du schauen, ob es sich auch lohnt. Wenn du Paletten klein sägst, stehst du einen Tag da und hast 1..2 m3 Fichtenholz. Wenn du Holz kaufen musst, ist Gas billiger.

Bahnschwellen (Eiche) wären zwar vom heizen her perfekt, der Sägestaub ist aber hochgradig gesundheitsschädlich. Selbst wenn du das Holz ohne Handschuhe anfasst ist es problematisch. Zusätzlich brauchst du sicher über 1000 °C um die Dioxine abzubauen. Wehe, wenn du von dem Qualm (beim nachlegen) was einatmest. Sowas kann man eigentlich nur im Zementwerk bei 2000 °C sicher verbrennen.

Woher ich das weiß:Hobby

Genau diese Frage solltest Du dem für Deine Heizung zuständigen Schornsteinfeger-Meister stellen. Der kann Dir geneuestens Auskunft geben und Dich beraten.

Das Abfallholz wird in der Entsorgung auch nur verbrannt, also braucht man da auch kein schlechtes Gewissen zu haben, man spart sogar eine Menge Heizöl. Holz ist ja nachwachsend (wenn man wieder neue Bäume nachpflanzt).

Diesen Heizkessel darfst du nicht mehr in Betrieb nehmen weil er viel zu hohe Schadstoffemissionen verursacht. Zum anderen sind zudem bei Holzkesseln über 15 kW Pufferspeicher vorgeschrieben mit mindestens 25 Litern Puffer pro KW Heizleistung. Aber das ist dann keine vernünftiges komfortables Puffervolumen. Dafür musst du mindestens 50 Liter und aufwärts Puffervolumen pro KW Heizkeistung haben.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

frag mal deinen Schornsteinfeger. Bj 1980 ist ausserhalb jeglicher Genehmigungsfristen weil er nicht ununterbrochen in Betrieb war , sonst hier mal anrufen : https://www.interdomo.de/

Was meinst du mit aus jeglicher Genehmigungsfrist ?

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@Sebastian55758

der Kessel war nicht ununterbrochen in Betrieb , wenn , dann hättest du uU Bestandschutz. Einfach mal die Firma anrufen oder schon mal im BISchg nachschauen.

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Da musst du den örtlichen Schornsteinfeger fragen, der weiß es. Es müssen dann ja 2 Kessel an den Kamin angeschlossen sein.

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