Fertighaus Holzständerbauweise Aussenwände Stück für Stück neu füllen mit Ytong und Dämmung?

4 Antworten

Solange die mineralische Dämmung nicht durchfeuchtet ist, oder zusammengesackt, sondern den Raum schön ausfüllt, verliert diese die Dämmeigenschaften nicht.

Für alle Baustoffe bekommst Du vom Hersteller (bzw. aus allgemeinen Tabellen) die Wärmeleitfähigkeit. Eine 10 cm Holzfaserplatte leitet dramatisch besser (isoliert also dramatisch schlechter) als 16 cm Mineralfaser-Füllung. Selbst bei gleicher Dicke ist die Holzfaserdämmplatte rund 30% schlechter.

Porenbetonsteine haben auch eine dämmende Wirkung. Jedoch lange nicht so gut wie eine Mineralfaser-Füllung. Mein Haus hat 40cm-Wände aus Portenbeton -- das reicht dann für KfW 70 / EnEV 2012. Mit 5cm Porenbeton kommst Du nicht weit, auch das isoliert nicht wirklich.

Außerdem würde ich ganz dringend raten mal die Statik im Auge zu behalten. Mineralwolle durch Holz und Porenbeton zu ersetzen ruiniert Dir nicht nur die Dämmwirkung, sondern ist auch ein Lastproblem.

Zur Platzierung der Dampfbremse: tendenziell innen. Muss jedoch ausgerechnet werden, damit die Wand nicht von innen feucht wird.

Fazit: gleich massiv bauen. Oder mit dem Leichtbau leben.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Ich hab nicht gebaut, das ist ja von 91 :) aber danke schön . Es muss einfach das DG so und so renoviert werden (Die zwischensparren Dämmung aus Glaswolle ist verschwimmelt)

Kann man aber tatsächlich 91 er Steinwolle mit den Materialien von heute vergleichen? Das sind 30 Jahre differenz.

Wenn es wegen dem ist, vielleicht gibt es ja ein Alternatives Dämmaterial oder ist Mineralwolle doch das beste für Wände?

Die Ytongsteine haben nicht den eigentlichen Zweck zum Dämmen. Nur taugen diese OSB Platten-Wände quasi gar nix. Man hat das Gefühl man lebt in einem Kartenhaus und weil das Haus extrem wenig Masse hat, wird es trotz der 16 Cm Dämung leider unerträglich Dämpfig, auch im EG. Das Problem gibt es nur im Sommer. Beispielsweise wacht man morgens Schweisgebaded auf, weil sich die Räume alleine durch die Körperwärme schon aufheizen. Das habe ich so früher nie erlebt. Ich kann mir das nur durch die verwendeten Materialien erklären. Natürliche Dämmstoffe können die Hitze besser speichern und haben daher zumindest einen besseren Hitzeschutz.

Im Sommer über keine Wohnqualität, wir schlafen jetzt im Keller. :( Mal schauen.

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@angelohnx

Ja, 91er Mineralwolle ist einfach nur Mineralwolle. So wie heutige Mineralwolle auch.

Wenn die verschmimmelt ist, dann gibt es ein bauphysikalisches Problem. Entweder dringt Niederschlagswasser in den Aufbau ein, oder die Dampfbremse ist falsch ausgelegt, ausgeführt oder beschädigt. Das gehört natürlich definitiv behoben.

Und nein, "natürliche Dämmstoffe" können Hitze nicht besser speichern. Auch das TAV, relevant für sommerlichen Wärmeschutz, ist einfach nur ein simpler bauphysikalischer Wert http://wiki.energie-m.de/Temperatur-Amplituden-Verh%C3%A4ltnis).

In meinem Haus habe ich die gesamte Dachfläche mit Betondachsteinen gedeckt, unter der Lattung noch eine Holzwerkstoffverschalung, und dann Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle. Das muss nur dick genug ausgeführt werden, ich habe im Sommer tagsüber locker -10°C verglichen zu außen.

Das liegt alles nicht am Material. Sondern eher an der Dimensionierung.

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@freejack75

Hi, danke. Was bedeutet dann die Speicherkapazität von Dämmstoffen? Die wäre bei Hanf am größten.

Das war jetzt hier gar nicht das Thema ist aber auch wichtig. Die Temperatur im DG war mit 15 Cm Mineralwolle schlimmer als bei umgedämmten Häusern. Ich habe den Vergleich zu dem Haus meiner Schwester. Deutlich über 30 Grad innen an ganz heissen Tagen. Diese Mineralwolle macht alles, nur keine Temperatur draussen halten :(

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Ich würde das einen Fachmann beurteilen lassen, nich das du da etwas baust und nachher aufgrund von Mängeln kältebrücken oder sonstiges hast, und was die Dämmung betrifft wäre ich mir nicht so sicher was besser ist.

Danke, ich hoffe ja hier sind welche dabei oder haben halt Erfahrung mit sowas :)

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ich glaube nicht, dass eine holzplatte besser dämmt als wand, steinwolle, wand

Hört sich echt komisch an. Wenn die Steinwolle nicht gut ist. Dann konzentriere dich auf Biobauweise. Z.B echte Wolle und Ton. Wird aber nicht ganz billig.

Woher ich das weiß:Recherche

Danke. Holzfaser oder Hanf wären bei natürlich sogar besser geeignet.

Es ist nur so, das wenn ich die Wände schon aufmache nicht mehr mit 1, 3 Cm Holzplatten wieder zumachen will..Es soll dann nach innen etwas massiver sein (Deshalb die Ytong Idee) und insgesamt unter dem Strich will ich eben nur nicht, das die Dämmung im Winter schlechter wird.

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@angelohnx

Profi holen. Wir haben ein Steinhaus von 1900. Auch gedämmt und viel umgebaut.

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@hoekerlein

Danke, dann nehme ich Kontakt mit dem Zimmermann auf

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