FERNUNI HAGEN / Wintersemester 2017?

2 Antworten

Welchen Rat erhoffst du dir von uns? Wir können für dich nicht die Zeit zurückdrehen, Regeln sind Regeln die nicht nur für dich gelten sondern für alle. Bafög steht für dich nicht zur Verfügung also wirst du dir einen anderen Weg suchen müssen. Du hast auch durchaus die Möglichkeit arbeiten zu gehen und das Studium in Teilzeit zu absolvieren. Das ist kostentechnisch durchaus zu machen.

Warum meldest du dich nicht gleich bei der Fernuni Hagen an?

Oben steht es explizit... 

Selbst, wenn ich am 29. September anfangen würde, zu studieren, es spielt keine Rolle. Genau am 30. Geburtstag fällt man aus dem Förderkreis heraus, steht so auf der Homepage. Ich habe noch alte Ausdrucke von der Uni und selbst heute steht auf der Seite...

https://www.uni-hamburg.de/webseitenwerbepartner/neuregelung-bafoeg.html

Wer erhält die Förderung?

Nicht jeder, der eine Ausbildung oder ein Studium absolviert, kann auch BAföG beantragen. Die staatlichen Zuschüsse hängen von einzelnen Faktoren ab. Anspruch haben:

Deutsche Staatsbürger

Ausländer mit Bleibeperspektive

Maximales Alter bei Studienbeginn: 30 Jahre

Maximales Alter für Masterstudiengänge: 35 Jahre

Es spielt keine Rolle, wie dieser Ausdruck aus semantischer Sicht bewertet werden kann. Entscheidend ist das BAföG Amt und dieser ist aus juristischer Sicht safe. Ob nun 17 Sekunden oder 17 Tage, genauso gut könnten es 17 Jahre sein. 

Jede Behörde und jeder Sachbearbeiter hat Ermessensspielräume und im Gegensatz zu IN DUBIO PRO REO lautet die Devise dieser Behörde, je mehr Brocken wir auslegen, desto mehr brechen sich die Beine und kommen nicht wieder. Keiner geht damit hausieren, aber je mehr Ausgaben die einzelnen Ämter dem Staat ersparen, desto besser ist ihre Stellung - von Provisionen hat natürlich nie jemand etwas gehört. Entsprechend meiner Erfahrungen aus der Vergangenheit, kann ich davon ausgehen, dass eine Wand mehr Empathie aufweist.

0
@RUNNINGWOLVES

Das Studium kostet aber nur 1800 €, deshalb versteh ich das nicht. Du kannst doch sogar Vollzeit nebenbei arbeiten. Würde man überhaupt für ein Fernstudium Bafög erhalten?

0
@Gluehwurm81

Die Bedingung hier in Hamburg ist eben ein Vollzeitstudium. 36 Monate, in der Woche muss mit plus minus 40 Stunden gerechnet werden, die auch noch eigenständig gestaltet werden müssen. Gerade für Wiedereinsteiger dürfte die Prognose realistisch sein. Die Unterlagen leisten das Minimum, man hat bei der Aufbereitung die doppelte Arbeit und ist auf sich selbst gestellt. Ohne Dozenten und Kommilitonen steht man alleine im Regen, die Betreuungsangebote sind recht mager und man muss ungeheuer diszipliniert sein. Die Inhalte sind auf dem Hochschulniveau und keineswegs leicht zugänglich. Versteht man womöglich etwas falsch, ist da niemand, der einen zeitnah korrigiert. Die Foren sind voll von ehemaligen Studenten, deren Finanzplanung plötzlich zusammenbrach und sie konnten die entstandenen Engpässe nicht bewältigen. Ständig mit der Angst im Hinterkopf leben zu müssen: Was passiert, wenn...? Die Ungewissheit reibt einen allmählich auf.

Es ist egal, ob man bei einer Präsenzuni oder Fernuni immatrikuliert ist, mit dem Status des Studenten ist man selbst bei plötzlicher Arbeitslosigkeit von Sozialdienstleistungen ausgeschlossen. Für Freeters ist der Arbeitsmarkt in einer Metropole mit einem Überangebot an Aushilfskräften kein Klacks.

Aber du hast vollkommen Recht! Ich mache mich unnötig verrückt. Wofür ich mich selbst treten möchte, ist der Umstand, dass ich diese Woche das erste Mal von der Uni in Hagen erfahren habe. Ich kannte das Konzept des Fernstudiums bereits vorher, aber die Summen von mehreren Zehntausenden waren jenseits von Gut und Böse. Mehr noch, Hamburg ist nicht gerade München, aber dennoch sehr teuer und übervölkert. Man merkt sehr schnell, dass man austauschbar ist und der Willkür seiner Vorgesetzten ausgeliefert. Bei den meisten Jobs arbeitet man im Schnitt jeden Tag eine Stunde kostenlos, die meisten Verträge für geringfügige Beschäftigung sind im Sinne der Arbeitgeber verfasst und vermeintliche Absicherungen kann man sich in die Haare schmieren. Eine Kollegin wurde der Laufpass gegeben, weil sie Müllbeutel mitgenommen hatte, nicht dass es sonst niemand tat, aber sie hatte anscheinend die "Gastfreundschaft" des Unternehmens überbeansprucht, da ist jeder Grund Mittel zum Zweck.

0
@RUNNINGWOLVES

Der Anspruch an ein Fernstudium ist mir bekannt. Ich versuche mich derzeit an eine Weiterbildung im Selbststudium und wenn das gut klappt, würde ich noch ein Fernstudium oder berufsbegleitendes Studium in Betracht ziehen. Bei Fernstudiengängen kannst du dir Lerngruppen suchen. Notfalls auch online und ihr telefoniert regelmäßig miteinander. Das mach ich auch und es klappt ganz gut. Ansonsten bietet die Fernuni Hagen auch Vorlesungen an. Außerdem kann man den Studiengang auch in Teilzeit machen und so noch arbeiten gehen. 1800 € kann man sich auch schneller zusammensparen als ca. 13000 € wie bei der FOM. Bei dem Teilzeitmodell stellt sich dann auch nicht wirklich die Frage, wie man sich das Studium finanziert, weil man das Geld für den Studiengang bereits zusammenhat und nach der Arbeit lernt. Die 13.000 € wären mir ehrlich gesagt für den Psychologen an der Euro FH zu teuer.

Wer sich gerade im späteren Alter für ein Studium interessiert, sollte auch alle Vor- und Nachteile abwägen. Ich kenne deine Vorbildung nicht und weiß nicht in wie weit der Abschluss darauf aufbauen, helfen könnte. Für Psychologie interessieren sich viele. Um Therapeut zu werden, fehlen hier Module für die weitere Ausbildung. In der Personalabteilung wird man dadurch auch nicht gefragter, weil es viel zu viele gibt, die dorthin wollen.

0

Was möchtest Du wissen?