Ferienwohnung storniert, nun 50% Schadenersatz zahlen?

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5 Antworten

Es ist schon erstaunlich wie viele "Fachleute" sich hier tummeln.

Fossegrimmen hat hier sicher noch die korrekteste Antwort gegeben.

Hier mal meine Zusammenfassung:

  • Zunächst mal gilt das BGB mit seinen besonderen Vorschriften über befristete Mietverträge. Mietverträge sind u.a. nicht an eine Form gebunden!
  • Danach gibt es kein Rücktrittsrecht und daraus folgend ist der Mieter verpflichtet, den Mietausfall zu bezahlen. Bei Tod, seine Erben! Genauso ist der Vermieter verpflichtet, die Mietsache zur Verfügung zu stellen.
  • Der Vermieter ist verpflichtet, sich um neue Mieter zu bemühen. Er kann vom Mieter benannte Ersatzmieter in begründeten Fällen ablehnen.
  • Bei der Berechnung des Mietausfalls hat der Vermieter sich ersparte Aufwendungen anrechnen zu lassen. Lt. Rechtsprechung können diese der Einfachheit halber mit 10-20% des Übernachtungspreises pauschaliert werden. Wobei es dem Mieter obliegt, eine höhere Einsparung nachzuweisen, wenn er mit dem Satz nicht einverstanden ist.
  • Es gibt auch kein Widerrufsrecht nach den Vorschriften über Fernabsatzverträge. Die gelten hier nämlich nicht.
  • AGB des Vermieters sind vor Buchung bekannt zu geben. Geschieht dies erst mit der Buchungsbestätigung, kann der Mieter ihnen widersprechen.
  • Die AGB dienen der Klarstellung und können Regelungen des BGB vorgehen. Die Pauschalierung von Mietausfall kommt aus der Praxis von Pauschalreiseveranstaltern und kann hier nach meiner Einschätzung angegriffen werden. Ob sich eine gerichtliche Auseinandersetzung bei nachweislicher Neubelegung lohnt, hängt von der Höhe des Streitwertes ab.
  • Mietausfallentschädigungen würde ich immer erst nach Feststellung und Berechnung des tatsächlichen Schadens bezahlen.
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Unwahrscheinlich. Kann ich mir im geringsten nicht vorstellen. Höchstens 10% aber auch nur wenn das schriftlich irgendwo steht. Sobald du sowieso nichts unterschrieben hast, kann er dir gepflegt die Füße küssen. Selbst wenn du es im Internet gebucht hast, hast du immer die 14 Tage widerrufsrecht.

Solltest du aber vielleicht nochmal mit einem Anwalt absprechen. Hier im Internet sind ja eh alles Hobby Anwälte, sowie ich. :D

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Kommentar von wurzlsepp668
01.04.2016, 19:42

woher hast Du das "gepflegt die Füße küssen"?

es ist über das Internet ein Vertrag zustande gekommen.

anhand der AGB KANN (und wird auch voraussichtlich) der Vermieter Stornokosten berechnen ..... was absolut legitim ist ....

wir haben jedes Jahr eine Ferienwohnung in Italien ... wir haben auch bereits 1x Stornogebühren bezahlt, da wir den Urlaub 2 Monate vor Antritt abgesagt haben

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Im Gegensatz zu Dir kennen wir weder dei AGB noch den Vertrag und durchaus möglich, dass diese 50% Vertragsbestandteil sind, dann musst Du sie leider bezahlen... 

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Der Vermieter hat noch immer mehrere Monate Zeit, die Ferienwohnung neu vermieten zu können. Gelingt ihm das bis zum vereinbarten Ferienbeginn nicht, kann er Dir sogar noch mehr an Stornokosten berechnen (nämlich den kompletten Mietpreis abzüglich ersparter Aufwendungen wie Wasser- und Stromverbrauch, Reinigungskosten etc.)

Problem an der Sache ist dann nur - behauptet der Vermieter, keinen Mieter gefunden zu haben, kannst Du ihm nur schwer das Gegenteil beweisen.

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Ne ist es nicht, da ihm kein Schaden entstanden ist bisher und er immernoch 4 Monate Zeit hat neu zu vermieten...

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Kommentar von wurzlsepp668
01.04.2016, 19:40

echt?

für die Fereinwohnung für unseren Urlaub ist lt. AGB 20% der Anzahlung als Schadenersatz fällig .....

egal wann storniert .......

woher willst Du wissen, dass dem Vermieter kein Schaden entstanden ist? Theoretisch könnte am Tag nach der Buchung der nächste nach der Ferienwohnung gefragt haben und hat eine Absage erhalten ....

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