ferienjob (hartz iv)über 6 wochen?

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3 Antworten

Behalten darfst du von deinem Einkommen alles was nach evtl.Abzug von Sozialabgaben und Steuern auf dein Konto überwiesen wird !

Wenn du einen Ferienjob machst und der Vertrag von vorn herein auf max. 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage befristet ist,dann fallen keine Sozialabgaben an,Steuern würden ab 985 € ( Stand 2016 ) Brutto fällig,die kann man sich aber durch eine Steuererklärung zurück holen,wenn man im gesamten Jahr ( Stand 2016 ) nicht über ca. 8650 € Brutto kommt.

Du darfst als Schüler in den Ferien in einem reinen Ferienjob pro Jahr in bis zu 4 Wochen bis zu 1200 € Brutto verdienen,ohne das es auf deinen Bedarf angerechnet würde.

Arbeitest du länger oder verdienst du mehr,würde bei einem Mehrverdienst über diesen 1200 € Brutto in 4 Wochen die ganz normalen Freibeträge nach § 11 b SGB - ll zum tragen kommen.

Wenn du länger als 4 Wochen arbeitest dann gelten ab der 5 Woche auch wieder die normalen Freibeträge nach § 11 b SGB - ll,dass wären dann vom Bruttoeinkommen zunächst mal 100 € Grundfreibetrag,ab 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto nochmal 10 % an Freibetrag.

Hast du also dieses Jahr in den Ferien noch nicht gearbeitet,dann stehen dir erst mal in 4 Wochen diese 1200 € Brutto ohne Anrechnung auf deinen Bedarf zu.

Bei einem Stundenlohn von 9,23 € würdest du bei 8 Stunden täglich und 5 Tage die Woche 369,20 € und in 4 Wochen 1476,80 € verdienen.

Von diesen 1476,80 € Brutto blieben 1200 € ohne Anrechnung,es blieben dann 276,80 € an übersteigendem Einkommen und darauf stehen dir dann die Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll zu.

Das wären dann normalerweise 100 € Grundfreibetrag und von den übersteigenden 176,80 € nochmal 20 % Freibetrag = 35,36 €.

Es müssten dann also von den 276,80 € weitere 135,36 € ohne Anrechnung bleiben und 141,44 € würden auf deinen Bedarf angerechnet.

Für die weiteren 2 Wochen müsstest du dann etwa 738,40 € Brutto verdienen,dann hast du 100 € Grundfreibetrag und von den übersteigenden 638,40 € stehen dir wieder 20 % Freibetrag = 127,68 € zu.

Der gesamte Freibetrag würde dann bei 227,68 € liegen und das anrechenbare Erwerbseinkommen bei ca. 510,72 € und das würde auf deinen Bedarf angerechnet,da du noch Bafög - und Kindergeld bekommst wirst du in dem einen Monat keinen Anspruch mehr auf Leistungen haben,wenn deine Mutter für dich noch etwas bekommen hat,aber auch wenn nicht,du also nicht mehr zur BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Mutter gehören würdest,benötigst du dann in diesem einen Monat dein Kindergeld zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr.

Das würde dann wieder zum Einkommen deiner Mutter und auf den Bedarf der übrigen BG - verteilt,vom Kindergeld könnten dann z.B. 30 € Versicherungspauschale abgesetzt werden,wenn deine Mutter kein anderes Einkommen hat.

Du musst aber bei deinem Verdienst aufpassen was du ansparst,denn unter 21 Jahren darfst du nur 3100 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen besitzen,ab 21 gelten dann die Freibeträge von 150 € pro vollendetem Lebensjahr + diese einmaligen 750 €.

Kommst du nämlich darüber,dann würde der übersteigende Betrag als Einkommen auf deinen Bedarf angerechnet,so könnte es dann passieren das wieder nicht mehr benötigtes Kindergeld zum Einkommen deiner Mutter würde und der Bedarf der übrigen BG - gekürzt würde.

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Kommentar von Ashrodon
06.08.2017, 07:49

Danke :D alles was ich wissen wollte bist der beste ^^

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Dir wird nichts abgezogen, ihr minimiert nur die sozialen Transferleistungen und kommt selbst für euer Leben auf.

Weiterhin bezieht nicht deine Mutter Hartz IV, sondern ihre Beide als Bedarfsgemeinschaft.

Wenn dir das klar wir, dann kannst du deine Frage selbst beantworten. 

Hartz IV ist kein bedingungsloses Grundeinkommen, es ist eine Unterstützung.  

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ok. Würde gern ne Antwort auf eine der fragen ^^

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Kommentar von cyracus
04.08.2017, 15:25

Ich weiß nicht, was Du meinst, also ob Du (zu) schnell auf eine Antwort gedrängt hast, oder ob Du die Kommentarfunktion nicht kennst.

Antwort von isomatte hast Du ja (inzwischen) bekommen.

Falls Du die Kommentarfunktion nicht kennst:

Klick neben der Antwort auf die drei Punkt und achte darauf, ob bei "Mail-Benachrichtigung" ein Häkchen ist, wenn nicht, klick drauf. So ist gewährleistet, dass Du bei weiterer Reaktion dort automatisch per Mail benachrichtigt wirst.

Wenn unter der Antwort schon Kommentare geschrieben sind, klick auf die drei Punkte neben dem Kommentar, auf den Du reagieren willst.

.

Vorsorglich für Dich und auch für Deine Mutter (gib sie ihr bitte zu lesen) diese Hinweise von mir, die ich Arbeitslosen (ALG 1 und
ALG 2 / Hartz IV), Aufstockern und Grundsicherungsbeziehern reingebe:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen).
Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge
persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf
einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift
bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht
das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum
und Unterschrift“
).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben
aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es
mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum
dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und
Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein
Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt
wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht
behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und
wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original
unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten)
. - Nicht (oder angeblich nicht)
abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht
gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. -
Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß
allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit
jobcenter unterlagen verloren
und lies auch dies:
Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein.
Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im
Vertrauen
landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“
(wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen.
Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher
macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber
auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google
mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit
           einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene
           gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht
           unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit
Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

     Ämterlotsen
     Behördenlotsen
     Behördenbegleiter
     Hartz IV Mitläufer
     Hartz IV Gegenwind e.V.
     Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und
(die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine
Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus.
(Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen
des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast
Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft):
Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand
sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die
gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht
darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu
lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich
etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es
gesagt.

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Kommentar von cyracus
04.08.2017, 15:25

ACHTUNG! - sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen
schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir eine
der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen
mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative /
Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung
wurde das Gesetz für "Hartzis" krass verschärft, und das kann sehr
schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

Das Jobcenter kann dann ihren "Kunden" berechnen, was das Jobcenter
hätte sparen können, hätte der "Kunde" die Anweisung befolgt und
dadurch Arbeit gefunden - und das nicht nur für die Vergangenheit,
sondern auch für künftige Jahre. (Das ist also ein Schauen-wir-mal-
in-die-Glaskugel-Gesetz, völlig gaga, leider aber real.) Und das kann
sehr, sehr, sehr teuer für den "Kunden" werden.

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