Ferienaufteilung und Betreuung

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2 Antworten

Hallo kathy,

ich kann sehr gut verstehen wie du dich fühlst und wie schlimm das egoistische Verhalten des Vaters fürs Kind sein muss. Im Gesetzt steht das die Eltern die Umgangspflicht mit ihren Kindern haben. Leider ist es jedoch so, das im Bereich Umgang viele Gesetze nur auf dem Papier Bestand haben. Das Recht des Kindes auf Umgang mit dem Vater kann zwar eingeklagt werden und du würdest auch Recht bekommen, aber solche Urteile sind nicht vollstreckbar. Ich habe eine solche Klage bis vors Oberlandesgericht gebracht weil der Vater meiner Kinder sich auch nur sporadisch kümmern wollte, in den Ferien gar nicht, immer wieder Ausreden er hätte nicht genug Urlaub und bräuchte (wie in deinem Fall auch) seinen Urlaub für seine eigene Erholung. Das OLG sagt: Ja der Vater hat zu 100% die Umgangspflicht, aber das Urteil ist nicht vollstreckbar da es nicht dem Kindeswohl entspricht einen Vater zum Umgang zu zwingen. Somit kann man ihn auch nicht in Regress nehmen, das heisst man kann ihn nicht verpflichten die Betreuung des Kindes während seiner eigentlichen Umgangszeit (z.B. die Hälfte der Ferien) zu bezahlen. Es ist eine Schande, denn du als sowieso schon 3fach belastete alleinerziehende Mutter muss nun auch noch die Zeiten (incl. Freizeitgestaltung, essen, Trinken usw.) des verweigernden Vaters übernehmen. Die größte Ungerechtigkeit ist das Vätern die Hälfte des Kindergeldes zusteht (wird bei der Unterhaltsberechnung gleich abgezogen) mit der Begründung sie haben Kosten während des Umgangs etc. wenn aber ein Vater den Umgang verweigert ist es nicht so das die Mutter das Geld zurückverlangen könnte...nein er darf es behalten und sich damit einen schönen Urlaub finanzieren. Du kannst also nichts gegen seine Verweigerungshaltung tun, es drohen ihm weder Strafen noch finanzielle Folgen. Was du aber tun kannst ist diesenMenschen aus deinem (eurem) Leben verbannen. es ist eine große Belastung wenn man sich immer und immer wieder über einen Menschen aufregen muss von dem man abhängig ist, in deinem fall wegen Umgangsterminen. Die Zeit die er sich ums Kind kümmert ist viel zu wenig und eher Kontraproduktiv. Was dieser Mensch mit dem Sorgerecht will ist mir ein absolutes Rätsel. Ich rate dir folgendes: Stelle einen Antrag auf alleiniges Sorgerecht mit der Begründung das sich der Vater den normalen Mindestumgang verweigert, unkooperativ ist nicht mit dir kommunizieren möchte wenn es ums Kind geht, bzw. nicht erreichbar ist. IN deinem fall ist es eher belastend wenn er Sorgerecht hat und behindert dich und das Kind im täglichen Leben. Begründe deinen Antrag auch mit Desinteresse seitens des Vaters, übertriebener Egoismus etc. Dann stell ihn vor die Wahl entweder normalen Mindestumgang oder er soll es ganz lassen, das was er jetzt macht ist nicht gut für ein Kind, es ist eher verwirrend, auch seine Äußerungen wegen des Urlaubs sind mehr als Grenzwertig. Wenn er sein Umgangsrecht nach einem Abbruch einklagen will, bzw. dir damit droht, lass ihn klagen, jeder Richter wird dir Recht geben und ihm den Kopf waschen. Mindesumgang ist alle 14 Tage von Freitagnachmittag bis Sonntagabend, die Hälfte aller Ferien und die Hälfte aller Feiertage. Auch Mütter haben nicht 20 Wochen Urlaub im Jahr, er muss in seinen Zeiten gucken wo er die KInder unterbringt wenn er arbeiten muss, genauso wie du, da kann er sich nicht mit zuwenig Urlaub rausreden. Wenn er dazu nicht bereit ist, ist es besser für alle Beteiligten den Umgang abzubrechen, so kannst du wieder zur Ruhe kommen und musst dich nicht mehr über ihn aufregen. Bei uns war es so das der Vater sein Umgangsrecht verloren hat auf Grund seiner Verweigerungshaltung. Es geht uns jetzt viel besser und das Leben mit all den Schulferien ohne ihn zu organisieren klappt sehr gut, denn ich kann die Menschen aussuchen auf die Verlass ist. Ich hab es mit 3 Kindern geschafft, du schaffst es auch!

An deiner Stelle würde ich versuchen das komplette Sorgerecht für euer Kind zu erstreiten. Ich würde mein Kind nie zu jemandem schicken wollen, der es ablehnt. Ich selbst fand es immer schade meinen leiblichen Vater nicht zu kennen... bis ich ihn kennen gelernt habe. Ich war zwar schon fast erwachsen, aber ich bin froh, dass ich ihn nicht früher kennen gelernt hatte, denn als Kind hätte ich das wahrscheinlich in Schutz genommen und als "normal" empfunden, denn schließlich haben Eltern ja immer recht. Glaubt man zumindest als Kind. Und das prägt.

Andererseits steht da noch deine Ausbildung im Raum. Ich würde versuchen mit den Großeltern deines Kindes Kontakt aufzunehmen, damit diese während deiner Arbeitszeit auf ihren Enkel aufpassen. Sollte das nicht gehen könntest du versuchen eine Tagesmutter für dein Kind zu finden. Zeitlich sind die meistens flexibel und ich würde mich nicht wundern, wenn es für Tagesmütter nicht eine Förderung vom Staat gäbe.

die ausbildung beginnt erst im nächsten jahr.

das alleinige sorgerecht ist heut zu tage nicht mehr so leicht zu bekommen und da er das kind relativ regelmäßig zu sich holt , erst recht nicht.

auch wenn er zb einfach absagt kurzfristig weil ich ihn 4 wochen zuvor gesagt habe das ich auf grund seines fehlverhaltens es nicht mehr einsehe ihm in irgendeiner art und weise entgegen zu kommen. (zb das er zum fußball geht und ich auf das kind aufpasse )

ebenso trichtert er dem kind ein zu lügen, damit er dem kind keine dauerkarte für das stadion kaufen muss. Ich habe auch so schon probleme dem kind recht und unrecht bei zu bringen. das lügen habe ich gerade erst rausbekommen. Kämpfe nun mit einer art jähzorn wenn das kind seinen willen nicht bekommt.

was ich ggf damit begründe wie der auszug statt fand von ihm und der derzeitigen situation , ich vermute eben dass das kind sich nicht zugehörig fühlt bei seinen vater + freundin

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