Fensterverglasung, einfach, doppelt oder dreifach?

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5 Antworten

Gleich zu Anfang eine bittere Pille. Ja, Einfachverglaste Fenster sind zulässig. Sie wurden in den 50er / 60er Jahren häufig eingebaut, um Materialkosten zu sparen. Um die Heizkosten mußte man sich damals noch keine Gedanken machen.

Mittlerweile regelt die EnEV die gesetzlichen Grundlagen zum Wärmeschutz an Gebäuden. Dazu gehört auch der zulässige U-Wert (Wärmedurchgangswert) von Fenstern. Mit der Energieeinsparverordnung ist auch ein Energieausweis, der den Energiebedarf eines Gebäudes näher erläutert, Pflicht. Wer vermietet, muss über den Energiebedarf des Gebäudes mittels eines Energieausweises aufklären. Von dieser Regelung sind denkmalgeschützte Wohnhäuser allerdings ausgenommen. Habt Ihr denn zur Beschreibung der Wohnung diese Information bekommen?

Allerdings gilt dazu noch die Regelung, daß Altbauten, die saniert werden, mittlerweile die neue Wärmeschutzverordnung einhalten müssen. Bei nicht sanierungsbedürftiger Bausubstanz müssen ansonsten keine Änderungen vorgenommen werden.

Es ist schon etwas verzwickt in eurem Fall. Aber bei den Temperaturen geht es vielleicht über das Mietrecht. Es schreibt vor, daß in Wohnräumen eine Mindesttemperatur von 18°C erreicht werden muß. Schafft ihr das denn bei den Außentemperaturen? Wenn nicht, könnt ihr dem Vermieter nämlich ankündigen, daß die Miete gekürzt wird.

Sind denn die Fenster soweit noch in Ordnung? Denn eines ist richtig. Ihr könnt euren Vermieter dazu bringen, die Fenster auszutauschen. Wenn sie aber noch intakt sind, wäre das keine Sanierungs-, sondern eine Modernisierungsmaßnahme. Die könnte er euch aber auf die Miete umlegen, die dann wirklich bis 13% höher werden kann.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, einer zusätzlichen Vorsatzscheibe, die angebracht werden kann, um eine Doppelverglasung zu erreichen. Versucht ihn doch zu überzeugen, daß ihr euch die Kosten teilt. Das Geld, was ihr dafür aufwenden müßt, könnt ihr an den Heizkosten wieder einsparen. Das für den Fall, daß ihr dort wohnen bleiben wollt.

Ich denke nicht,dass es ein Gesetz gibt,dass den Vermieter dazu verpflichtet andere Fenster einzubauen.Ich wäre in so eine Wohnung gar nicht erst eingezogen.Wenn da keiner mehr rein will wegen diesen Fenstern,saniert er von selber.

Einfach verglaste Fenster waren in den 60er-Jahren Standard und sind so auch von den jeweiligen Bauaufsichstsbehörden abgenommen worden. Selbstverständlich ist diese Einfachverglasung zulässig, und es gibt keinerlei Verpflichtung für den Vermieter, diese Verglasung austauschen und auf den Stand der Technik bringen zu lassen. So auch die aktuelle Rechtsprechung.

Die Wohnung wurde ja so wohl besichtigt und angemietet, und die eventuell hohen Heizkosten sind kein Mangel. Es müssen nur die gesetzlich vorgeschriebenen Raumtemperaturen erreicht werden.

Der Vermieter muss schon alles tun, um die Energiekosten zu senken. Wenn Du jetzt aber die Welle machst, dann bedenke bitte, dass er die neuen Fenster auf die Miete umlegen kann, und dies schon eine erhebliche Mieterhöhung ausmachen kann. Das sollte man sich einfach mal durchrechnen. 11% der Kosten kann auf die jährliche Miete aufschlagen.

unknown1966 02.02.2012, 10:02

Fairerweise kann die Ersparnis bei den Heizkosten nicht ungenannt bleiben. Und dann ist es in der Regel so, daß diese Ersparnis höher ausfällt, als die Mehraufwendung für Miete.

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DARKHalf 15.09.2015, 13:05
@unknown1966

Das kommt aber auch auf den Rest der Wohnung und des Hauses an. Die besten Fenster bringen nix, wenn das Mauerwerk nicht gedämmt ist, oder es trotzdem in der Wohnung zieht wie Hechtsuppe.

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Saarland60 02.02.2012, 10:17

Der Vermieter muss schon alles tun, um die Energiekosten zu senken.

Nö!

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Wenn du mit dem Zustand nicht zufrieden bist, musst du dir eine neue Wohnung suchen. Es gibt keine Vorschriften darüber, welche Verglasung eine Mietwohnung haben muss.

Warum ziehst du dort ein, wenn du davon weißt. Der Vermieter muss ja nichts tun, so lange es Leute gibt, die so die Wohnungen mieten.

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