Fensteraustausch-Modernisierung welche Eigenleistungen/ Duldungen?

8 Antworten

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Für die Herstellung der Baufreiheit und den Schutz der Möbel ist der Vermieter materiell und finanziel verantwortlich. Man darf vor Beginn, wenn Eigenleistung vorgesehen, Vorschuss für die Auslagen (Helfer bezahlen, Folie kaufen) verlangen. Gibt der Vermieter das nicht, bräuchtest du die Bauleute nicht in die Wohnung lassen. Nun könntest du im Nachhinein Ersatz der Auslagen fordern.

Da die Ankündigung der Mod.-Maßnahmen  nicht bis spätestens 3 Monate vor Beginn erfolgte, verlängert sich die Frist nach Abschluss der Arbeiten bis zur Wirksamkeit des Mieterhöhungsverlangens um drei von drei auf 6 Monate.

Es gibt auch Meinungen (Urteile) die besagen, dass dann überhaupt keine Mod.-Mieterhöhung zulässig sei.

Modernisierungen sind erstmal zu dulden. Sollte die Wohnung unbewohnbar sein, dann kann man da schon was machen. Es ist aber zu bezweifeln, dass das bei dir der Fall ist.

Wurde die Modernisierung nicht fristgerecht und falsch angekündigt, gibt es keinen Ausschluss des Minderrungsrechts. Die Fristen und Anforderungen der Ankündigung sind ja scheinbar bekannt.

Verdienstausfälle oder deine sonstigen Ideen kannst du von dir selber einfordern. Denn da bist du der Auslöser für die Beeinträchtigungen. Die Anwesenheit von Handwerkern ist passiv zu dulden. Daher entsteht dabei auch kein Vermögensschaden.

Es könnte durchaus sein, dass bis zur endgültigrn Klärung Ihres mannifaltigen Fragenkatalogs gegenüber dem Vermieter die Arbeiten bereits erledigt sind und Sie wieder "normal" wohnen können.

Wie steht denn der Vermieter zu Ihren Fragen, insbesondere, was die Fensterbehänge angeht?

Vielleicht gehört er zu der hier bekannten Sorte, die sich da recht großzügig zeigt!?!

Der Verzicht auf einen Teil der Mongtsmiete, z.B. als Vorschlag, wäre doch nicht verkehrt!

Da hat man Geld für neue Fensterbehänge und Ihr Problem dürfte doch gelöst sein!?!


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