Fensteraustausch-Modernisierung welche Eigenleistungen/ Duldungen?

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7 Antworten

Für die Herstellung der Baufreiheit und den Schutz der Möbel ist der Vermieter materiell und finanziel verantwortlich. Man darf vor Beginn, wenn Eigenleistung vorgesehen, Vorschuss für die Auslagen (Helfer bezahlen, Folie kaufen) verlangen. Gibt der Vermieter das nicht, bräuchtest du die Bauleute nicht in die Wohnung lassen. Nun könntest du im Nachhinein Ersatz der Auslagen fordern.

Da die Ankündigung der Mod.-Maßnahmen  nicht bis spätestens 3 Monate vor Beginn erfolgte, verlängert sich die Frist nach Abschluss der Arbeiten bis zur Wirksamkeit des Mieterhöhungsverlangens um drei von drei auf 6 Monate.

Es gibt auch Meinungen (Urteile) die besagen, dass dann überhaupt keine Mod.-Mieterhöhung zulässig sei.

Es könnte durchaus sein, dass bis zur endgültigrn Klärung Ihres mannifaltigen Fragenkatalogs gegenüber dem Vermieter die Arbeiten bereits erledigt sind und Sie wieder "normal" wohnen können.

Wie steht denn der Vermieter zu Ihren Fragen, insbesondere, was die Fensterbehänge angeht?

Vielleicht gehört er zu der hier bekannten Sorte, die sich da recht großzügig zeigt!?!

Der Verzicht auf einen Teil der Mongtsmiete, z.B. als Vorschlag, wäre doch nicht verkehrt!

Da hat man Geld für neue Fensterbehänge und Ihr Problem dürfte doch gelöst sein!?!


Modernisierungen sind erstmal zu dulden. Sollte die Wohnung unbewohnbar sein, dann kann man da schon was machen. Es ist aber zu bezweifeln, dass das bei dir der Fall ist.

Wurde die Modernisierung nicht fristgerecht und falsch angekündigt, gibt es keinen Ausschluss des Minderrungsrechts. Die Fristen und Anforderungen der Ankündigung sind ja scheinbar bekannt.

Verdienstausfälle oder deine sonstigen Ideen kannst du von dir selber einfordern. Denn da bist du der Auslöser für die Beeinträchtigungen. Die Anwesenheit von Handwerkern ist passiv zu dulden. Daher entsteht dabei auch kein Vermögensschaden.

Weder Verdienstausfall noch neue Gardinen wären gerechtfertigt. Putz deine Wohnung einfach selbst, dann weißt du, dass alles i O ist. Freu dich, dass dein Vermieter sich um diese Maßnahmen überhaupt kümmert, in meiner letzten Wohnung wurden aufgrund schlechter Dämmung und laienhaft eingesetzter Fenster im Winter teilweise nur 13-14 Grad (am Tag!) erreicht, und ich hatte dazu noch ein Frühchen, das seine Temperatur nicht halten konnte! Also das ist alles eine Frage der Sichtweise...

Gard1 01.09.2016, 12:16

Warum wäre dies nicht gerechtfertigt ? Das tut mir leid für dich und dein Frühchen. Ist bei diesen Temperaturen die Wohnung nicht unbewohnbar ? Klar ist alles eine Frage der Sichtweise, aber daher existieren ja auch Gesetze die dies regeln.

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BellAnna89 01.09.2016, 12:20
@Gard1

Weil deine Vorhänge nicht wichtig sind, das ist ein reines Dekoelement, und weil deine Anwesenheit während der Arbeiten nicht notwendig ist: Fehlt danach etwas oder ist kaputt, muss die Firma es eben ersetzen.

Gesetzte schön und gut aber dann lies sie, erstmal muss der Vermieter informiert werden über den Missstand, dann nach Frist Ankpndigung der Mietminderung, nur in Absprache mit einem Fachanwalt... das ist es nicht wert in deinem Fall!

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qugart 01.09.2016, 13:31
@BellAnna89

Naja....für Mietminderungen brauchts mit Sicherheit keinen Fachanwalt. Eine Frist zur Ankündigung der Mietminderung gibt es auch nicht. Mietminderung sind möglich ab Mietmangel. Da muss man keine Frist zur Mangelbeseitigung setzen um mindern zu dürfen.

Und die Wichtigkeit von Sachen ist da auch nicht ausschlaggebend.

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BellAnna89 01.09.2016, 14:49
@qugart

Da hat wohl auch jemand mit dem Mieterschutz gesprochen, weil ihm im Winter die Zehen eingefroren sind?! Und nein, es geht nicht um Wichtigkeit, sondern es gibt einen Katalog, der genaue Prozentsätze vorgibt für die einzelnen Mängel.

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du hättest bis zum Ende der Bauarbeiten eine Mietminderung machen können, nachträglich geht das aber nicht mehr.

albatros 02.09.2016, 01:16

Selbstverständlich darf nach Abschluss der Arbeiten eine angemessene Mietminderung erfolgen. Vorher gehts ja wohl nicht, oder?

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Verdienstausfall gibt es dafür nicht

Mal ein Vermieter, der sich um die Mieter kümmert und ihnen hilft, Energie einzusparen und du willst dafür noch Kohle einbehalten. Gott sei Dank hat man solchen Typen wie dir gerichtlich das Handwerk gelegt, sodass bei Modernisierung keine Mietminderung mehr möglich ist.

Das Einzigste was der VM sich anrechnen lassen muss ist, dass er die Maßnahme nicht fristgerecht angekündigt hat - wenn das so war.

Gard1 01.09.2016, 12:11

Also existiert § 555a (3) nicht mehr ?
Von Mietminderung war in keinster Weise die Rede, im Gegenteil der Vermieter ist sogar so freundlich und legt die Kosten für die Moderniserung auf die Miete um. Ist doch sehr nett von ihm...

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pharao1961 02.09.2016, 09:01
@Gard1

OK, keine Mietminderung, aber du willst doch Kohle haben von ihm oder sehe ich das falsch? Klar kann der Vermieter (ich glaube 11% jährlich der Kosten) auf die Miete umlegen. Das ist ja auch rechtens. Er modernisiert ja nicht für sich, sondern für die Mieter. Ich kenne so viele Vermieter die machen GARNICHTS und kassieren nur ab.

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