Feminines Auftreten von Homosexuellen?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Das Ding ist: dieses Bild des androgynen homosexuellen Mannes wird oft in den Medien vertreten. Es ist einfach eine vereinfachte Form von dem, was der Gesellschaft als "homosexuell" dargestellt wird. So schaut die konservative Dame auf den Fernseher und denkt sich "Ach, schwule Männer sind nur die, welche sich wie eine Frau verhalten!" 

Weil es "einfacher" ist Homosexualität mit einer "heterosexuellen" Ansicht zu "verstehen": Frauen stehen auf Männer, deswegen müssen Männer, die auf Männer stehen, irgendwie weiblich sein! Und andersrum genauso: Männer stehen auf Frauen, also müssen Frauen, die auf Frauen stehen, irgendwie auch männlich sein! (hört sich etwas verwirrend an, so wie ich es formuliere, aber ich hoffe ihr versteht meinen Gedankengang).

So jedenfalls habe ich mir das erklärt, wieso dieser Stereotyp so oft in den Medien gezeigt wird. Es ist heutzutage natürlich nicht mehr so, weil wir offener in unserer Welt geworden sind! 

Ein homosexueller Mann muss nicht gleich auf Mode stehen, eine homosexuellle Frau muss nicht gleich Gewichte stemmen, ein transsexueller Mann muss nicht unbedingt auf Männer stehen! Das ist alles der Person überlassen! 

Natürlich könnt ihr mir in meiner "These" widersprechen. Bin gespannt, was die anderen so dazu denken!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von benmoin
25.02.2016, 17:41

Super wenn ich diese Antwort als Hilfreichste auswählen könnte dann würde ich es tun. Super Weiter so 😉

0

Hi.

ich würde deine Frage mit "inneres Bedürfnis" beantworten, wie du schon vorgeschlagen hast. Das muss allerdings ein klein wenig erklärt werden.

Als erstes: Ich denke du hast erkannt, dass nicht jeder Schwule einer aus der tuffigen Fraktion ist. Ich bin selber schwul, habe viele Schwule Freunde (natürlich auch Heteros, aber um die geht es ja gerade nicht). Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen - die typisch tuffig-tuntigen Kerle sind auch unter den Schwulen die absolute Minderheit. Aus dem Bauch geschätzt würde ich sagen 60 % der Schwulen merkt man überhaupt nicht an, dass sie Schwul sind (außer sie Küssen gerade mal ihren Partner, dann ist die Sache auch geklärt), 35 % haben den einen oder anderen Wesenszug, sei es in der Art wie sie mal Gestikulieren oder reden, wo man schon merkt, dass sie vom anderen Ufer sind und maximal 5 % sind die Klischee-Queens,   wie du sie beschreibst. 

Überlege mal, wann du das letzte mal durch ein Einkaufszentrum gegangen bist. du hast an dem Tag garantiert an die 2000 Leute gesehen. Davon waren also grob geschätzt schon mal mindestens 200 Homosexuelle. Die sind dir aber zu 90 % überhaupt nicht aufgefallen, weil sie eben nicht auffällig sind und sich genauso verhalten, wie du und ich. Und dann sind dir vielleicht ein oder zwei eher tuffigere Exemplare über den Weg gelaufen, und schon fragst du dich, warum alle Schwule so sind. Es ist also eher eine Wahrnehmungsfrage, warum solche Klischees entstehen.

Soviel zum Klischee, jetzt zu der Frage nach dem Warum.

Das ist eigentlich recht einfach, wenn man versteht, was Homosexualität eigentlich ist. Jeder Mensch hat als Fötus bereits die Anlagen in sich, sowohl Mann oder Frau zu werden. So auch das Gehirn, was später unsere Wahrnehmung steuert. In mehreren Phasen der Schwangerschaft sorgt ein gewisser Hormoncocktail dafür, dass es in allen relevanten Arealen entsprechend des biologischen Geschlechts programmiert wird. Das läuft aber nicht immer richtig. Alle Schwule haben gemeinsam, dass das Areal, das für die sexuelle Wahrnehmung zuständig ist, sozusagen weiblich programmiert ist. Sie stehen also auf Männer. Bei dem absoluten Großteil der Schwulen bleibt es auch so. Wenn man aber das so verstanden hat, dann ist es auch nicht schwierig nachzuvollziehen, wie bei manchen Männern auch noch weitere Areale eher "weiblich" programmiert worden sein könnten. Das heißt, wenn dann ein Mann extrem feminin rüberkommt, dann ist das nicht seine Entscheidung, seine Erziehung oder der Einfluss westlicher Kultur und Medien, wie manche gerne behaupten. Dann ist das einfach die Art und Weise, die ihm gewissermaßen in die Wiege gelegt wurde, die für ihn natürlich ist. 

Wahrscheinlich sind sich Schwule der Stereotypen mehr bewusst, als andere und manche spielen auch gerne mit solchen Stereotypen. Aber im Grunde ist das nun mal die Art, die für sie bequem und natürlich ist. Ich bin übrigens Schwule, aber könnte auf Teufel komm raus kein tuntiges Gehabe an den Tag legen, weil das für mich persönlich einfach nicht natürlich ist. 

Warum schreibe ich hier immer so viel - mir ist es wichtig, dass die Leute zum einen mal Klischees hinterfragen und zum anderen hilft es zu tolerieren und vielleicht auch zu akzeptieren, wenn man versteht. Ich hoffe ich konnte da ein wenig helfen. 

Liebe Grüße

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ein Teil der Homosexuellen scheint eine Vorliebe für Make-Up, ein besonders sanftes Erscheinungsbild, hohe Stimmen und viele typische "Girly"-Dinge zu haben (Glitzer, Kitsch, Pink, Plüsch usw.)....

Liegt evtl. daran, dass ein Teil der Homosexuellen FRAUEN sind?!

Nein ich hab es schon richtig verstanden, ihr meint nur homosexuelle Männer. Liegt evtl daran, dass sie ihre sensible Seite zulassen, im Gegensatz zu vielen "echten" Männer. Genau so, wie es einige homosexuelle Frauen gibt, die eben recht männlich sind. Keine Ahnung wir haben alles bei mir im Freundeskreis. Frauen die heterosexuell sind und männlich sind, Männer die homosexuell und männlich sind, Frauen die homosexuell und männlich sind...und so weiter....Jeder Mensch ist eben, wie er ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ein Spiel mit Stereotypen?

Ich würde das nicht als Spiel bezeichnen, sondern als Ablegen von Geschlechterrollen(denken). Einige wollen auch einfach das sein können, was sie fühlen, ohne sich fragen zu müssen, ob das nun männlich oder weiblich ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Weibliche kommt daher, dass sie meist auch diesen Part in einer Beziehung übernehmen und da sie von vielen Männern nicht akzeptiert werden sich eher an die Frauen halten.
Ähnliches siehst du auch bei Frauen (Stichwort: Kampflesbe).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

du meinst schwule männer.

genauso gibt es aber frauen, die nciht unbedingt lesbisch sind und sich maskulin kleiden und männliche berufe haben. das fällt aber einfahc weniger auf.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ein Spiel mit Stereotypen trifft es wohl am ehesten. Wer mit der klassischen Männerrolle schon von Kindheit an unzufrieden ist, betont manchmal gerne die gegenteilige Klischeerolle.

Das geht Frauen nicht anders, egal ob homo-, bi-, pan- oder heterosexuell.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Einige Männer fühlen sich nun mal zu "weiblichen"  Dingen hingezogen, schminken sich gerne und ziehen sich feminin an. Das ist nun mal die Vorliebe.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?