felgen von mx5 auf golf 3

2 Antworten

Der Mazda hat ab Werk den Mittellochdurchmesser 54,1 und Einpresstiefe (ET) 45. Der Golf dagegen braucht Mitelloch 57,1 und ET 38. Das hättste dir mal besser vorher überlegen sollen. Tritt von dem Kauf besser zurück, wenn es noch geht.

Um das weiter auszuführen:

Sollten das Zubehör-Felgen sein, die über Zentrierringe angepasst werden, und der Hersteller existiert noch, besteht immerhin eine theoretische Chance, passende Zentrierringe für die VW-Bohrung zu bekommen.

Wenn nicht, müsste man das Loch - theoretisch - ringsum um 1,5mm vergrößern. Das ist eine kniffelige Operation, weil man dazu entweder einen gigantischen selbstzentrierenden Bohrer in einer extrem unüblichen Größe und eine recht große, präzise Standbohrmaschine braucht, oder (besser) eine recht große Drehmaschine und jemanden, der sich damit sehr gut auskennt und viiieeel Zeit hat. Wenn der Dreher sich für die Zeit angemessen bezahlen lässt, bekäme man für das Geld auch nen Satz neue, sehr schöne Räder für den Golf, die ohne Weiteres direkt passen und sich auch problemlos eintragen lassen oder gar eine ABE haben. Vielleicht sogar einschließlich Reifen.

Selbst wenn das klappt, ist das Eloxal und der Lack dort ab und es ist die Frage, wie gut man dort die Oberfläche geschützt bekommt. Ist bei Alu nicht unbedingt so tragisch. Es kann aber trotzdem passieren, dass einem die Räder irgendwann "aufblühen". Vor allem falls mal Streusalz dran kommt.

Aber selbst wenn DAS klappt, bleibt noch die Einpresstiefe. https://de.wikipedia.org/wiki/Einpresstiefe

Ich gehe jetzt mal von den oben zitierten Serien-Werten aus. (Es könnte natürlich auch sein, dass das Zubehör-Räder waren mit geringerer Einpresstiefe, so etwa im Bereich des Golf oder sogar kleiner.)

Mit ET 45 steckt die Mazda-Felge jedenfalls sieben Millimeter tiefer im Radhaus. Wenn sie genau so breit ist wie die Golf-Felge oder breiter, besteht dadurch die Möglichkeit, dass die Räder mindestens innen irgendwo nicht freigängig sind. Außerdem ändert sich die Fahrwerksgeometrie, insbesondere der Lenkrollradius. Das muss durch Einstellen gegebenenfalls kompensiert werden. UND die Spurweite wird geringer. Das wiederum verstärkt die Kippneigung.

Was uns zum "juristischen" Aspekt bringt. Falls das Zubehör-Felgen sind, hast du hoffentlich ein Gutachten oder eine ABE dazu bekommen und hoffentlich ist der Golf da als zulässiger Fahrzeugtyp aufgeführt. Womöglich mit bestimmten Auflagen wie bestimmte Spurverbreiterungen, wegen der ET-Problematik.

Sollte das nicht der Fall sein, oder sollten es Mazda-Felgen sein, besteht nur eine verschwindend geringe Chance, dieser Räder auf dem Golf jemals eingetragen zu bekommen.

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Danke für die genaue Auskunft. Es sind aber keine Original felgen, es sind Dotz mugello Felgen. Da kann man doch das Mittelloch mit adaptern anpassen?

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@pereirachris93

Keine Ahnung. Dotz ist eher teuer, bietet Felgen für eine sehr begrenzte Auswahl Autos an und spezialisiert sich auf Geländewagen, keine Ahnung, ob die Adapter verwenden. Ich hatte mal nen Satz Borbet Typ A, die waren auch ohne Zentrierringe. Nur weil es eine Zuberhörmarke ist, muss das noch nicht heißen, dass auch Zentrierringe reinkommen.

Aber die haben Gutachten auf der Webseite zum Download, vielleicht steht's da drin. Oder Verkäufer fragen. Sonst wirst du über Ostern wohl kaum wen erreichen.

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guckste in fahrzeugschein

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