Feiertags arbeiten = Selber Schuld (Arbeitsrecht)?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Dein Chef labert Quatsch. Am 6.1. ist in Baden-Württemberg Feiertag. Punkt.

Such mal nach "Arbeitszeitgesetz (ArbZG)" §11 Abs. 3.

Dort steht:
....Werden Arbeitnehmer an einem auf einen Werktag fallenden Feiertag beschäftigt, müssen sie einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von acht Wochen zu gewähren
ist.

Da steht also ganz klar, dass Dir ein Tag Ausgleich zusteht. Ich kenne allerdings nicht die Situation in Eurem Betrieb und Deine persönliche Situation - ob Du es Dir leisten kannst und willst, gegen den Chef aufzubegehren. Das musst Du leider selber beurteilen.

Wenn du betriebsbedingt an einem Sonntag oder gesetzlichen Feiertag arbeiten musst, steht dir ein Ausgleichstag zu.

Der Tag muss dir genau so vergütet werden, als ob du gearbeitet hättest.

wenn du 5 Tage Woche und 40 Stunden hast, dann bekommst du jeden Feiertag, der auf einen Wochentag fällt und du arbeitest, an einem anderen Tag. Bedeutet für dich, dass auch du rechtlich einen Anspruch hast auf 3 Tage frei in dieser Woche.

Geh mal zu der Arbeitervertretung, in Österreich wär das die Arbeiterkammer in Deutschland gibt es die Arbeitnehmerkammern zB in Bremen und im Saarland.

Ansonsten gibt es auch in Deutschland eine Gewerkschaft an die du dich wenden kannst.

Sein Argument stimmt so nicht ganz, weil du den Feiertag auch bezahlt bekommen hättest wenn du gesetzlich Frei bekommst, so wie auch den bezahlten Urlaub. (zumindest ist es in Österreich so, die gesetzes Lage in Deutschland kenne ich dazu nicht)

Mein Chef sagte, ein Feiertag wird nicht bezahlt, deswegen habe ich ja 20 Urlaubstage, die bezahlt werden. Ich bin aus Deutschland und in keiner Gewerkschaft.

0
@Tiwica

Boah. Also ehrlich: 20 Urlaubstage ist zwar im Rahmen der gesetztlichen Regelungen, aber es gibt auch durchaus Branchen und Betriebe, die als Standard 30 Urlaubstage bieten.

0
@Tiwica

In D werden Feiertage bezahlt wenn sie an "normalen" Arbeitstagen sind.

0
@Tiwica

Das ist ja an sich egal, es kommt jetzt drauf an, ob du entweder den Feiertag gesondert ausbezahlt bekommst oder ob du dir Zeitausgleich nehmen kannst, da müsste man im Arbeitsrecht nachsehen, wie es in Deutschland geregelt ist.

Ich kann hier leider nur von Österreich reden und hier ist die Gewerkschaft oder Arbeiterkammer eine Staatlich agierende Organisation welche für solche Fälle Rechtsberatung und auch eine Rechtsvertretung "gratis" zur Verfügung stellt.

0

Was musstest Du am Feiertag Hl. Drei Könige machen? 

Welchen Job machst Du denn? Zudem was steht in Deinem Arbeitsvertrag. So pauschal kann man das nicht sagen.

In meinem Arbeitsvertrag steht nix über Feiertage. Nur dass ich 40 Stunden von Mo-Fr arbeiten muss und 20 Tage Urlaub habe im Jahr.

0
@Tiwica

Wie ist denn Dein Lohn geregelt? Bekommst Du Stundenlohn?

0
@Tiwica

Zudem was steht in Deinem Arbeitsvertrag.

Was dazu im Arbeitsvertrag steht, ist (in Deutschland) völlig irrelevant!

So pauschal kann man das nicht sagen.

Doch, das kann man sehr wohl!

Der Ausgleich für Feiertagsarbeit ist gesetzlich vorgeschrieben (Arbeitszeitgesetz ArbZG § 11 "Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung" Abs. 3 Satz 2); davon abweichende Regelungen dürfen nur tarifvertraglich bestimmt werden (ArbZG § 12 "Abweichende Regelungen" Satz 1 Nr 2).

0
@Familiengerd

Hat sich eben erledigt. Habe Pech gehabt. Wurde grade angerufen "Ob ich eigentlich weiss, dass jeder ersetzbar ist" das kann ich mir leider nicht leisten.

0
@Tiwica

Wenn du dir das gefallen lässt, wird der Arbeitgeber in Zukunft mit euch machen, was er will.

0
@Tiwica

Dein Chef betätigt sich als Erpresser und ignoriert Gesetze. Eigentlich sollte man ihm in der Tat den Rücken kehren, und zwar die gesamte Belegschaft auf einmal. Dann könnte er ja mal beweisen, wo er Ersatz herbekommt und wer ihm das Geld für seine Firma verdient, von dem er dann lebt.

Zudem wird es wohl so aussehen: wenn er jetzt damit durchkommt, wird er auch in Zukunft alles dransetzen, um euch übers Ohr zu hauen. Gewohnheitsrecht sozusagen.

Nichts desto trotz muss man es natürlich akzptieren, wenn du es dir nicht leisten kannst, den Job zu riskieren. Aber vielleicht schaust du dich ja mal in Ruhe nach einem neuen Job um.

0

Normal zählt dann so ein Tag als Überstunden mit den entsprechenden Ü-Std.-Zuschlägen.

mit den entsprechenden Ü-Std.-Zuschlägen

Wer sagt denn, dass es solche Zuschläge gibt?

0

Was möchtest Du wissen?