Fehlgeburt : Ungeborenes Kind trotzdem als ein Teil der Familie sehen?

7 Antworten

Zu solchen "Geschwistern" hätte ich keine Beziehung. Sie wären für mich weit weg. Natürlich könnte es auch für mich belastend sein, wenn meine Eltern mir ihre Belastung durch das Ereignis so mitteilten, dass ich auch darunter leide.

Leider ist es so, dass nicht jede Schwangerschaft zu einem lebenden Kind führt. In vielen Fällen ist es aber durch die Natur bestimmt, wenn ein solches Kind nicht wirklich lebensfähig ist.

Wenn die Fehlgeburt am Anfang der Schwangerschaft passiert, ist sie leichter zu verkraften, als am Ende. Am Ende der Schwangerschaft ist der Körper ja schon sehr wit entwickelt. Das ist für die Mütter dann eine sehr große Belastung. Die Väter haben schon etwas Abstand dazu. Als Vater würde ich meine Kinder so darüber informieren, dass sie das nicht zu schwer nehmen.

Ich hätte einen 1 Jahr älteren Bruder gehabt. Ich weiß nicht mehr genau, wann und wie meine Eltern mir davon erzählt haben, jedenfalls haben sie es getan. Meistens denke ich überhaupt nicht daran, dass da noch jemand hätte sein können, denn es ist nur Konjunktiv und im Alltag merkt man davon nichts. Nur an seinem Geburtstag zünden wir eine Kerze an, das finde ich ganz schön zum Gedenken.

Ich weiß nicht, wie es anders gewesen wäre, wenn ich das ältere Geschwisterteil gewesen wäre. Dann hätte ich ja aus erster Hand alles mitbekommen. So habe ich praktisch erst im Nachhinein erfahren, dass noch vor meiner Geburt mal irgendwas/irgendwer war.

Früh verstorbenes Familienmitglied.
Auch wenn er/sie noch nicht geboren war ist er/sie (jedenfalls aus meiner Sicht) ein Mensch und ist somit auch ein Teil der Familie, auch wenn keine emotionale Bindung (durch z.B. Geschwister) aufgebaut werden konnte.

Was möchtest Du wissen?