Fehlerstromschutzschalter was its das?

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5 Antworten

Wenn durch den menschlichen Körper oder über eine schadhafte Isolierung ein Strom fließt, der eigentlich nicht fließen sollte ("Fehlerstrom"), dann fließt über die stromführende Phase(n) mehr Strom zu, als über den Nullleiter bzw. Neutralleiter abfließt. Überschreitet dieser Fehler- oder Differenzstrom einen bestimmten Wert, dann löst der Fehlerstrom-Schutzschalter ("FI-Schalter") aus und trennt sämtliche Leitungen des betroffenen Stromkreises vom vorgelagerten Stromnetz:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstrom-Schutzschalter

Ich muss dich leider enttäuschen mit einem Nullleiter funktioniert ein FI nicht, es sei denn du hast einen Schukomat, also eine Steckdose mit eingebautem FI.

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@germi031982

Sorry, ja klar - ist doch schon wieder ein paar Monate her, dass ich das gelernt habe :-(

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Eine normale Sicherung misst den durchfließenden Strom und wenn der Maximalwert überschritten ist, löst sie aus. Das kann aber schon tödlich sein, wenn z.B, der Fön in die Badewanne fällt. Der FI-Schalter ist auch nichts anderes als eine Sicherung und sitzt daher im Sicherungskasten.

Der FI-Schalter misst ein- und ausgehenden Strom (also beide Leitungen) und vergleicht die. Solange beide gleich groß sind, ist alles in Ordnung. Tritt jedoch irgendwo schon ein kleiner Kurzschlus auf, gibt es einen Fehlerstrom, der sich als Differenz zwischen beiden Leitungen messen lässt. Das kann unterschiedlich eingestellt werden, Fehlerströme im Miliamperbereich sind durchaus üblich. Der FI-Schalter ist dadurch wesentlich empfindlicher und kann auch Fehler erkennen, die eine normale Sicherung nicht erkennt. Außerdem löst er viel schneller aus, weil der Fehlerstrom sofort anliegt und nicht erst gewartet werden muss, bis die Maximalstromstärke überschritten wird. Der schützt daher auch vor einem Fön, der in die Badewanne fällt.

Wenn dein Fön in die Wanne fällt geht genau der FI raus nicht eine "normale" Sicherung...

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@Hamburger02

Es soll auch Bäder geben in denen kein FI verbaut ist, da fliegt im Fall des Föhns in der Wanne der normale Leitungsschutz, zumindest wenn die Wanne aus Metall ist. Bis 2001/2002 um den Dreh mussten die Badewannen und Duschtassen nämlich in den Potentialausgleich einbezogen werden wenn sie aus Metall bestanden (Stichwort: Erdung). Eben aus dem Grund. Früher hat man die Wanne einfach mit der Wasserleitung verbunden die aus verzinktem Stahl bestand. Die Wasserleitung war ja geerdet.

Mittlerweile muss die Metallwanne bei Neuinstallationen nicht mehr geerdet werden, es ist  ein FI vorhanden und es ist ein zentraler Potentialausgleich im Haus vorhanden. Die Badewanne und Duschtasse werden nicht mehr als sogenannte "fremde leitfähige Objekte" angesehen. Das gilt aber nur in Deutschland und nicht für andere EU-Länder. Man kann es weiterhin machen, muss es aber nicht. Wer sowas bereits hat, das muss auch weiterhin so bleiben, der Wegfall gilt nur bei Neuinstallationen (Neubau oder komplette Sanierung).

Kann man hier nachlesen, inklusive Begründung:

http://www.btga.de/downloads/fach2.pdf

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Ein FI funktioniert wie eine Balkenwaage, auf beiden Seiten muss das gleiche Gewicht liegen damit die Waage im Gleichgewicht ist. Beim FI ist es so, das verglichen wird das die gleiche Menge an Strom über den Neutralleiter aus einem Stromkreis wieder zurückfließt wie die Menge die über die Phase in den Stromkreis hereingeflossen ist. Wenn da eine Differenz auftritt wird der Stromkreis abgeschaltet da dann davon auszugehen ist, das der Strom einen unerwünschten Weg genommen hat, im schlimmsten Fall über eine Person in die Erde geleitet wurde (landläufig als Stromschlag bekannt). Wie groß die Differenz sein muss bei der ausgelöst wird ist durch den FI selbst definiert, es gibt da verschiedene Ausführungen die bei verschieden großen Fehlerströmen auslösen, für Personenschutz ist 30 mA (0,03 A) eigentlich der Standard.

Seit 1984 ist ein FI Pflicht für Räume die eine Badewanne oder eine Dusche enthalten, seit 2009 muss jeder Stromkreis der eine Steckdose enthält die einem elektrotechnischen Laien zugänglich ist mit einem FI abgesichert sein. Und zwar für jeden Stromkreis einzeln, also ein großer FI fürs ganze Haus ist nicht mehr zulässig.

Das gilt für Neuinstallationen, eine Nachrüstpflicht besteht nur wenn größere Änderungen an der Installation durchgeführt werden oder ein Raum zu einem Bad mit Dusche oder Badewanne umgewidmet wird.

der fehlerstromschutzschalter vergleicht den strom auf Phase (braune ader) und Neutralleiter (blaue ader) fließt auf einer ader weniger strom als auf der anderen, löst er aus und trennt die angeschlossenen geräte vom netz...

nehmen wir ein ganz klassisches beispiel. eine mehrfachsteckerleiste, angenagt vom Meerschweinchen und du packst an die kabel. dann fließt ein strom durch deine hand in die erde ab. eben diesen sogenannten fehlerstrom erkennt der fehlerstromschutzschalter und schaltet rechtzeitig ab, schützt dich also...

damit hätte sich dann auch der name erklärt.

lg, Anna

Der FI-Schalter ist eine Art Sicherung, weshalb er sich auch im Sicherungskasten befindet (in jedem Haus).

Es gibt drei Leiter: den Außenleiter (kurz: Phase) (grau, braun oder schwarz), den Neutralleiter (kurz: Null) (blau) und den Schutzleiter (kurz: Erde) (grün-gelb).

Der FI misst den Unterschied zwischen dem Strom den er abgibt und dem Strom der zurückkommt. Wenn es keinen Unterschied gibt, kam der komplette Strom zurück --> alles OK. Wenn es einen Unterschied gibt, bedeutet das, dass der Strom entweder über den Schutzleiter oder einen Menschen abfließt, was natürlich nicht sein darf, da es lebensgefährlich ist. --> der FI schaltet ab und es fließt überhaupt kein Strom mehr. (den Unterschied misst der FI mittels "Induktion")

Wenn du zum Beispiel in die Steckdose fasst, muss es Dank des FIs nicht bedeuten, dass du stirbst. Der Strom kommt über die Phase, fließt durch dich durch und dann durch das Haus, den Boden oder irgendwelche Gegenstände ab. Der FI merkt den Fehler sofort und schaltet ab. Wenn man Glück hat, hat er so früh abgeschaltet, dass das Herz nicht lebensgefährlich angespannt wurde (man muss in so einem Fall natürlich trotzdem sofort ins Krankenhaus).

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