Feedback und weitere Vorschläge zu einem Vortrag: Unterschiede in der Umgangssprache in verschiedenen deutschen Regionen?

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2 Antworten

Moselfränkisch (zumindest die Variante, die ich kenne, Nordsaarland):

dohemm (anstatt "zuhause") (do sin eisch net dohemm)

all (anstatt "leer") (dat Bier es all)

aarisch (anstatt "sehr") (aarisch gudd = sehr gut) (doll ist ungebräuchlich)

ungebräuchlich ist "gescheit", das gibt es aber im Schwäbischen

ebenso unverständlich wäre "ich habe etwas einstecken" (eisch hann eppes im buxesack) (bux = Hose, buxesack = Hosentasche)

"etwas zu stehen haben" äh, das versteh ich nicht mal :) was bedeutet das?

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bigmcz 22.11.2015, 21:34

"Ich hab da noch mein Fahrrad  zu stehen" ...Erweiterter Infinitiv statt einfachem... oder vereinfacht: Denk dir das "zu" weg...

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Sonnabend vs. Samstag. In Norddeutschland sagt man Sonnabend, in Süddeutschland wird man damit nicht verstanden. Jemand dachte mal, ich würde damit Sonntagabend meinen.

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bigmcz 21.11.2015, 10:13

Danke, stimmt! Ich meine sogar einmal gehört zu haben, dass die Stasi hellhörig wurde, wenn Kinder "Samstag" sagten, da sie das dann wahrscheinlich aus dem Westfernsehen hatten... leider finde ich dazu keine Quelle...

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humanist78 22.11.2015, 11:02
@bigmcz

Das wusste ich noch nicht. Interessant. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es so war. Wo man das nachschlagen könnte, weiß ich leider auch nicht.

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Grammatikus 10.12.2015, 11:27

Die Bezeichnung Samstag ist gemeindeutsch. Zur Zeit der DDR war Sonnabend DDR-Standarddeutsch. Dieses Standarddeutsch verschwand mit dem Ulbricht-Staat. Die alten Begriffe bestehen als Regionalismen und in den Umgangssprachen weiter.

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