FDP kalte Partei?

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4 Antworten

Schon aus dem Parteiprogramm der FDP geht hervor, daß sie mit Freiheit u. a. auch die Freiheit meint, Lohndrückerei zu betreiben und gierigen Vermietern die Mieterabzocke zu erleichtern.

Ansonsten werden Parteiprogramme nicht geschrieben, um die eigene Klientel zu vergrällen, sondern, um auch möglichst viele Wähler auf sich zu vereinen, wobei letzteres für gewöhnlich besser gelingt, wenn mit vielen Worten möglichst nichts gesagt wird.

Die FDP ist da etwas anders gestrickt. Letztlich kommt es auch nicht in jedem Fall darauf an, möglichst die Stimmenmehrheit zu erhalten. Oft hat ein kleines Zünglein an der Waage mehr Macht als die Partei mit den meisten Stimmen, wenn dieses Zünglein gleichzeitig der Knopf ist, der die schönen Träume des Koalitionspartners von den lukrativen Posten jederzeit zum Platzen bringen kann.

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bookdragon 08.10.2017, 21:45

Gut erklärt, aber kamst du den letzten Absatz nochmal konkret beschreiben? Habe durch die Metaphern eher weniger verstanden. :)

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Dxmklvw 08.10.2017, 21:54
@bookdragon

Die FDP hat nur wenige Stimmen erhalten. Die meisten Stimmen kommen auf die CDU/CSU, doch das reicht nicht aus, um alleine regieren zu können, so daß nur Jamaika-Koaltion oder Neuwahl zur Auswahl steht.

Eine gewisse Macht- und Postengeilheit unterstelle ich allen Parteien, und ich gehe davon aus, daß dieses Streben nach Macht und Posten auch so weit geht, daß dafür vorherige Ideale in die Tonne getreten werden.

Wenn eine Jamaika-Koalition zustande kommt, dann liegt es alleine am guten Willen der Koalitionspartner, dieser Koalition Bestand zu geben oder sie auch mittendrin einfach platzen zu lassen.

Daraus ergibt sich eine große Menge Erpressungspotential (entwieder, ihr macht, was wir wollen, oder wir lassen alles platzen). Ob es tatsächlich zu solcher Form von Druckausübung kommt, steht zwar in den Sternen, doch aufgrund aller bisherigen Erfahrungen gehe ich mehr davon aus, daß es kleinen beteiligten Parteien bereits auf die Stirn geschrieben ist.

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bookdragon 08.10.2017, 22:48
@Dxmklvw

Stimme ich vollkommen zu. Es ist ja kein Geheimnis, dass die FDP seit der groKo mit Merkel sehr unbeliebt geworden ist. Komisch, dass die SPD nach Merkel jetzt auch unbeliebt geworden ist..und als nicht durchsetzungsfähig gilt..jaja sehr komisch. ^^

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die FDP eher ein Freund für die strahlenden Bürger, die Erfolg haben und Geld haben bis sie nicht mehr in ihrer guten Phase sind

Genau so ist es! Die Antwort steht schon in deiner Frage.

Die FDP ist aber sogar noch etwas rechter als du beschrieben hast. Sie wollen nämlich Sozialgelder (Kindergeld, Sozialhilfe) kürzen und die Steuern zum Teil erhöhen.

Wenn es nach der FPD gehen würde, wäre Deutschland genau so gespalten wie Russland. Arme wären ärmer und Reiche wären reicher als jetzt.

Die FDP interessiert sich größtenteils nur für schnelles Glasfaser-Internet und einen schnellen technischen Fortschritt.

Ich würde die FDP genau so rechts wie die AfD einstufen. In manchen Gebieten finde ich die FDP sogar rechter als die AfD.

 

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bookdragon 08.10.2017, 21:47

Gabs da nicht son liberales Bürgergeld oder so, wo die Sozialleistungen zusammengefasst werden mit Harz 4?

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Die FDP hat sich geändert. In der damaligen Sozial-Liberalen Koalition hat sich die Partei noch an das Grundsatzprogramm des Liberalismus in Deutschland gehalten. Ziel war es "Partner" aller Bürger zu sein. Dem "Schwachen" sollte z.B. geholfen werden, Arbeit und Leistungen zu erhalten, damit dieser" Stärke" erreicht. Die FDP wollte nie die Macht erreichen , sondern vielmehr das Korrektiv zwischen den beiden Machtblöcken, wie Progressivismus und Konservatismus sein. Nur macht- und geldgierige Menschen, dem Stamme Westerwelle entsprechend, haben den Liberalismus offensichtlich nicht verstanden und in die falsche Ecke gedrängt. Die FDP ist höchstwahrscheinlich zu einer Bewegung geworden, die nicht mehr Partner aller Bürger ist - sondern nur die Interessen der Reichen und Superreichen vertritt. Die sogenannten Jamaica-Verhandlungen, werden dieses bestätigen.

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ja, bei FDP heißt Freiheit auch, das man auch die Freiheit hat, arm zu sein.

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