fast 190 EUR für 2 km/h zu schnell?

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3 Antworten

Ich glaube du verschweigst uns was. ;)

  1. Normalerweise werden noch paar km/h abgezogen vom gemessenen Wert. Das ist der sogenannte Toleranzwert, weil nicht jeder Blitzer zu 100% genau eingestellt sein kann. Keine Ahnung mehr gerade wieviel das sind. So um die 3 km/h. Somit bist du mit min. 85 km/h unterwegs gewesen. Aber egal. Das ist jetzt hier nicht so wichtig.

  2. Die 200 Fr. Zuschlag kommen vermutlich davon, dass du mehrmals Bussenzettel ignoriert hast. Das sind vermutlich Mahngebühren usw. wenn nicht sogar schon mehr eingeleitet wurde wie eine Betreibung oder ähnliches. Wenn 1 Jahr dazwischen liegt, kann es wohl kaum dein erste gewesen sein. Die Busse ist bei dir irgendwas zwischen 20.- bis 60.- Fr. gewesen, wenn man diese Tabelle anschaut:

https://www.ch.ch/de/geschwindigkeitsuberschreitungen/

Mein Tipp: Bezahl die Busse so schnell wie möglich. Dann hast du wieder Ruhe. ;)

zu 1.: diesen Toleranzwert habe ich auch gesucht, aber nicht gefunden, dort steht nur: Geschwindigkeitsbegrenzung: 80 km/h - Geschwindigkeitsüberschreitung 2 km/h

zu 2.: dies ist mein erster Bussenzettel; die Busse beträgt 20 CHF (+ 8 CHF Auslagen + 200 CHF Gebühren = 228 CHF), der Strafbefehl ist vom 24.06.14, die Tatzeit am 08.08.13 (ich war auch seitdem nicht mehr in der Schweiz)

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@Erik00200

Mein letzter Bussenzettel ist jetzt auch schon wieder eine ganze Weile her. Von daher weiss ich auch nicht mehr so genau, was da drauf steht. Das ist vermutlich auch von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Der Toleranzwert ist auch unterschiedlich, je nach Messart. (Laserpistole, Lichtschranke, Radar etc.)

Wenn es wirklich dein erster Brief gewesen ist, dann würde ich mal bei der Polizei nachfragen, was das soll. Vielleicht lässt sich dass ja noch zurückverfolgen im Nachhinein. Da kann alles mögliche passiert sein in der Zwischenzeit. (Adresse nicht gefunden, Brief wurde irgendwo liegen gelassen, das Computersystem hat gewisse Sachen automatisch ausgelöst etc.) Wenn du viel Glück hast, wird die Busse vielleicht sogar noch angepasst.

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Wenn es ein Strafbefehl ist, dann wurde der von der Staatsanwaltschaft ausgesprochen: http://de.wikipedia.org/wiki/Strafprozessrecht_(Schweiz)#Strafbefehlsverfahren

Strafbefehlsverfahren

Ist die beschuldigte Person im Verlauf des Vorverfahrens geständig oder der Tatbestand ausreichend geklärt, kann die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl erlassen, sofern sie das Strafmass eines Strafbefehls für ausreichend hält. Als mögliche Strafen kommen Bussen, Geldstrafen bis zu 180 Tagessätzen, bis zu 720 Stunden gemeinnützige Arbeit, bis 6 Monate Freiheitsstrafe sowie Kombinationen, welche nicht mehr als 6 Monaten Freiheitsstrafe entsprechen, in Frage. Eine Busse kann zusätzlich immer ausgesprochen werden. Innert 10 Tagen kann schriftlich Einsprache gegen den Strafbefehl erhoben werden, findet keine Einsprache statt, gilt der Strafbefehl als rechtskräftiges Urteil. Bei einer Einsprache entscheidet die Staatsanwaltschaft über Einstellung des Verfahrens oder übergibt den Strafbefehl als Anklageschrift dem Gericht zur Hauptverhandlung. Wird der Strafbefehl vom Gericht zurückgewiesen, beginnt die Staatsanwaltschaft erneut mit dem Vorverfahren. Das Gericht kann, wenn die Einsprache nur Kosten und Entschädigungen betrifft, das Verfahren schriftlich führen solange keine Verhandlung verlangt wurde.

Insofern sind die Gebühren nachvollziehbar, denn der Staatsanwalt arbeitet nicht gratis.

Es wird es nicht nur um die 2 km/h sein, soldern es muss noch einiges mehr vorliegen. Ich bin da ziemlich sicher, du verschweigst noch was!

Denn wegen einer Bagatellbusse, geht keine Polizei in der Schweiz vor die Staatsanwaltschaft.

Ich rate dir zu zahlen, und das Ganze als Lehrgeld abzuschreiben. Lehrgeld deshalb, weil du gelernt hast, dass Geschindigkeitsübertretung in der Schweiz kein Kavaliersdelikt ist.

Also mein Problem sind die 200 CHF Gebühren. Warum wird ein Staatsanwalt bei so einer Bagatelle tätigt? Es gab kein "Vorverfahren" oder eine Befragung.

und nochmal: es sind nur 2 km/h zuviel gewesen, steht auch so im Strafbefehl

(PS: Kann man hier als "Beweis" eine Datei anhängen oder ein Bild anhängen?)

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Hallo,

es ist längst bekannt, dass bei unseren Nachbarn Tempoverstöße deutlich höher geahndet werden als bei uns. Warum Du glaubst, dass der erhaltene Strafbefehl für eine Privatperson nicht gelten soll, erschließt sich mir nicht.

Gruß

dervagabund

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