Fantasy-Roman schreiben, Vorgangsweise?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hast du schon mal von der Heldenreise gehört? Gibt einige Bücher darüber, ich hab mir das ganze ehrlich gesagt über Jahre hinweg selbst erarbeitet.

Das ist ein guter Leitfaden, an den ich mich gerne halte. Hier ein kleines Konzept dazu:

https://docs.google.com/document/d/1BgI9LTNQSrBpSIfVv0zTXb4pcAhSZ8-g8jujqCNJNzI/edit?usp=sharing

Und noch eines zu den Figuren:

https://docs.google.com/document/d/16w9bB9MgPNVTcrLcUCEeCASfvofO0El00nCS0hBGpxw/edit?usp=sharing

(Tut mir leid, wenn es schwer verständlich ist. Hab die eher für den privaten Gebrauch, sodass ich selbst einen guten Überblick hab.)

Beide basieren auf großen Geschichten wie Star Wars, Herr der Ringe und Harry Potter, aber auch kleineren wie Herr der Diebe, The Flash und Warrior Cats. Das Schema ist grundlegend auf jede epische Geschichte anzuwenden.

So ein Leitfaden ermöglicht es einem, konsequent und vollständig, gleichzeitig aber auch spontan zu schreiben. Also wie immer ist auch hier der Mittelweg der Beste.

Das ist genau die Art von Geschichte, die man angeblich nicht mehr schreiben soll weil sie zu ausgelutscht ist. Ich habe nichts gegen solche Geschichten, schreibe selbst gerade an einer Geschichte dieser Art. Aber leider wird gegen solche Geschichten sehr gehetzt, vor allem wenn der Protagonist als Auserwählter bezeichnet wird und ein Bauer ist...

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@x3Lumelora

Es ist ausgelutscht, wenn man sich zu sehr an den Vorbildern orientiert. Nimmt man Eckpunkte und bildet sie kreativ aus, ist daran rein gar nichts ausgelutscht.

Jeder Hollywood-Film setzt drauf.

Und ganz ehrlich, so alt wie das schon ist, wird es niemals ausgelutscht sein. Die Heldenreise lässt sich bis auf Homer von vor tausenden vor Jahren zurückführen. So lange wie man Geschichten erzählt, wird es immer eine Reise geben.

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Jeder Autor arbeitet anders. Es gibt einige, die planen alles genau im Detail voraus und schreiben dann nur runter, während andere besser drauf los schreiben können und die Struktur nebenbei, Stück für Stück reinbringen. Das musst du einfach selbst ausprobieren, was für dich besser funktioniert.

Ich arbeite anfangs gern mit Stichpunkten. das heißt ich schreibe mir die Handlung die ich schon weiß in Stichpunkten irgendwo auf. Der Vorteil dabei ist, man hat auch bei einer längeren Schreibpause einen schnellen Überblick worum es vorher ging und was als nächstes passiert. Man kann auch schnell Dinge einfügen, ändern oder weglassen.

Charakter oder Weltenbögen sind auch sehr praktisch, wenn es um Fantasy geht. Da benutze ich eigentlich immer die von Enny Wilsbrook. Einfach mal googeln und auf ihrer Website auf "Downloads". Da hat sie diverse Fragebögen frei zur Verfügung gestellt.

Da muss man natürlich nicht für jede Geschichte jeden der Punkte dort ausfüllen. Es hilft nur einmal zu sehen, was man so alles beachten kann, was alles mit reinspielen könnte.

Viel Spaß!

Egal was du schreibst: Wer im Vorfeld einen Handlungs- und Spannungsbogen ausarbeitet, sich überlegt, welche Entwicklung ein Charakter im Lauf der Geschichte durchleben soll, der kommt nicht so schnell ins Stocken. Die wenigsten Autoren schütteln das alles aus dem Ärmel. Für die meisten steht vor dem Schreiben eine Menge Arbeit.

Also an meinem jetzigen Roman-Projekt, arbeite ich schon mehrere Jahre. Vorjer habe ich nur kurze Geschichten geschrieben (je 200 Seiten etwa).

Ich finde es ist wichtig die Welt drumherum gut auszuarbeiten (Religion, Glaube, gesellschaftliche Strukturen, Morphologie von Kreaturen usw. usw.) Ansonsten wird es schwer das ganze überzeugend wirken zu lassen, denn kleine Details lassen eine Geschichte erst wirklich lebendig wirken. Vor allem Charaktere sollten gut durchdacht sein.

Außerdem sollte man einen groben roten Faden haben, an dem man die Geschichte aufzieht. Dieser darf sich aber im Laufe der Arbeit ruhig verändern, dient wirklich nur als Grobe Zielvorgabe.

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