Fantasy Geschichte- Welche Erzählform?

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Das Ergebnis basiert auf 5 Abstimmungen

Er/Sie-Form 60%
Ich-Form 40%

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Er/Sie-Form

Die Ich-Form hat den Vorteil, dass die Geschichte persönlicher wirkt und du die Gefühle der Person besser wiedergeben kannst. Allerdings hat sie den Nachteil, dass die Person aus deren Sicht du schreibst, nur ein begrenztes Wissen hat. Sie kann nur das wiedergeben, was sie selbst weiß oder was sie selbst erlebt hat.

Das ist der Vorteil der Er/Sie-Form. Denn dann ist der Erzähler allwissend. Er weiß, wie die Personen fühlen, weiß ihre Geschichten und alles andere. Hier kannst du die Gefühle und Gedanken aller Personen beschreiben. In der Ich-Form kann der Ich-Erzähler nur über die Gefühle der Anderen mutmaßen. Er weiß nicht was passiert ist, bevor er die Personen getroffen hat. Er kann erst ab dem Punkt über sie erzählen, ab dem er sie getroffen hat oder kann nur das wiedergeben, was sie ihm erzählt haben.

Ich persönlich finde beide Erzählstile gut. Die Ich-Form vermittelt besser die Gefühle der betreffenden Person. Die Er/Sie-Form weiß dagegen mehr über das allgemeine Geschehen.

So, ich hoffe ich konnte dir helfen. Wenn du weitere Fragen hast, kannst du dich sehr gerne melden. :)

Ich-Form

Um ehrlich zu sein finde ich kommt es immer auf den eigenen Schreibstil und auch auf die Geschichte drauf an. Ich mag beide Formen, ich meine bei jeder gibt es Vor- und Nachteile. Bei der Ich-Form kann man persönlicher schreiben, die Gefühl des Erzählers auch um einiges besser ausdrücken, aber man kann keinen Einblick in die anderen Personen geben. Bei der Er/Sie-Form kann man die jeweiligen Perspektiven wechseln und auch aus der Sicht eines anderen Menschen schreiben, was ich auch immer interessant finde. Besonders wenn man ein Ereignis aus zwei verschiedenen Perspektiven schildert. Ich mag beides zu lesen, aber ich schreibe selbst und da finde tu ich mir bei der Ich-Form um einiges leichter. Ich weiß nicht um was es genau in deiner Geschichten geht, aber ich würde erst darüber nachdenken, ob du dich auf eine Person spezial konzentrieren oder lieber aus mehreren Sichten schreiben willst. Ich denke wenn du aus nur einer Perspektive schreiben willst, finde ich es besser die Ich-Form zu verwenden, das ergibt einfach mehr Sinn.

Wie gesagt ich kann nicht wirklich sagen was besser ist und ich habe schon in beiden Formen geschrieben. Du könntes dir auch einfach mal eine aussuchen und anfangen zu schreiben, wenn es dir nicht wirklich gefällt oder es dir gegen den Strich geht, kannst du immer noch wechseln.

Er/Sie-Form

die "Er-Sie-Form" ist flexibler, macht mehr Spannung. Bei der "Ich-Form" ist doch schon von vornherein - ganz gleich was passiert - sonnenklar, das der "Erzähler" überlebt. Das bietet sich bei einer "Hauptrolle" zwar ohnehin an, aber dieses muss man dem Leser doch nicht pausenlos auf die Nase binden - er darf ruhig ein bisschen mitfiebern, es kann ja sein, dass eine der Hauptpersonen doch unerwartet früh aussteigt.

Ich weiß gerade den Titel eines Beispiels nicht, da war genau das der Fall: 200 Seiten zittert man mit der vermeintlichen "Hauptperson", und dann nippelt diese unspektakulär ab und eine bislang völlig unscheinbare "Nebenperson" übernimmt die tragende Rolle für die restlichen 300 Seiten - das war fies, aber kein "langweiliger" Kunstgriff. In der "Ich-Form" ist so was schwer machbar.

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