Fangprämie bei Diebstahl (Colosseum)

...komplette Frage anzeigen Brief  - (Freizeit, Schadensersatz, Drohung)

4 Antworten

Das beste wäre gewesen, Deine Mutter hätte sich direkt beim Betreten des Ladens bei einer Verkäuferin mit ihrem Anliegen gemeldet. In vielen Geschäften gibt es auch Schilder mit dem Hinweis "Bitte keine bezahlte Ware in den Verkaufsraum mitnehmen".

Ich würde dem Schreiben der Firma widersprechen und die Forderung zurückweisen. Gleichzeitig würde ich Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung stellen.

Die Verkäuferinnen trifft sicherlich keine Schuld. Aber die Geschäftsleitung (die ja Partei ist) die Angelegenheit ohne Prüfung als Fakt ansieht,, hat sich erheblich im Ton vergriffen. In Amerika würde jemand, der so zu Unrecht (nehmen wir mal an, Deine Schilderung ist richtig) beschuldigt wurde, Schadenersatz in Millionenhöhe erwarten können.

Übrigens kann eine solche Situation sehr leicht gestellt werden. Und es ist nun mal so, die Fangprämie verleitet Mitarbeiter schnell zu ungesetzlichem Handeln.

Allein wegen des Begriffs "Fangprämie" würde ich gegen die Firma vorgehen.

gunthergourk 18.08.2013, 17:11

Auch dir danke ich, BuddyOverstreet,

ich muss dir auch Recht geben, dass ich es selbst etwas falsch von meiner Mutter fand nicht direkt zu der Verkäuferin zu gehen. Allerdings muss ich auch sagen, dass es quasi unmöglich ist nicht mit bezahlter Ware in den Verkaufsraum zu gelingen, wenn man etwas umtauschen möchte, da man eben durch diesen gehen muss um an die Kasse zu kommen.

Ich bin auch der gleichen Meinung, dass die Fangprämie sicherlich auch dazu verleitet etwas zu voreilig den "DIEB!"-Knopf zu drücken...

Ich werde schauen, dass wir angemessen auf das Ganze reagieren können. Vielleicht finde ich einen Anwalt, der für wenig Geld ein Schreiben aufsetzt.

nochmal Danke!

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Ignorieren oder zur Polizei gehen. Ich würde zur Polizei gehen. ist sicherer. Nicht, dass nach her nur noch alles schlimmer wird ;) Die Polizei hat ja selbst gesagt, dass die Anzeige schwachs*nnig ist. Ich würde ausserdem mal zurück zum Laden und die Verkäuferin, der deine Mutter bescheid gegeben hat, beten alles ihren Kollginnen zu erklären. Vielleicht ziehen sie dann die Anzeige zurück. Aber auf alle Fälle solltet ihr beide wiessen, dass deine Mutter nichts zu befürchten hat, sondern das alles ja nur ein riesen Missverständnis ist, dass sich hoffentlich bald klären wird.

Viel Glück und Erfolg

Schlingel :P

gunthergourk 18.08.2013, 17:14

Hey DerSchlingel01,

vielen Dank für die Antwort!

Ich denke das Sprechen mit der Mitarbeiterin von Colosseum wird nicht ganz fruchten. Immerhin hat sie ja von sich aus 1)während der Beschuldigung mit ihrer Kollegin nicht erwähnt, dass meine Mutter ihr Bescheid gegeben hatte und 2)in der Anzeige, die sie gemeinsam mit ihrer Kollegin dort verfasst hatte, ebenso wenig erwähnt wie es genau abgelaufen ist.

Erst auf Nachfrage seitens meiner Mutter wieso die Reihenfolge in der Anzeige nicht der Wahrheit entspräche, hat sie (vor der Polizei) zugegeben, dass meine Mutter Recht habe (was die Reihenfolge, bzw. die Tatsache, dass sie zuerst Bescheid gegeben hat und dann erst in die Umkleidekabine gegangen ist).

Ich denke wir werden zuerst versuchen einen Anwalt zu finden, der das Ganze halbwegs kostengünstig machen kann. Sollte es sich da nichts ergeben, gehen wir zur Polizei und fragen was wir tun sollen.

Nochmal Danke für die Mühe!

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Auch wenn es jetzt etwas Teuer wird. RA kontaktieren Vorfall schildern. Er soll ein schönes schreiben aufsetzten und der Firma unmissverständlich klarmachen das die Firma einem Irrtum unterliegt Sollte Sie der Sache nachgehen wird es zum Rechtsstreit kommen ,dann soll die Firma mal beweisen das deine Mutter im Unrecht ist. Denn wenn nicht ,wirds Teuer für die Firma ,ob die dann sich darauf einlässt ,bleibt abzuwarten. In einem Ähnlichen Fall wurde Ich ebenfalls Beschuldigt (Jeanskauf) und konnte Nachweisen das die Firma ( Damals Kaufhof) im Irrtum war. Hab nach dem Urteilsspruch noch die Firma Kaufhof AG angezeigt wegen Betruges ,auch da recht bekommen und auch eine Aufwandsentschädigung erhalten ( Vergleich hab ich Abgelehnt) . Hat mich zwar viel Geld gekostet ,aber manche Firmen legen es Defintiv drauf an . Da müssten noch mehr Urteile zugunsten der Käufer fallen damit die endlich mit dieser Betrugsmasche aufhören !

gunthergourk 18.08.2013, 17:08

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort, Weller500,

ich denke wir werden etwas in die Richtung deines Vorschlages unternehmen. Der Versuch des Kaufhauses (durch die Verkäuferin) meine Mutter zu einer Unterschrift zu zwingen, die quasi akzeptieren würde, dass sie - ohne etwas zu sagen - die Tops mit in die Umkleidekabine genommen hat, gekoppelt mit diesem dreisten Brief hat mir auch schon den Gedanken gegeben diese Art von Situation sei nicht das erste Mal von den Mitarbeitern der Filiale erlebt worden... Sprich: hauptsache mal direk verdächtigen und der Person keine Chance mehr auf Erklärung geben...

Nochmals Danke für die Tipps!

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Meine Frau hat lange Zeit als Detektivin gearbeitet.

Das Verhalten deiner Mutter war fehlerhaft. Denn sie hat einen konkreten Anfangsverdacht hervorgerufen, der sich auch in Folge nicht beeinflussen ließ.

Üblicherweise geht man mit der umzutauschenden Ware SOFORT zur Information.

Einen guten Rechtsanwalt werdet ihr nicht finden. Dafür ist der Streitwert zu klein.

Positiver Nebeneffekt: Ihr bzw. deine Mutter kann aus dem Fehlverhalten lernen.

gunthergourk 18.08.2013, 17:25

Hey HorstWN,

danke für deine Antwort.

Ich muss aber gestehen, dass ich deiner Logik nicht ganz folgen kann.

Dass meine Mutter direkt hätte zu der Verkäuferin gehen müssen stimmt und da gebe ich dir auch Recht. Allerdings hätten sie da genauso behaupten können, dass der Top in ihrer Hand gerade eben von ihr geklaut wurde. Denn sie muss ja mit dem von ihr gekauften Top + Kassenzettel durch den Laden um an die Kasse bzw. zu einer Verkäuferin zu kommen. Da sie anscheinend keine Videokameras besitzen, hätte meine Mutter auch so nicht beweisen können, dass sie diesen Top von zu Hause mitgebracht hat. Wie gesagt: ich finde auch, dass es für meine Mutter etwas besser gewesen wäre nicht zuerst nach einem Umtausch-Top zu suchen, dennoch glaube ich kaum, dass die Situation dadurch anders verlaufen wäre. Zumal die Verkäuferinnen ganz eindeutig nicht daran interessiert waren fair zu sein. Dafür spricht das Verhalten der Mitarbeiterin, die alles verdreht geschildert hat, die Argumentation, dass ein Kleiderbügel in der Kabine bedeutet sie habe das Kleidungsstück geklaut UND die Lüge seitens der Kolleginnen, dass sie den aktuellen Bestand überprüft haben und herausgefunden haben, dass dieser SAMT dem bereits gekauften Top meiner Mutter stimmt. Sprich: sie muss ihn geklaut haben. Und das obwohl Colosseum keine solche Bestandsliste für solche Kleidungsstücke besitzt (das weiß ich durch einen anderen Vorfall, bei dem ich nur als Zeuge erlebt hatte).

Mal davon abgesehen: Wieso ist es denn ein Anfangsverdacht, wenn man von sich aus zu einer Mitarbeiterin geht und ihr Bescheid gibt, dass man einen Top umtauschen möchte?

Zumal Colosseum (meiner Auffassung nach) erstmal beweisen muss, dass meine Mutter schuldig ist. Denn so kann ich bei ziemlich jedem wahllos Diebstahl unterjubeln... Wenn schon das Verhalten meiner Mutter dafür ausreicht.

Der positive Nebeneffekt ist hier sicherlich das Lernen aus ihrem Fehlverhalten. Und zwar dass sie nicht mehr in diesem Laden einkaufen gehen wird...

Wenn deine Frau tatsächlich lange Zeit als Detektivin gearbeitet hat und so argumentiert, dann kann ich mir gut vorstellen, dass sie bei vielen unschuldigen Kunden für sehr viel Stress gesorgt hat... Aber da kann ich mich natürlich auch täuschen.

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joaka 19.08.2013, 08:17

Das ist ja genau hier das Problem dass irgendwelche Ladendetektive ehrlichen und unschuldigen Kunden 'Fehlverhalten' vorwerfen!!! Wenn hier sich jemand falsch verhalten hat, dann die erste Verkäuferin die der Kundin hätte erklären müssen, wie sich anzulegen hat um ihr Teil umzutauschen/anzuprobieren, und natürlich die gesamte Geschäftsleitung die dieses ganze Spiel mitmacht!!!

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