Fange an zu schreiben, komme aber nicht weiter. Könnt ihr mir helfen?

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7 Antworten

Ich hab das selbe Problem, also mir hilft es zuerst einmal alle Ideen, die ich habe aufzuschreiben, damit ich sie später zu einer Geschichte verbinden kann. Dafür hab ich ein Notitzbuch. Denn bei mir war eigentlich das Problem, dass ich meine Idee nach einiger Zeit nicht mehr mochte. Dabei hilft auch, sich nicht nochmal durchzulesen, was man gerade geschrieben hat, denn dann findet man es am Ende meistens schlecht und glaubt nicht mehr an die Geschichte.

Dann hab ich mir mal ne Zeit lang vorgenommen jeden Tag mindestens 50 Wörter zu schreiben und jeweils die Wortanzahl, die ich an einem Tag geschrieben habe in ein Diagram eingetragen. Ich habs leider inzwischen wieder abgebrochen, aber solange ich es gemacht habe, hats eigentlich ganz gut geklappt. Das Diagram und noch ein paar andere Tipps findest du hier: http://www.schriftsteller-werden.de/motivation-und-organisation/10-tipps-um-zeit-zum-schreiben-zu-finden/

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Wenn man wirklich lange Fantasy oder SiFi Geschichten schreiben will (200+ A4 Seiten) sind drei Dinge wichtig:

  1. Der rote Faden
  2. Die Hauptcharaktere
  3. Die Welt

Der rote Faden

Damit ist die Hauptstory deiner Geschichte gemeint. Du legst Meilensteine fest, die dein Held/deine Heldengruppe auf jeden Fall erreicht. Z.B das erreichen eines Bestimmten Ortes, das aufdecken einer Verschwörung, etc.

Dadurch kannst du dich schon mal nicht mehr total "verirren". Du weißt ja, wo deine Truppe früher oder später mal ankommen muss oder welchen gegner sie treffen und betwingen müssen. Du brauchst dir also nur noch was ausdenken, wie deine Gruppe zu diesem nächsten Knoten deiner Hauptstory gelangt.

Du hangelst dich also von Meilenstein zu Meilenstein.

Die Hauptcharaktere

Damit ist nicht nur der offensichtliche Held und seine Begleiter gemeint, sondern auch die wichtigen Bösewichte und neutralen Parteien.

Je besser du sie kennst, desto besser kannst du deine Geschichte schreiben. Dazu reicht es nicht zu wissen, wie sieht mein Charakter aus, wie heißt er und wie sind seine Wesenszüge. Sondern auch ein Hintergrund will erfunden sein. schließlich haben die personen in deiner Geschichte davor auch schon dinge erlebt, die sie zu dem gemacht haben, die sie zum Zeitpunkt deiner geschichte sind.

Warum ist dieser Hintergrund so wichtig?

Aus diesem Hintergrund kannst du nähmlich auch spannende Nebenhandlungen erschaffen. Zum beispiel in dem eine Begleiterin zufällig in einer Taverne die Mörder ihrer Eltern wiedererkennt und der Held ihr hilfe bei seiner Ergreifung anbietet.

Deine Charaktere bekommen durch ihren Background also viel mehr Tiefe und diese Tiefe kann man nutzen. Dabei solltest du aber eher so verfahren, dass du dir diese Möglichkeiten separat aufschreibst und nur dann in deine Geschichte einbaust, wenn du eben Feststeckst.

Beispielsweise steckst du fest, weil du nicht weißt, welchen glaubhaften Grund es geben soll, dass deine Gruppe von Stadt A nach B soll. Da bietet sich eine Verfolgungsjagd quer durchs Land nach dem Mörder doch geradezu an ^^ In stadt B angekommen kannst du dann mit deiner Hauptgeschichte fortfahren. Der Mörder muss ja nicht dort geschnappt werden.

Wichtig ist nur: wenn du solche Nebenhandlungen einbaust, dann sollten sie auch bis zum Schluss der Geschichte abgeschlossen werden. (außer du planst eine Fortsetzung).

Die Welt

Die Welt in der deine Geschichte spielt, sollte klar definiert sein. Ich persönlich setze mich immer hin und zeichne Karten. Landkarten, Stadtkarten, Raumskizzen, (Raum-)Schiffsgrundrisse, usw.

Darauf Markiere ich den Weg meiner Helden oder ihre Position innerhalb eines Gebäudes und weiß zu jeder zeit wo wer ist. Gerade im Kampf mehrerer Teilnehmer in einem Raum hilft das ungemein beim Schreiben. So sieht man zum Beispiel, dass der eine Held gar nicht schießen kann, weil er sonst einen Kameraden treffen könnte, oder sich ein Held durch die Schussbahn eines Kameraden bewegte. So kann man dann hinterher (also nach dem Gefecht) noch eine kleine Beschwerde zwischen den Helden einbauen.

Kurz gesagt: je besser du deine Welt kennst in der deine Handlung spielt, desto mehr Möglichkeiten bieten sich dir umwege zu gehen oder wieder auf den Richtigen Weg zurück zu finden.

du musst das Rad nicht neu erfinden. Besorg dir einfach einen Stadtpaln deiner Stadt und nimm das Stadtzentrum. Nimm die Landkarte deines bundeslandes und Zeichne Hügel, Wälder und Flüsse nach und füge dann eigene Städte und Dörfer hinzu.

Fazit:

Eine spannende Kurzgeschichte kann jeder schreiben. Doch willst du eine wirklich gute und lange Geschichte schreiben, dann wirst du viel zeit in die Planung stecken müssen.

Doch mit dem roten Faden und gut durchdachten Charakteren und Welten, wirst du zu einem Ende finden!

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Kommentar von NoWings
14.09.2014, 23:01

Tut mir leid, dass ich jetzt erst antworte. Danke für deine ausführliche Antwort. Die hat mir sehr weiter geholfen :).

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Ich schreibe selbst sowohl beruflich als auch im privaten Bereich. Wenn ich nur für mich schreibe, dann setze ich meist meine Kopfhörer auf und schreibe einfach alles auf, was mir in den Sinn kommt. Wenn du zulange überlegst, verkrampfst du nur und dann kommen die Ideen noch schwerer, finde ich :-)

Schreib auf, was aus deinen Inneren kommt, alles was dir in den Sinn kommt :-)

Versuch dich in die Lage der Person zu versetzen und versuche, aus der Sicht zu schreiben. Oder schildere für den Anfang eine Situation, die dir selbst passiert hast - da kannst du erstmal üben.

Lösche die Sachen nicht, sondern speichere sie dir ab und hebe es auf. Später wirst du das vllt gern lesen, auch, wenn es dir jetzt vllt nicht gefällt.

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Hi,

Ich schreibe selbst und weiß daher wie schwierig es sein kann weiter zu schreiben oder etwas bestehendes auch nicht wieder komplett überarbeiten zu wollen bzw. diesen Part abzulehnen.

Bei kurzen Texten, in der Regel Kurzgeschichten, gehe ich wie folgt vor:

Zunächst ein Mal stelle ich fest, welches das Thema ist bzw. welches Thema ich behandeln möchte. Die letzte Geschichte, war wohl "Hand". Der Name verrät schon die Geschichte handelt um eine Hand oder das Thema Hand.

Zunächst tat ich erst ein Mal gar nichts, richtig gehört. Ich habe die Seele baumeln lassen und das Unterbewusstsein arbeiten lassen, ob es was bringt kann ich nicht genau beurteilen, aber ohne eine Phase des Kraft schöpfens gibt es auch selten einen längeren Text bei mir.

Nach gewisser Zeit, setzte ich mich an den PC bzw. meine Bücher und einige Texte die mit dem Thema "Hand" zu tun haben. Wissenschaftliche, aber auch Prosa-Texte. So bekommt man Inspirationen. In dieser Zeit verwarf ich einige Ideen und fasste neue ins Auge, ein normaler Vorgang, denn man kann ja nicht alles nieder schreiben, was einen so durch den Kopf geht. ;)

Jedenfalls kam die Idee hier etwas plötzlich und unerwartet, die Inspirationsquelle, war meine eigene Hand, die beim Lesen am PC eingeschlafen war. Ein Phänomen was bis daher sicher einige Mal bei mir aufgetreten, aber vorher nie so in meinem Fokus war. Jedenfalls kam mir hier der Gedanke, dass dieses Kribbeln, doch auch aus einer anderen Perspektive gesehen werden konnte, aus der Sicht einer Person die dieses Gefühl zum ersten Mal erleben durfte. Idealerweise nach langer Zeit, denn dann war das Phänomen ja bereits bekannt.

So entwickelte sich dann in kurzer Zeit, ein Text von einer DINA 4 Seite. Dieser wurde handschriftlich verfasst und zwei Mal überarbeitet und ist für mich jetzt fertig.

Dieses Verfahren ist bei kleineren Projekten eher meine Herangehensweise, doch wie gehe ich bei größeren Projekten einem Buch oder gar einer Reihe heran?

Das Anfangsverfahren ist das selbe ich mache mir klar, welches das oder die Themen sind, für meine Krimi-Reihe Stephen Kiel, sind folgende Themen von Relevanz: Tiere, Krimi (auch Kriminalliteratur) und Liebe. Diese Themen stellen die Eckpfeiler dar und waren die Ausgangshypothese.

Danach ging es an das Personen und Orte entwickeln/festlegen, ein Prozess der bis heute anhält, weil hier ein stätiger Wandel zu verzeichnen ist. Diese "Akten" wie ich sie bezeichne, umfassen alles Wissen was mir zur Verfügung steht, über die Person. Alles Wissen was dem Leser zukommt, wird farblich bzw. gedanklich markiert. Denn es ist leichter mit einem Charakter zu arbeiten, wenn man ihn genau kennt. Der Leser freut sich, diese Kenntnis dann Stück für Stück zu erfahren.

Bei diesen Entwicklungen enstehen natürlich auch Handlungsstränge in Form von Plots, die ebenfalls notiert werden.

Aus diesen Plots formt sich dann allmählich die Geschichte, es werden wieder Ideen verworfen und aufgegriffen.

Bei all diesen Schritten greife ich immer wieder auf für mich interessante Werke zurück um nach einem neuen Denkanstoß, einer anderen Sichtweise (die des anderen Autors), neu über meine Geschichte zu urteilen und weiterzuschreiben.

Sicher gibt es Tage, ja sogar Wochen in den ich nicht zum Schreiben komme, Termine, Arbeitsunlust oder Sonstiges. manchmal muss man sich auch einfach selbst überwinden und wieder an den Schreibtisch setzen. Sind die Ideen raus, braucht es aber immer Zeit bis neue hereinkommen. Ein Spaziergang, einige Atemzüge in der Natur, ein guter Film oder ähnliches können behilflich sein.

Das Korrektur lesen und überarbeiten, endet in der Regel erst, wenn man die Arbeit am Text endgültig beendet. (Aufhört und eventuell veröffentlicht). Viele Ideen werden auf diesem Weg entstehen nur die wenigsten werden aber auch bis zum Schluss bleiben.

Das allerwichtigste beim Schreiben ist aber meiner Meinung nach nicht die Struktur beim Arbeiten, sondern der Ideenreichtum und der Spaß an der Tätigkeit. Hat man Spaß daran ist es auch leichter es fertig zu stellen, sich dazu zu zwingen, sodass man sich mit aller Kraft gegen das Schreiben sträubt, bringt nicht. :)

Grüße Felix

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Kommentar von NoWings
14.09.2014, 23:02

Danke :)

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http://de.wikihow.com/Eine-gute-Geschichte-schreiben

Aber an deiner Stelle würde ich die Geschichten behalten, auch wenn du sie gerade nicht gut findest. Vielleicht gefällt dir sie später doch wieder und du willst weiter schreiben.

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Hi Vielleicht hilft es wenn du strukturiert vorgehst. Mach ein Brainstorming was deine Geschichte enthalten soll umd wie lang sie in etwa weden soll ( kann natürlich länger oder kurzer werden) Also etwa so: GESCHICHTE 1. Titel (würde ich bis zum schluss offen lassen) 2. Länge -10 seiten... 3. Hauptthema : zb. Liebe, kultur, Kinder. .. 4. Viele Stichworte zb. Haus , garten , feuer , hund ....usw. 5. Charaktere ( ich finde diese müssen vorher klar stehen.) Eigenschaften. .. Nach dem Brainstormin schreib auf was soll alles passieren zb. Familie kauft Haus, Hund rettet Katze, ein Feuer bricht aus, Kerze fällt um So und nun der drittletzte schritt. Mach eine Gliederung und bring alle Gedanken on eine Reihenfolge wie sie geschen sollen. Was das gerüstet steht kannst du nach etwas drum herum schreiben umd deine Punkte abarbeiten. Und dann noch Korrektur lesen und gegebenenfalls korrigieren. Und wenn die etwas einfällt was gar nicht rein passt schreib es auf einen extra zettel für die nächste Geschichte. :-) Lg

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Wenn du nicht mehr weiterweist, mach erst einmal was anderes und beschäftige dich nächsten tag wieder damit viellecht fälltt dir dann was ein.

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