Familienzusammenfügung

1 Antwort

Beim Nachzug zum deutschen Ehegatten spielen Einkommen und Vermoegen in aller Regel keine Rolle. Zwar setzt das Aufenthaltsgesetz im § 5 Abs.1 Nr. 1 die Sicherung des Lebensunterhalts fuer die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis voraus, in § 28 Abs. 1 wird dann aber geregelt, dass beim Zuzug zum deutschen Ehegatten die Aufenthaltserlaubnis auch dann erteilt werden soll, wenn diese Voraussetzung nicht erfuellt ist: "Sie (die Aufenthaltserlaubnis) soll in der Regel abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 in den Fällen des Satzes 1 Nr. 1 erteilt werden".

"In der Regel" bedeutet hier, dass in Ausnahmefaellen auch anders entschieden werden kann. Dies kommt aber eigentlich nur dann zum Tragen, wenn beiden Ehepartnern aufgrund besonderer Umstaende das Fuehren der Ehe auch ausserhalb Deutschlands zugemutet werden kann (z.B. wenn das Ehepaar schon lange Zeit im Ausland gelebt hat und nicht ausreichend begruenden kann, wieso dies nun ploetzlich nicht mehr moeglich sein soll).

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