Familienversicherung und steuern bei einem 450€-Job?

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4 Antworten

Sobald du über die 450 € kommst, ist das GESAMTE Einkommen sozialversicherungspflichtig. Du bist also selbst krankenversichert und fällst aus der Familienversicherung raus.

Steuern zahlst du in diesem Bereich trotzdem noch keine.

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Bei einem Minjob kann man familienversichert bleiben; auch wenn in einzelnen Monaten der Verdienst über 450 € liegen würde.

Entscheidend ist hier in erster Linie die Jahresgrenze von 5.400 € (Beschäftigungsjahr und nicht Kalenderjahr!!!)

Die Konstellation bei Dir ist äußerst ungünstig.

50 Std. á 9 € sind bereits 450 €.

Die Verkaufsprovison ist regulärer Verdienst und muß mit einberechnet werden; wenn Du nun dauerhaft über 450 € kommst (das scheint mir ja der Fall zu sein), dann ist das kein Minijob mehr (übrigens schon von Anfang an nicht, da die Zukunftsprognose des Verdienstes entscheidend für die Einstufung ist).

Daß das ein Minijob ist oder bleibt kann nur erreicht werden, indem Du Monate hast, in denen Du etwas mehr verdienen kannst aber in anderen Monaten mußt Du entsprechend weniger verdienen, um die Jahresgrenze nicht zu überschreiten.

Es sollte dringend mit dem ArbG gesprochen werden, die Konditionen zu ändern oder Dich anders anzumelden.

Die Familienversicherung ist aus meiner Sicht von Anfang an nicht gegeben, da wohl kein echter Minijob vorliegt.

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Hi liebe CuteCoolAnna,

genaue Infos findest du in der minijob-zentrale.de unter minijobs gewerblich -> 450-Euro-Minijob bzw. in dem Link hier:
www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/01_Entgeltgrenze/node.html 

zu 1 u. 3)
Falls du den 450-Euro-Minijob Status verlierst, dann hast du auch keinen Anspruch mehr auf die kostenlose Familien(kranken)versicherung über die Eltern!
zu 2) Der Steuerfreibetrag beträgt aktuell 8.820 € und falls dein Arbeitgeber die 2% Pauschalsteuer entrichtet, ist der Minijob eh' steuerfrei für dich!

www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/07_was_steuerlich_beachten/01_besteuerung_450/node.html

Gruß siola55

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Aus der Familienversicherung wirst DU nicht geworfen, da Du ja noch keine Ausbildung absolviert hast - Dein Verdienst ist wenn er mehrfach im Jahr (also zweimal) höher als 450 € ist in der sogenannten Gleitzone 451 € bis 800 € zu versteuern.

Information erhältst Du bei Deiner Krankenkasse!

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siola55 02.10.2017, 22:46

Laut minijob-zentrale.de gilt folgendes:


Was passiert, wenn Ihr Minijobber die Verdienstgrenze überschreitet



Zahlen Sie Ihrem Minijobber einen Jahresverdienst bis 5.400 Euro,
darf sein Verdienst in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro
betragen. Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich der
Verdienst Ihres Minijobbers in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.


Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen.
Verdient Ihr Minijobber dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat, ist die Beschäftigung kein Minijob mehr, sondern sozialversicherungspflichtig. Dies gilt ab dem Tag, an dem Sie erkennen können, dass Ihr Minijobber aufgrund des vorhersehbaren höheren Verdienstes mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen wird.

Wichtig zu wissen

Als „nicht vorhersehbar“ gilt beispielsweise eine Krankheitsvertretung, als „vorhersehbar“ saisonale Mehrarbeit.

Nachzulesen in dem Link hier:
www.minijob-zentrale.de/DE/01\_minijobs/02\_gewerblich/01\_grundlagen/01\_450\_euro\_gewerbe/01\_Entgeltgrenze/node.html


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Jupp2017 02.10.2017, 22:47
@siola55

genau - einfach mit der Krankenkasse sprechen.

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DerHans 03.10.2017, 10:33

Die Gleitzone hat mit den Steuern überhaupt nichts zu tun. Dabei geht es nur um den Sozialbeitrag

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Jupp2017 03.10.2017, 10:40
@DerHans

ja, habe ich auch nicht geschrieben - noch einmal - dazu was Sozialversicherungen und Steuern angeht die Krankenkasse fragen, die geben verbindliche Auskunft. Ist der richtige weg.

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siola55 03.10.2017, 12:54
@DerHans

Lieber DerHans, es gibt aber trotzdem einen kleinen Unterschied (mit großer Auswirkung zwischen Minijob u. Gleitzone) zwischen der monatlichen Lohnsteuer - beim Single in Lohnsteuerklasse 1 erst ab ca. 1000 € mtl. Bruttolohn fällig - also in der Gleitzone ist demnach die Lohnsteuer hinfällig ;-)

Jedoch in der jährlichen Einkommensteuererklärung muß der Midijob, also in der Gleitzone mit angegeben werden, im Gegenteil zum Minijob, welcher vom Arbeitgeber mit 25 pauschalversteuert wird!

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siola55 03.10.2017, 12:59
@siola55

... sollte natürlich "mit 2% pauschalversteuert" heißen ;-)

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