Familienversichert bei 450 Euro Job und Kleingewerbe?

1 Antwort

Familienversicherung möglich wenn Gewinn (Umsatz-Betriebsausgaben) aus selbständiger Tätigkeit zzgl. Arbeitsentgelt aus Minijob maximal 450,- €.

Ohne Minijob darfst du nur 385,- € monatlich an Gewinn generieren.

Überschreitest du die Grenze kommt es auf deine Einstufung an (Statusfeststellungsverfahren):

  • Wird der Minijob als zeitlich und einkommenstechnisch als der Mittelpunkt deines Erwerbslebens angesehen kostet die KV inkl. PV ca. 150,- € im Monat.
  • Wird die Selbständigkeit als Mittelpunkt des Erwerbslebens gesehen so ist der Regelbeitrag zu zahlen (14,9% der Beitragsbemessungsgrenze = 586,69 € zzgl. Pflege pro Monat).
  • Wenn du durch Einkommensteuerbscheid niedrigere Einnahmen darlegen kannst, ist die Bemessungsgrundlage dieses Einkommen, mindestens aber 75% der monatlichen Bezugsgröße (75% von 2.695 € = 2.021,25 €, davon 14,9% = 301,16 € p.M. zzgl. Pflege).
  • in Fällen besonderer Härte werden nur 50% der Bezugsgröße herangezogen (50% von 2.695 € = 1.347,50 €, davon 14,9% = 200,78 € zzgl. Pflege).
  • Alternative wäre die private Krankenversicherung, der Preis ist abhängig von gewählter Leistung, Tarif, Einstiegsalter und Vorerkankungen.
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Also wenn ich 586,69 € KV+PV zahlen sollte ... dann kann ich mich auch gleich erschiesen, denn ich nehme ja nur ca. 500-550 € ein in dem Nebengewerbe. Davon zahle ich KFZ-Raten; Benzin, Versicherungen, Handy usw. Da habe ich noch kein Essen und keine Miete. Deshalb der Minijob ab 1.4. dazu. Mein Mann ist Rentner und hat auch nur eine Minirente unter 700€...

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@rotkubie

Sind die 500-550 € dein Umsatz oder dein Gewinn?

Die Posten die du nennst sind ja sicher z.T. Betriebsausgaben, so dass du nach Abzug dieser sicher unter dem Freibetrag liegst (Steuerberater hinzuziehen notfalls).

Durch den Einkommensteuerbescheid kann man vom Regelbeitrag wegkommen, man muss das geringere Einkommen nur nachweisen.


Wieso bemühst du dich nicht um einen Midijob (450-850,- € Verdienst)? Du zahlst dann anteilig die Sozialversicherungsbeiträge und die Wahrscheinlichkeit, dass du als hauptberuflich selbständig eingestuft wirst wäre deutlich geringer.

Ich muss eindringlich vor Schulden bei der GKV warnen, diese müssen nicht gerichtlich tituliert werden und wären sofort durch das Hauptzollamt vollstreckbar.

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KV-Beiträge bei Meldebescheinigung, Lohnsteuerbescheinigung... als Werkstudent - Verwirrung?

Hallo zusammen, ich bin etwas irritiert.

bevor ich einen Job als wissenschaftliche Hilfskraft (HiWi) angenommen habe, war ich noch bei meiner privaten Krankenversicherung familienversichert.

Im Arbeitsvertrag gab ich entsprechend an ich sei in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert (dahinter den Namen der Krankenkasse). Während der Arbeit habe ich monatl. mehr als 450 € eingenommen.

Auf meiner Lohnsteuerbescheinigung steht unter Punkt 28 für KV-Beiträge ein Beitrag.

Auf meiner Meldebscheinigung zur Sozialversicherung steht unter "Beitragsgruppe KV" "0 kein Beitrag".

Als ich meine Bescheinigungen bei der Krankenkasse nachträglich eingereicht habe, bekam ich mitgeteilt, dass ich für die Zeit der Arbeit im Nachhinein eine Studentenversicherung bräuchte.

Hätte der Arbeitgeber nun Beiträge zahlen müssen oder nicht und muss ich mich nun noch im Nachhinein versichern lassen oder nicht? Wo lag der Fehler?

Vielen Dank im Voraus

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