Familienstammbaum, Vererbungslehre?

4 Antworten

Die Erben eines Hauses waren meist der männliche Nachwuchs und es waren nun mal die Gene eines Mannes die bestimmten, ob der Nachwuchs Männlich oder Weiblich war. Tradition!

Und was ist sinnvoller?

0
@Knuffelhamster1

Darum geht es bei einem " Stammbaum " nicht. Seit ADAM, leben wir in ein Patriarchat ( Die Kirche wollte es SO ). Vielleicht ändert sich das mal, in der Zukunft, aber ich denke, eher nicht.

0

Weil es der und nicht die Stammbaum heißt. Eigentlich einfach.

Heisst aber auch die Hoden...

0
@Knuffelhamster1

Ungern, haha, so ein Stammbaum sieht nicht nur schick aus, sondern war früher auch mit direkten Vorteilen verbunden. Z. B Teilnahme an Ritterturnieren und Vererben von Ansprüchen. Manche Titel konnten dabei nur an den ersten männlichen Nachkommen vererbt werden. Ich denke deshalb gab es die Fixierung auf den männlichen Ast. Für eine hilfreiche Übersicht sind jedoch alle Äste interessant und gleich wichtig.

https://de.wikipedia.org/wiki/Erstgeburtstitel

0

Die Vorfahren werden immer von den Eltern abgeleitet. Deren Eltern und deren Eltern usw. - Also sowohl vom Mann und der Frau. Deren Kinder höchstens erwähnt. Sonst würde es ja ins Unendliche ausufern. Das ist nicht der Sinn eines Stammbaums. Und: 12. Jahrhundert halte ich für fragwürdig. Am Weitesten zurück höchstens bis 1648/50. Da im dreißigjährigen Krieg (1618 - 1648) alle Kirchendokumente, die einzigen Daten die über Geburt, Taufe und Eheschließung der Menschen aufgezeichnet waren, verbrannt oder vernichtet worden sind.

Nein sind nicht vernichtet worden, ich hab davon schon dutzende eingesehen.

lg

ABER vor dem krieg sind die bücher anders geschrieben worden, da brauchste pro ahne zig tausend unleserliche datensätze durchschauen. möglich aber echt anstrengend

letzlich versuche ich einen familienstamm wo alle von abstammen zu finden, mütterlich oder väterlich. und zwar ab dem urahnen.

geh ich mütterlich, sind diese komplett anders als männlich, zumal mein enkel dann nicht mehr mit mir in einer linie stände?!

0
@Knuffelhamster1

Hab ich doch gesagt: die Abstammung erfolgt immer über deren ELTERN, das beinhaltet auch die Ehefrau. Also mütterlicher- und väterlicherseits. Z. B.: Dein Enkel heiratet eine Frau. Er hat väterlicherseits einen Großvater (dich) UND eine Großmutter (deine Frau), sprich Großeltern. Also stammt dein Enkel auch von deiner Linie ab.

Wenn in der Zukunft eine Mutter keine Angaben über den Vater machen kann oder will, so bist du doch als Vorfahre dokumentiert. So ist es auch in der Vergangenheit passiert, dass keine Angaben über den Vater vorlagen. Deshalb stammst du doch trotzdem aus der Linie ab.

p.s. Es sind sehr viele Kirchenbücher in der Zeit des 30j. Krieges verbrannt.

0

In alter Zeit wurde das Vermögen immer über die männliche Seite vererbt. Das Wohl einer Familie hing immer an der Leistungsfähigkeit/dem Besitz der Männer. Frauen wurde keine besondere Bedeutung beigemessen. Somit hat man sich diese Form der Stammbaumverfolgung angewöhnt. Zumal Frauen in Deutschland ihren Namen mit der Hochzeit (üblicherweise) wechseln. Daher ist es einfacher den männlichen Namen zu folgen, z. B. in den Kirchenbüchern.

Also weibliche Vorfahren konnte ich bis ins 12 Jahrhundert verfolgen. Ist also nicht schwerer.

Hat das denn auch einen anderen Hintergrund als die Gewöhning? Einen logischen, evtl. wissenschaftlichen oder sowas?

0
@Knuffelhamster1

Einem männlichen Erben wurde immer mehr Bedeutung zugemessen. Das hat auch mit dem Erbrecht zu tun. Nur Männer durften Besitz verwalten. Weiblicher Besitz ging immer über, z. B. auf den Vater oder Ehemann. Noch bis in die 1970er Jahre musste ein Mann einer Frau die Berufstätigkeit erlauben.
Männliche Nachkommen waren höherwertige Arbeitskräfte und eine wichtige Altersversorgung. Auf Höfen z. B. unterstützten die nachfolgenden Söhne den Erstgeborenen als Knechte auf dem Hof. Die Aufgabe der Frauen war es eher Nachkommen zu gebähren und Haus und Haushalt zu verwalten. Sie sollten den Männern den Rücken frei halten, mehr nicht. Wenn sie eine gute "Partie" machten oder eine gute Mitgift einbrachten, stieg ihr Wert.
Lange Zeit wurde der Wert einer Frau an ihre Sexualität gekoppelt. Während Männer ungeschoren rumpoppen konnten, musste sie keusch und sittsam bleiben, um sicher zu stellen, dass die Kinder vom Hausherren sind. So wurde die Erbfolge geschützt. Hingegen hatten Männer schon mal "Kegel", also außereheliche Kinder, die nicht verheimlicht wurden. Die Kinder, die der Bauer mit der Magd hatten blieben einfach so auf dem Hof, als neue Arbeitskräfte und wurden auch versorgt. Aber wehe die Bäuerin wäre unkeusch gewesen.

1
@Realisti

Du übertreibst aber EXtreem klischeehaft ^^

Ich kenne mich mit der Welt vor heute excellent aus aber danke für deinen Beitrag!

Kannst du versuchen das mal aus der Sicht der Vererbungslehre zu sehen?

Was für Nachteile, Vorteile hat die Führung je über Mann- oder Frauenstamm?

0
@Knuffelhamster1

Nein, das ist leider keine Übertreibung.
Da du den Stammbaum bis ins frühe Mittelalter zurück verfolgen konntest, zeigt das auf, dass es wirklich so war. Meine Darstellung ist sogar eher vereinfacht und zeigt lange nicht das volle Ausmaß der Benachteiligung der Frauen auf.

Vererbungstechnisch ist das ganz einfach. Wenn eine Frau (wie heute noch z. B. in der islamisch geprägten Gesellschaft oder anderen sehr männlich, traditionellen Formen) sexuell stark eingeschränkt wird, stärkt dass die Position des Mannes oder Clanführers. Sobald ein Mann gesichert hat, dass seine Frau nur Sex mit ihm hat, kann er wirklich sicher sein, dass die Kinder die sie bekommt von ihm sind. Das ist im Tierreich ähnlich. Dort töten Alphamännchen nicht selten den Nachwuchs der niedrigeren Männchen im Rudel. Nur er darf Sex mit den Weibchen haben. Das ist die maximale Verbreitungs einer Erbanlagen. Man könnte es auch Verkürzen auf "Survival Of The Fittest" - der mit den stärksten Anlagen setzt sich durch.

Alle Erbanlagen von Männchen, die schwächer oder dümmer sind als das Alphamännchen werden so ausgebremst oder abgeschafft. Nur der Starke oder Bessere kann sich vermehren.

Dabei gibt es noch eine andere Komponente. Bei vielen Arten suchen die Frauen den Sexualpartner aus. Sie gestatten nur dem prächtigsten Männchen mit dem schönsten Lockruf, Gefieder/Fell oder Nest sie zu begatten. Auf die Menscheit übertragen, wären es die Schönsten oder Reichsten die Sex bekommen. Damit sie nicht wieder von der Fahne geht und sich ein neues Männchen sucht, gibt es die Sitten der Hochzeit und der offiziellen Anerkennung von Kindern. Lebenslang muss sie nur (im Menschenreich) nur für den Ehemann da sein, sofern es um den ehelichen Nachwuchs geht. Um Männer und deren Familien dazu zu bewegen (Anerkennung des Kindes und Hochzeit) greift die menschliche Natur sogar zu einem Trick: Neugeborene und sehr junge Kinder sehen stark dem Vater ähnlich. (Ausnahmen bestätigen die Regel.) Zudem schüttet der Körper Hormone aus, die die Paarbindung stärken. Genau dieses Hormon sorgt nach Trennungen für Liebeskummer.

Da Männer diese Komponente der Balz gerne vernachlässigen und glauben wollen, dass sie die Frau erwählten, fällt das gerne aus dem Bewußtsein der Männer. Sie glauben gern, dass sie die Belange regeln, dabei werden sie nur geschickt angeleitet von ihren Frauen.

1
@Realisti

Doch mein lieber, das ist krasse übertreibung, ich habe ganze gemeinden bis ins detail über zigtausende dokumente je, untersucht. das sind unbedeutende einzelfälle oder auf kurze zeit der geschichte beschränkte momentaufnahmen, ähnlich dem holocaust.

den stammbaum kann ich über die mütterlinie soweit verfolgen, bei der mannlinie hänge ich im 19 jahrhundert, evtl nächste woche im 18.

Frauen wurden nicht benachteiligt, das sind theorien der moderne/postmoderne

Kommen wir nochmal zurück zur stammlinie

Warum ist es für mich/dich (unsere Familie) sinnvoll, eine männliche oder weibliche linie zu erstellen?

0
@Knuffelhamster1

Du bist die Summe deiner Vorfahren. Ich persönlich würde immer beide Linien verfolgen, weil sie beide in dir stecken. Mich würde dabei nicht nur Daten interessieren, sondern auch Berufe, Wohnorte oder Hobbies und Talente.
Meine Kinder haben bei der Berufswahl auch ihre Vorfahren betrachtet. Unser Sohn z. B. kam so darauf es als Kaufmann zu probieren (viele Kaufleute in meiner Ahnenreihe). Volltreffer, wenn einer Kaufmann ist, dann mein Sohn.
Meine Tochter fand in der Linie ihres Vater viele Handwerker und Künstler. Das bestärkte sie und ihre Arbeiten sind wundervoll.

1
@Realisti

Dann wäre das der Stamm meiner ... Großmutter, meiner Mutter und meiner Frau?

0
@Realisti

Was im Familienbaum für mein Kind von bedeutung wäre...

Das ufert doch aus?!

0
@Knuffelhamster1

Ja, in dem Fall schon, plus die Vorfahren deiner Frau.

Und es ufert aus. Je nach Kinderzahl brauchst du eine Tapete um das darzustellen.

0
@Knuffelhamster1

Das ist einfach kulturell bedingt. Bei den Römern z.B. waren die Frauen Menschen zweiter Klasse. Die durften nicht wählen, durften bei wichtigen Veranstaltungen nicht mitmachen usw. Das hast du in großen Teilen der Welt auch heute noch. In Russland gibt man Frauen nicht die Hand bei Geschäftsmeetings. In China haben sie bis vor nicht allzulanger Zeit weibliche Fötusse regelmäßig abgetrieben, weil die Frauen teurer waren bei der Verheiratung. Die haben heute deshalb 10% mehr Männer als Frauen. Da gibts dann nicht wenige, die finden keinen Partner. Schau mal an, was in Indien los ist.

Der Bereich der weiblichen Emanzipitation war ein extrem wichtiger Teil unserer Geschichte. Das war gut und richtig, dass Frauen und Männer jetzt Gleichberechtigt sind. Aber das war nicht selbstverständlich. Das mussten sie hart erkämpfen.

1
@Gagamehl666

Ich rieche nach Zitrone :D

Frauen haben durchaus gewählt und waren auch nicht ausgeschlossen. Das Gesetzt besagt eine Person pro Haushalt UND selbst wenn der Mann ging, happy wife happy life. Und was irgendwer irgendwo auf der welt macht, kannst du nicht mit dem römisch oder germanischen reich vergleichen. Kultur wurde da ganz GROß geschrieben. Emanzipation ist nicht grundsätzlich positiv und steht hier auch nicht zur diskussion.

0
@Knuffelhamster1

Dann solltest du vielleicht nochmal deinen Fehlstand in Geschichte aufarbeiten. Das römische Reich hat unsere Gesetzgebung (inclusive Vererbung usw) und Kultur extrem geprägt. Unsere heutige Gesetzgebung funktioniert in weiten Teilen immer noch nach dem römischen Recht. Und beim Wahlrecht bist du komplett hintendran. Frauen durften im römischen Reich nicht wählen.

1
@Gagamehl666

Wir waren bis 1806 und weiterem Sinn 1918 das römische Reich.

Nur weil du deinen irgendwo aufgeschnappten hirngespinnsten glaubst, muss du mein überragendes wissen nicht anzweifeln. Das römische Recht besagt lediglich, das der akteur keine natürliche person darstellt. soviel zu deiner wissenslücke... du kennst begriffe ohne deren bedeutung

0
@Knuffelhamster1

Von was redest du da? Du lebst doch in einer komplett anderen Welt? "Wir" gab es nicht. 1806 gab es das "Heilige Römische Reich deutscher Nation". Das war weder heilig, noch römisch, noch ein Reich. Und es war in weiten Teilen nicht mal Deutsch. Die mussten sich ja erstmal einigen, was deutsch eigendlich ist.

1
@Gagamehl666

Spar dir deine dumme eigeninterpretation! entweder bis du ein teen der sich aufspielen will oder hast dich einfach nie mit dem thema beschäftigt. Das römische reich war nie rein römisch oder deutsch, es war ein weltreich und sollte alle menschen erreichen

1
@Knuffelhamster1

? Du redest jetzt von etwas völlig anderem. Wieso springst du jetzt von dem "Heiligen römischen Reich deutscher Nation" von 1806 zum römischen Reich? Und dann solltest du vielleicht mal das römische Reich abchecken. Die haben alles mögliche gemacht. Aber "alle Menschen erreichen" stand da ganz bestimmt nicht auf der Agenda.

1

Was möchtest Du wissen?