Familienrecht: Angabe eines falschen Vaters, kann der leibliche Vater handeln?

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6 Antworten

einen falschen Vater einträgt,

Die Mutter kann keinen falschen Vater eintragen, es kann höchstens ein "falscher Vater" die Vaterschaft anerkennen.

Entweder verhindert man das rechtzeitig, indem man selbst vorstellig wird oder man muss danach einen langen Klageweg beschreiten.

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Man kann schon bei Gericht auf Feststellung der Vaterschaft klagen und die Mutter dadurch zu einem Vaterschaftstest zwingen. Aber ob es dann wirklich gleich klappt, das ist fraglich. Kann unter Umständen sehr lange dauern und teuer werden für den, der glaubt, Vater geworden zu sein. Denn sicher wissen kann man es nicht.

Umgekehrt ist es auch so, wenn jemand als Vater eingetragen worden ist und 2 Jahre vergangen sind und die Mutter dann plötzlich behaupten würde, ein anderer ist der Vater, dann könnte zwar der Vater der Vaterschaftsaberkennung zustimmen, er muss es aber nicht. Selbst wenn es nachweislich nicht sein Kind ist, würde er der rechtliche Vater bleiben, wenn er nicht dagegen angehen will und die Mutter kann nichts mehr machen. Könnte ja der Fall sein, dass die Mutter den Freund eintragen gelassen hat, obwohl sie wusste, dass ein anderer der Vater ist und später kommt sie doch mit dem leiblichen Vater noch zusammen und will dann den als richtigen Vater eingetragen haben.

Ich kannte einen Fall, da hat sich die Mutter kurz vor der Geburt vom Vater getrennt und wollte dann nicht mehr, dass er als Vater Rechte hat an dem Kind (sie verdiente gut). Er wollte aber als Vater eingetragen werden und hat geklagt. Sie hat dan über ihren Anwalt schriftlich erklärt, dass sie während der Zeugungszeit mehrere Männerkontakte hatte und daher er nicht der Vater wäre. Da er nicht viel Geld hatte und ihn das nervlich sehr mitnahm, hat er den langen Kampf aufgegeben.

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Du kannst beim Familiengericht die Feststellung der Vaterschaft beantragen, ob es darauf eingeht weiss man nicht sicher.

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Alluminati 31.03.2013, 01:05

Wovon hängt das ab, Details? Und es ist rein hypothetisch, ich und meine Freundin diskutieren über die Rechtslage in diesem Land.

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Goodnight 31.03.2013, 01:29
@Alluminati

Vom Richter und ob er es einsieht oder nicht. Du musst es einfach versuchen, wenn es dir wichtig ist. Sicher solltest du dir aber schon sein.

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Über die Frage, ob die Kindesunterschiebung ein Straftatbestand ist findest Du dort einen interessanten Artikel: http://kuckucksvater.wordpress.com/2011/06/27/personenstandsfalschung-ein-delikt-das-keinen-interessiert/

Leibliche Väter haben es grundsätzlich vor deutschen Gerichten schwer, ihre Rechte durchzusetzen bzw. zugesprochen zu bekommen und wenn, dann meistens nur über den Weg zum Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte.

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Du mußt Deine Vaterschaft einklagen, dann ordnet das Gericht einen Vaterschaftstest ein.

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Alluminati 31.03.2013, 01:05

Ganz so einfach kann das sicher nicht sein?

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SisterSue 31.03.2013, 01:16
@Alluminati

Ich kenne persönlich einen Fall, da ist es exakt so gelaufen ;-)

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woher sollte der jeweilige vater wissen, daß er das ist?

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Alluminati 31.03.2013, 00:46

das wäre in dem fall bekannt und von diversen zeugen unterstützbar. die frau hatte keine affären und hat sich im verlauf der schwangerschaft in einem deal mit einem anderen mann darauf eingelassen, ihm die vaterschaft zu übergeben.

nehmen wir in diesem fall einfach mal an, dass das eindeutig klar ist.

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Alluminati 31.03.2013, 00:50
@Alluminati

naja ich sehe ein, dass es schon schwer wäre, das nachzuweisen, aber umso dringlicher die frage: wie geht man als leiblicher vater vor, wenn man es selbst genau weiß?

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