Familienmitglied zwangseinweisen lassen?

11 Antworten

Zwangseinweisungen sind (zum Glück) nicht einfach und an bestimmte Voraussetzungen gebunden, die hier sicher nicht so ohne Weiteres gegeben sind. Dazu müßte man das Gericht einschalten.

Aber es gibt Suchtberatungsstellen -auch für Spielsucht- die mit Rat und Tat zur Seite stehen und auch Angehörigen helfen.

Möglicherweise kann auch ein Gespräch mit einem Arzt oder der Krankenkasse weiterhelfen. Der Arzt selbst wird wenig tun können, kann dir vermutlich aber kompetente Ansprechpartner nennen.

Ganz sicher kann eine entsprechende Therapie mit einem Psychologen zur Besserung beitragen. Aber das bringt nur etwas, wenn dein Vater erkannt hat, dass er Hilfe braucht und selbst nicht mehr da raus kommt - und wenn er bereit ist, Hilfe anzunehmen.

Ich wünsche dir viel Erfolg und im Rahmen der Möglichkeiten schöne Feiertage

Besten dank für deinen Rat und für die Glückwünsche. Wünsche auch schöne Feiertage und ein frohes Fest

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Aufgrund der Sucht oder Schulden kann er nicht eingewiesen werden.

Zwangseinweisung nach dem PsychKG kann nur bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung (für Leib und Leben) erfolgen.

Was ihr aber - neben der Suchtberatung, die nur etwas bringt wenn er mit geht - noch versuchen könnt und euch etwas Entlastung schafft auch wenn ihm NICHT geholfen werden kann: sozialpsychiatrischer Dienst der Stadt.

Die sind für sowas zuständig und auch für Angehörige, die Hilfe und Rat suchen. Das ist für euch kostenlos und bei (medizinischem) Bedarf kommen die auch zu ihm nach hause (aufsuchende Hilfe). Es ist immer auch ein Psychiater mit im Team.

Die Nummer gibt's beim Gesundheitsamt.

selbst wenn es möglich wäre, es würde nichts bringen, leider.

süchtige, egal um was für eine sucht es sich handelt, müssen immer erst selbst einsehen, dass sie süchtig sind und daran von sich aus etwas ändern wollen. andernfalls wäre auch ein erfolg durch eine therapie nur vorübergehend. wie beim rauchen würde man dann bei der kleinsten versuchung wieder schwach werden.

süchtige müssen oft ganz unten ankommen, damit sie sich ihre sucht endgültig nicht mehr schönreden und verharmlosen können. denn, selbst wenn jemand zugibt süchtig zu sein, denkt er immernoch er habe das im griff, und findet ausflüchte um sich selbst nicht damit konfrontieren zu müssen.

ich würde auch raten zu einer beratungsstelle zu gehen und euch da erstmal beraten zu lassen, als angehörige. ganz wichtig ist nämlich auch, dass man die sucht in keinster weise auch nur irgendwie unterstützt. und unterstützen heißt auch darüber zu schweigen, es geheim zu halten oder zu dulden...

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