Familiengericht Kindesunterhalt bzw Scheidung

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4 Antworten

Das Kind kann nach seiner Geburt ein einziges Mal seinen Familiennamen wechseln. Danach dann erst wieder im Rahmen einer Eheschließung. Welchen Namen es trägt, entscheiden die Sorgeberechtigten. Die Mutter kann allerdings auch nach einer Scheidung weiterhin den Ehenamen führen. Mutter und Kind können also einfach ihren Nachnamen behalten.

Das Kind muß nur dann zu Sitzungen vom Familiengericht erscheinen, wenn über seinen Aufenthaltsort entschieden werden und es vom Gericht dazu befragt werden soll. In allen anderen Fragen spielt es keine Rolle und muß deshalb auch nicht anwesend sein.

Blindi56 23.08.2012, 15:18

Unter gewissen Umständen können Kinder durchaus mehrmals den Nachnamen wechseln...es muss nur triftige Gründe geben.

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Wegen Kindesunterhalt muss das Kind nicht mit, das würde nur gefragt, wenn es um Sorgerecht und Aufenthalt geht (wo es leben will). Die Mutter muss nicht ihren alten Namen wieder annehmen, und das Kind könnte trotzdem den des Vaters behalten. Auch da müsste man das Kind fragen, was es will.

Bitte mach dir nicht so viele Gedanken um die genauen Abläufe bei einer Ehescheidung. Die Einzelheiten wissen auch viele Erwachsene nicht, denn man lässt sich in der Regel ja nicht oder nicht so oft scheiden. Nur wenn du volljährig bist, musst du dich selbst um den Kindesunterhalt kümmern, auch wenn den bis dahin immer z.B. deine Mutter für dich bekommen hat. Wenn du Fragen hast, die du nicht mit deinen Eltern besprechen kannst, kannst du sicherlich auch zum Jugendamt gehen. Das wird bei einer Scheidung sowieso zur Beratung eingeschaltet.

Ich verstehe, dass Dir 1000 Fragen durch den Kopf gehen. Und Du hast das Gefühl, niemand geht auf Deine Unsicherheiten ein. Es kommt Dir vielleicht so vor, dass über Dich hinweg entschieden wird.

Freilich, Dein Recht auf Familie wird einfach ignoriert.

Lass' die Erwachsenen streiten: konzentriere Du Dich auf das, was bei Dir läuft: Schule, Freunde. Gehe vielleicht oft zu Deiner Oma oder zu einem guten Freund oder zum Nachbarn, ... Vielleicht gehst Du auch in einen Verein und erlebst dort gute Momente in einer Gruppe. Dort gibt es auch "normale" Erwachsene, die nicht ihre ganze Energie mit Streit vergeuden.

Während dem Krieg haben das die Kinder auch so gemacht. Sie haben sich verhalten, wie wenn der Krieg nur Erwachsenen-Sache gewesen wäre. Das Ergebnis ist: von den damals betroffenen Kindern sind die meisten gute starke Menschen geworden. Sie haben den Schaden, den die Erwachsenen angerichtet hatten wieder aufgebaut. Ganz Deutschland wurde so wieder hell und stark und sicher.

evcake 19.09.2012, 16:33

Ich konzentriere mich schon auf die Schule und so, aber wenn es halt daheim Stress gibt und mit ein paar Freunden in der Schule, dann kann man das nicht so ignorieren. Ich weiß zwar, dass meine Mutter Recht hat, aber es tut einem trotzdem weh. Ich kann das nicht einfach so ignorieren, weil ich nicht weiß, wie es weiter geht.

Und irgendwie denke ich, dass ich nur mit Freunden über meine familiären Probleme reden kann, weil wenn ich mit meiner Oma oder so reden würde, dann würde das irgendwie an meine Mutter ran kommen und das will ich nicht immer. Klar, meine Tante hat uns angeboten, dass wir immer zu ihr gehen können und mit ihr reden können und sie es auch meiner Mutter nicht sagt, aber trotzdem gehört sie zur Familie, erlebt das alles mit und hat so auch eine andere Meinung. Also das finde ich bei mir nicht ganz so leicht^^

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VielesNeu1968 26.09.2012, 08:38
@evcake

Wenn Du nicht weisst, wie es weitergeht bzw. weitergehen kann, so wäre es doch sinnvoll, möglichst viele kleine und grosse Detailfragen zu klären, um dem "Drachen die Zähne zu ziehen".

Es sind ja lauter Einzelfragen. Und daneben steht praktisch der Schmerz. Den Schmerz kann Dir niemand nehmen, doch auf die kleinen Fragen gibt es Antworten.

Ja, und die findest Du sicher auch bei Freunden: inzwischen gibt es so viele Kinder, deren Eltern getrennt/geschieden sind: Schau, wie diese leben, stelle diesen Deine Fragen, ...

Und natürlich kann auch hier geantwortet werden - aber nur in kleinen Dingen! Und dann rate ich Dir noch, dass Du schon jetzt - bevor es eskaliert - Dich informierst, welches Amt / welche amtliche Person (in der Schule, auf der Gemeinde, ...) für Dich zuständig wäre. Notiere Dir die Telephonnummern, Adressen, ... damit Du sie dann, wenn es "brennt" hast. Das ist wie einen "Fallschirm im Rucksack haben", verstehst Du? Und das Wissen um diesen Fallschirm macht Dich auch schon jetzt stärker!

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