Familienfreundlich - Passt es mit meinen Lebensvorstellungen?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Du solltest das studieren, was Dir Spaß macht. Noch hast Du keine Familie, also lege erst einmal Deinen beruflichen Grundstein.

Es gibt mittlerweile in einigen Gegenden Förderungen, wenn sich dort Allgemeinmediziner ansiedeln (Landärzte). In einer Gemeinschaftspraxis sollte dann der Spagat zwischen Beruf und Familie zu schaffen sein. Zumal die Familie im gleichen Ort, wenn nicht sogar im gleichen Haus wohnt.

 

Im Krankenhaus hast du auf jeden Fall bescheidene Arbeitszeiten, Wochenende, Schicht, Nacht, Bereitschaft...

In deiner eigenen Praxis könntest du dir auf jeden Fall besser einteilen, wieviel du arbeiten möchtest. Das liegt dann eigentlich bei dir. Du müsstest dann zwar im Wechsel mit anderen Praxen auch Wochenenddienst machen. Aber das geht ja reihum und der Einsatz hält sich da zumindest in der Stadt ziemlich in Grenzen, da es dort genügend Ärzte gibt.

Gemeinschaftspraxis klingt ja auch ganz gut. Dann könnte man sich die Kosten für die Räumlichkeiten und das Personal teilen und lange Öffnungszeiten anbieten, weil man sich ja abwechseln kann. Auch die Vertretung in Urlaubszeiten wäre dann kein Problem.

Zahnärzte arbeiten nicht viel, wenn ich mir die Praxen hier in der Gegend so anschaue. Die haben zwar alle ganz gute Sprechzeiten, aber die Zeit, in denen tatsächlich ein Zahnarzt anwesend ist und Behandlung angeboten wird, ist um einiges geringer. Junge Zahnärzte haben meist ziemlich zu kämpfen, denn die Behandlungsstühle und weitere Einrichtung ist so weit ich weiß ziemlich teuer. Aber wenn sich das mal amortisiert hat und die Praxis läuft, dann kann man es locker angehen lassen.

Auch Ärzte haben Familie. 

Das ist alles machbar. Was du genau machen möchtest, kannst du doch während des Studiums entscheiden

Ob Zahnarzt oder Humanarzt musst du für dich und deine Interessen entscheiden.

Mach dir nicht zu viele Gedanken. Leben passiert, während wir Pläne machen. :D

Ich kenne einige Ärzte, Allgemeinmediziner, Fachärzte, aber Zahnärzte. Das Modell der Gemeinschaftspraxis funktioniert sehr gut und eröffnet recht flexible Möglichkeiten bei der Gestaltung der Arbeitszeiten. 

Naja, allgemein würde ich sagen das die Gestaltung der Arbeitszeiten als Arzt eher eingeschränkt ist. Erstmal studierst du sehr lange und wenn du damit fertig bist, musst du erstmal eine Stelle bekommen. Am Anfang seiner Karriere kann man nicht so wählerisch sein, sondern muss Erfahrungen sammeln.

Hinzu kommt, dass es bei Ärzten immer wieder Notfälle gibt. Und da musst du deinen Pflichten natürlich nachkommen, egal ob Familie zuhause oder nicht.

Als Zahnarzt ist man da schon eher an die Öffnungszeiten seiner Praxis gebunden und hat evtl. mehr Spielraum.

Brieftasche1982 05.07.2017, 00:57

Absoluter Blödsinn. Es gibt KEINEN Absolventen, der keine Stelle bekommt, die Arbeitsmarktlage ist rosig, man kann wählerisch sein.

Und es gibt zig Fachgebiete ohne jede Notfälle und mit flexiblen Teilzeitregelungen.

0

Arztsein muss nicht per se familienundfreundlich sein.

Ärzte haben nur deswegen "keine Zeit", weil sie sich selbst mit Arbeit zuladen, indem sie z.B. eine Hauptanstellung und zwei Nebentätigkeiten annehmen und dann eben ihre 60-Stunden-Woche haben.

Das kommt dann eben daher, dass sie die Möglichkeiten, als Arzt noch mehr als viel Umsatz zu machen, auch nutzen.

Aber es steht Dir ja frei, bescheidener zu sein, und ggf. auch mit einer 3/4-Stelle eben nur 30 Stunden pro Woche zu arbeiten und dann eben mit "nur" 3.000 Euro als Assistenzarzt und ca. 6.000 Euro als Oberarzt zufrieden zu sein.

Mal zum Vergleich: Du würdest bereits als Assistenzarzt soviel verdienen als wie ein Pädagoge in Vollzeit als Heimleiter und als Oberarzt sowieso mehr.

Mit einer Praxis hast Du sowieso eine Menge Freiheiten. Es gibt heute viele Ärzte, die ihre Praxis nur 2x die Woche aufmachen. Den Rest der Zeit nutzen sie dann wieder für Nebentätigkeiten. Aber das ist ja eben keine Pflicht.

Medizin ist perfekt für dich. Die Arbeitsmarktlage ist traumhaft, du bist als Absolvent extrem gefragt. Niemand MUSS heute Überstunden und Nachtdienst machen, wenn er das nicht will. 

Weil die Lage so gut ist, kannst du dir einen Arbeitgeber mit Teilzeit problemlos suchen. Außerdem kannst du nach längerer Auszeit ohne jede Probleme wieder einsteigen.

Hey gute Frage und sehr stark, dass du dich damit jetzt schon befasst!

Ich würde am besten einfach mal einen Arzt fragen, den du kennst (sollte eigentlich in der Bekanntschaft irgendeinen geben) und ihn fragen was man so für Möglichkeiten hat bzw. wie stressig es wirklich ist.

Ich bin selber kein Arzt und kann dir deshalb nicht direkt weiterhelfen...

Trotzdem schöne Grüße

Ich glaube als Arzt ist man immer im Dienst. Klar hat man auch Familie, aber wie bei einem Prominenten wird man auf der Straße angesprochen, nachts angerufen, ständig mit Hilferufen attackiert und so eingespannt, dass es schwer werden kann.

Für reine Familienmenschen wäre also die Forschung besser. Arbeit im Labor bei festen Arbeitszeiten. Impfstoffinstitute zB.

Brieftasche1982 05.07.2017, 00:55

Riesenunfug. Forschung ist kein Beruf, sondern eine Tätigkeit, die (wenn man kein Professor ist) mit Publikationsdruck und Befristung zu tun hat. Gerade hier ist Freizeit eher ein Fremdwort.

Als Arzt ist man dann im Dienst, wenn man Dienst hat. Und wenn man in der Klinik einen Teilzeitvertrag unterschreibt, dann arbeitet man auch nur Teilzeit.

Woher hast du bitte deine Infos?!

0
wernher88 05.07.2017, 20:00
@Brieftasche1982

Du solltest nicht Meinungen anderer bewerten, sondern deine eigene Meinung kund tun. Ich kenne Ärzte persönlich und habe auch in einem Forschungsinstitut gearbeitet. Das Leben ist sehr vielschichtig.

Im Übrigen glaube ich nicht , dass man hier irgendwem seine Meinung aufdrängen muss.

0

Hey,

Also ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen das du als Mann Vater und Arzt gleichzeitig sein kannnst:)

Was möchtest Du wissen?