Familien- und Jugendrecht als Nebenfach beim Studium Sozialer Arbeit

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

In der Klausur wird bei euch sehr wahrscheinlich der Gutachtenstil gefragt sein. Alles andere ergäbe für Sozialarbeiter wenig Sinn, denn die wenigsten werden später Urteile sprechen. Wobei "Gutachtenstil" im Prinzip nur meint, dass man einen Sachverhalt hat, die passenden Paragraphen raussucht, sie dann der Reihe nach arbeitet (Tatbestandsmerkmal erfüllt? Rechtsfolge? usw.) und das ganze anschließend in einem Text darstellt.

Um ein ausreichendes Rechtsverständnis zu bekommen, reicht schon eine grobe Vorstellung, wie Dinge geregelt sind. Die einzelnen Paragraphen auswendig zu kennen ist normalerweise nicht erforderlich. Vermutlich werdet ihr in eurer Klausur sowieso eure Gesetzestexte verwenden dürfen, so dass du die genauen Paragraphen immer nachschlagen kannst. Wichtiger ist es, dass du lernst, wie man den passenden Paragraphen findet (Streiten sich zwei Bürger? -> BGB; Geht es um Sorgerechtsfragen? -> BGB: Familienrecht; usw.).

Wenn du erstmal die passenden Paragraphen hast, musst du das Grundprinzip der juristischen Fallbearbeitung kennen (Wer sind die Beteiligten, wer könnte was von wem verlangen, ist der Tatbestand erfüllt, wie könnten die Rechtsfolgen aussehen usw.). Für die Fallbearbeitung gibt es normalerweise ein Schema, das in Rechtvorlesungen besprochen wird. Falls dir dieses wichtige Schema bisher entgangen ist, frag deine Studienkollegen mal oder sprich deinen Professor darauf an.

Sobald du nach einer Sachverhaltsbeschreibung die entsprechenden rechtlichen Regelungen finden und die Fallbearbeitung vornehmen kannst, ist Recht "halb so wild". Im Studium haben viele eher das Problem, dass sie versuchen, Paragraphen auswendig zu lernen. Das klappt meistens nicht und ist oft überflüssig (u.a. weil sich immer mal wieder etwas ändert, dann muss man direkt in der Quelle nachlesen können). Es reicht schon, wenn man grob weiß, wer z.B. in welcher Funktion wann für wen haften muss o.ä. In der Praxis wirst du später die wichtigsten Paragraphen fast automatisch auswendig kennen.

Ich wollte gerade mal nach Literatur für dich schauen, ich erinnere mich an Bücher die da sehr hilfreich waren. Leider ist das Onlineportal gerade down, wo ich nachsehen könnte wie genau die hiessen - aber ich schau nachher nochmal. LEIDER muss man sagen, dass Recht im Studium der SA ein Fach ist das sehr stark aussiebt, sprich es gibt immer einige die an genau dieser Hürde scheitern. Aber gut, es ist noch nichts verloren, jetzt geht es darum den Überblick zu kriegen.

Recht ist ein wenig so wie Mathematik, man muss wissen wo was steht bzw. wo man die Gesetzestexte findet, wie man sie zitiert und man muss genau lesen und wissen wie sie ausgelegt werden. Wenn man das einmal drin hat kann man sich da recht sicher bewegen.

Wichtig ist, dass Du immer alle Paragraphen aufschreibst, die mit der Afg zu tun haben.

Und dazu hab ich mal einen guten Satz in einem Buch gelesen: Die SozArb-Studenten mit den guten Noten zeichnen sich mit den besser und ausgiebiger markierten Gesetzessammlungen aus.

Ich selber hab das so gemacht: Ich hab verschieden farbige Post-Its genutzt. Und die Bücher oben, seitlich und unten damit markiert. Oben z.B. Fälle aus der Vorlesung, rechts den Rest aus Vorlesung und Büchern (nennen wir es mal die allgemeinen Themen), unten die Checklisten (z.B. Kindeswohlgefährdung). Je nach Fall, Checkliste etc. verschiedene Farben, so dass ich durch Versetztes Anbringen der Post-Its .... Adoption hatte ich z.B. rechts und dann alles, wirklich alles in Gelb damit markiert. Bei uns waren auch Textmarker erlaubt. Und als die bei mir farblich alle waren, hab ich halt noch farbige Kringel benutzt ( glaub für die Fälle). Wichtig ist halt, dass man nachher noch sein System entziffern kann.

In der Klausur musst Du einfach ratzfatz die Paragraphen finden. Daher die Post-Its, sofern ihr das alles nutzen dürft.

Letztlich war das peinlicherweise meine hauptsächliche Vorbereitung auf die ganze Aktion. :-( Und ich bin damit sehr gut durchgekommen. Ich habe natürlich auch exemplarische Falllösungen etc. viel durchgelesen, um eine Ahnung vom "Slang" zu haben und ein Gespür für das, was sein kann und was nicht.

Und wichtig noch: Die Abläufe bei der Fallprüfung: Örtliche und sachliche Zuständigkeiten überprüfen, zusätzliche Infos beim Betroffenen noch abfragen etc. sind beliebte "Fangfragen". Daher die immer im Kopf mit herumtragen:-)

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