Familie gründen trotz Multipler Sklerose?

Das Ergebnis basiert auf 6 Abstimmungen

Familie gründen 50%
Kinderlos bleiben 50%

4 Antworten

Kommt auf die Art und Form der MS an, würde ich sagen. Da ich aber ohnehin dazu tendieren würde bei derartigen unheilbaren Krankheiten Selbstmord zu begehen oder sowas in der Art, würde sich mir die Frage glaube ich nicht stellen.

Ansonsten... Familiengründung ist auch mit MS per se möglich und MS als solche ist soweit ich weiß in den meisten Fällen weniger dramatisch als dargestellt. Die Krankheit als solche hat keinen 'einheitlichen' Verlauf und muss die Lebenserwartung gar nicht massiv beeinträchtigen.
Wie gesagt, es kommt halt eben immer auf den Verlauf der Erkrankung an, konsequent lässt sich nichts dazu sagen.

Das Risiko für die Kinder selbst an MS zu erkranken, ist in jedem Falle zwar gegenüber Kindern ohne MS-Kranken Eltern leicht, aber halt eben nur leicht erhöht, soweit ich das gestern richtig gelesen habe.

selbstmord gedanken hatte ich wo ich meine Diagnose bekommen habe und mitten in der Ausblidung steckte aber jetzt lebe ich dadurch mein Leben noch intensiver als je zuvor :)

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Familie gründen

Es "kann" vieles, muss aber nicht. Dann dürften viele keine Kinder kriegen, weil es quasi in jeder Familie irgendwelche Krankheiten gibt. Bei meinem Mann hatte bis jetzt jeder (außer ihm) Krebs. In meiner Familie gibt es in jeder Generation jemanden mit ADHS. Bei meiner Freundin ist das Risiko des vererbten Diabetes hoch. Ich habe Epilepsie.

Aber wir haben alle Kinder in die Welt gesetzt und unsere Kinder sind gesund.

ich muss dazu sagen das ich leider nur nicht die MS habe sondern auch noch HSP (spastische Spinalparalyse) die leider zu 50 % vererbt werden kann.... Aber wie du selbst sagst alles kann nichts muss.... und auch eltern die kerngesund sind können "kranke" Kinder zur welt bringen...

Adoptieren dürfen wir durch meine erkrankungen leider nicht :(

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@ARN21

Ja, das ist das Blöde, wenn einer krank ist - da darf man nicht adoptieren. Ist irgendwie auch kein richtiges Argument, denn die Adoptiveltern können ja auch ein paar Jahre nach der Adoption krank werden. Wenn nur einer der Eltern krank ist, ist das für mich ok, dann ist die Versorgung der Kinder gewährleistet.

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@Katze446

das haben wir auch gedacht und haben dann einen telefonischen Termin mit dem zuständigen Jugendamt gehabt und mir wurde dann gesagt "gehen sie besser zu einem Psychiater der kann ihnen helfen, Kinder werden Sie nie bekommen"

ich war so geschockt und habe nachdem wir aufgelegt hatten erst einmal nur noch geweint weil ich es einfach unfair von ihr gefunden habe....

aber so ist der stand der Dinge von oben....

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@ARN21

Diese Behandlung finde ich unmöglich! Das ist Diffamierung der feinsten Art! Und glaub mir, das kenne ich, wegen meiner Epilepsie und dem Schwerbehindertenstatus, den ich habe. Bei mir war es das Arbeitsamt, das der Meinung war, es lohnt sich nicht, mich wieder einzugliedern, weil ich schwerbehindert bin und nicht leistungsfähig genug. Damals war ich Ende 20. Das hat tiefe Spuren bei mir hinterlassen, ich war für die wie ein Stück Dreck, das man in die Schublade steckt und damit ist alles erledigt.

Dann kriegst du eben einfach selbst ein Kind und lässt es gut untersuchen per Bluttest und anderen Möglichkeiten. Oder vielleicht gibt es andere Länder, in denen du ein Kind adoptieren darfst und das gilt in Deutschland.

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@Katze446

wir werden uns jetzt noch weiter informieren und dann schauen was wir für möglichkeiten haben und dann werden wir die beste Wahl für uns nehmen :)

denn aufgeben ist keine Option :)

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Familie gründen

Warum sollte man keine Familie gründen?

Die meisten MS-Patienten können trotz ihrer Krankheit ein fast normales Leben führen.

Kinderlos bleiben

Kann ja sein das es Vererbt wird dann haben die Kinder den Mist auch

Prädispositionen können zwar vererbt werden, doch insgesamt ist die Wahrscheinlichkeit hier glaube ich eher gering.

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Das ist kein Argument, denn ich kenne genug gesunde Elternpaare, die kranke Kinder bekommen haben. Ich habe Epilepsie und mein Kind ist gesund. Und ein anderes Elternpaar ist gesund hat zwei Autistenkinder, die nicht fähig sind alleine zu leben.

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Meine Eltern, meine Grosseltern und soweit man weiss auch meine Urgrosseltern sind gesund.
Und trotzdem habe ich unter anderem MS.

Also, völlig egal wie gesund oder wie krank die Eltern sind. MS tritt auch spontan auf. Genau so wie andere Krankheiten.
Die wahrscheinlichkeit dass ich MS an mein Kind weiter vererben würde ist schweindend gering.
Da ich mich der 40 nähere gab es diesbezüglich bereits gespräche mit Ärzten die mir definitiv nicht von einer Schwangerschaft abrieten.
Ich will nur halt grundsätzlich keine Kinder, also stellt sich die Frage bei mir nicht.

Aber MS ist kein Hinderungsgrund um eine Familie zu Gründen.
Und ganz davon ab, MS ist auch kein Drama.
Die Krankehit ist relativ gut erforscht und wirklich krasse Verläufe sind relativ selten.

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