Falsches Konto gepfändet, kann ich rechtlich vorgehen?

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9 Antworten

Ich würde folgendes machen:

1. Ab zur Polizei. Strafanzeige wegen Verdacht auf Prozessbetrug, Nötigung, Verleumdung. Wichtig ist, dass man deutlich macht, dass die Wiederholungstäter sind. Sprich: Die wussten aufgrund des ersten erfolglosen Versuches ganz genau, dass du nicht der richtige Schuldner bist, dass Adressen und Geburtsdatum absolut nicht stimmen. Und trotzdem haben sie es ein zweites Mal probiert, gegen dich vorzugehen und die Bank hat diese Abweichung übersehen. gerade weil sie Wiederholungstäter sind, ist ein gewisser Vorsatz erkennbar.

2. Das Unternehmen zur Unterlassung auffordern und gleichzeitig zur Datenauskunft auffordern. Ich würde überdeutliche Worte wählen. Ob man dann die Sachen in die Tat umsetzt, sei dahin gestellt. Eine Unterlassung könnte vermutlich aufgrund dessen sie Wiederholungstäter sind, durchsetzbar sein.

Einschreiben:

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Wertes Inkassobüro.

Aufgrund der wiederholten Versuche, mir Schulden unbekannter Dritter anzuhängen und bei mir die Schulden und Titel fremder Personen vollstrecken zu lassen, habe ich Strafanzeige bei der Polizei gegen ihre Mitarbeiter gestellt. Dies ist keine Bagatelle mehr.

Den von mir noch zu beziffernden Schaden werden sie mir ohne Einwände unverzüglich erstatten.

Sie werden mir unverzüglich im Rahmen einer ausführlichen Datenauskunft gemäß BDSG sämtliche zu meiner Person gespeicherten Daten mitteilen. Zudem werden sie mir ausführlich begründen, wie und über welche Daten sie auf die wahnsinnige Idee gekommen sind, diese Schulden mir anzulasten, obwohl es nie eine Verbindung zwischen dem Schuldner und mir gab und obwohl das Geburtsdatum absolut nicht stimmt. Sie werden unverzüglich sämtliche etwaigen Auskunftei-Einträge rückstandslos löschen und die Löschung bestätigen. Sie haben 14 Tage Zeit. bei Weigerung oder fruchtlosem Ablauf beantrage ich beim Datenschutz ein Bußgeld.

Sie werden mir zudem binnen 14 Tagen schriftlich erklären, dass sie es fortan unterlassen, gegen mich Pfändungen aus Titeln zu begehren, bei denen Geburtsdatum oder Adresse, sowie Namen nicht eindeutig meiner Person zuordnen lassen. Sie werden sich einer entsprechenden hohen Strafzahlung einverstanden erklären, falls sie erneut rechtswidrig gegen mich Forderungen begehren, die nichts mit mir zu tun haben. Bei Weigerung werde ich mir vorbehalten, mittels Anwalt eine Unterlassung zu erzwingen. Sie sind schließlich Wiederholungstäter und das mit Vorsatz, denn sie haben wider besseren Wissens gehandelt.

Sollten sie es nochmals wagen, mir die Schulden unbekannter Dritter anzuhängen und Pfändungen gegen mich zu veranlassen, basierend auf Titeln gegen unbekannte Dritte, werde ich folgendes machen, und zwar ohne weitere Vorwarnung:

1. Antrag auf Lizenzentzug beim zuständigen Aufsichtsgericht.

2. Mittels Anwalt Vollstreckungsabwehrklage bzw. negative Feststellungsklage einreichen

3. Erneut Strafanzeige bei der Polizei stellen.

Ich denke sie haben mich verstanden. Das war nun schließlich über deutlich. Lassen sie den Mist und lassen Sie mich gefälligst in Zukunft in Ruhe, solange ich mit den Schuldnern nichts zu tun habe.

Zappzappzapp 04.08.2017, 18:51

Unnötiger Aufwand, so ein Schreiben würde nur den Fragesteller vielleicht etwas entspannen, weil er sich seinen Frust von der Seele geschrieben hätte.

Eine Anzeige bringt gar nichts, womit soll sich denn das Inkassounternehmen strafbar gemacht haben? Nur weil sie irrtümlich das falsche Konto gepfändet haben, was inzwischen ja korrigiert wurde. Aktuell liegt doch gar nichts mehr an.

Ein bezifferbarer Schaden ist, wenn überhaupt nur in so einem geringen Umfang entstanden, dass jegliche Klage nicht die geringste Aussicht auf "Erfolg" hätte.

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mepeisen 05.08.2017, 07:05
@Zappzappzapp

Das ist kein einmaliges Versehen. Das erste Mal könnte man sich noch mit "einmaliges Versehen" als Ausrede herausreden. Beim zweiten Mal, wo es trotz besserem Wissen versucht wurde beim Falschen zu pfänden, wird daraus Vorsatz. Wieso nur erwischen sie "versehentlich" den Arbeitgeber des TE und dann auch noch "versehentlich" die richtige Bank? Alles ein versehen? Zwei Mal? Die möglichen Straftatbestände wurden von mir aufgelistet.

Mit der Ausrede eines Versehens kommen die aus der Nummer nicht raus.

Klar, womöglich besteht der derzeit bezifferbare Schaden bisher nur aus etwas Briefporto u.ä.

Man kann den Brief auch weglassen und direkt eine Klage auf Unterlassung anstrengen und die Gerichts- und Anwaltskosten als Schadensersatz einklagen. Der Rechtsanspruch besteht, weil das wie gesagt Wiederholungstäter sind, die wider besseren Wissens vorsätzlich gehandelt haben.

Davon abgesehen hat der TE Anspruch darauf zu erfahren, welche Datenquelle da die Behauptung aufstellt, dass er mit dem unbekannten Schuldner personengleich sei. Aus welcher Datenquelle also diese Verknüpfung hergestellt wurde. Dieses "Das war ein Versehen" muss ja rein datentechnisch einen Ursprung gehabt haben und der TE hat ein Anrecht, diesen Ursprung zu erfahren. Dieses Recht gesteht ihm das BDSG zu.

Der Hauptgrund, so vorzugehen liegt aber in etwas ganz anderes: Wenn ein Inkasso einmal diese Verbindung hergestellt hat und in verschiedenen Auskunfteien oder Datenbeständen nun diese falsche Verbindung schlummert, weil das Inkasso beispielsweise an diese Auskunfteien o.ä. diese Verbindung weitergereicht hat, dann könnte womöglich eine Lawine auf den TE zurollen. Denn wer einmal Schulden macht (ich spreche vom unbekannten Dritten), der macht sie womöglich auch ein Zweites oder Drittes Mal.

Vorbeugung ist hier besser und vermag vielleicht, die Lawine, die man bisher nicht sieht, die aber kommen könnte, ein Stück weit aufzuhalten, bevor man sich mit vielen einzeln herumärgern muss.

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Zappzappzapp 05.08.2017, 10:52
@mepeisen

Unsinn!

1. Dass das alles kein Versehen gewesen sein und "wider besseren Wissens" passiert soll, müsste bewiesen werden und zwar vom Kläger, so ist das nun mal glücklicherweise in einem Rechtsstaat, so lästig das auch ist.

2. Der Beschuldigte sagt, tut mir leid war ein Versehen, ein anderer Sachbearbeiter hatte den Fall auf den Tisch bekommen. Wer sollte das Gegenteil beweisen? Solche Verwechslungsfälle wegen Namensgleichheit passieren regelmäßig und eher selten böswillig.

3. Und "direkt eine Klage auf Unterlassung anstrengen"? Auf was für eine Unterlassung denn? Im Moment macht das Inkasso-unternehmen doch gar nichts, was es unterlassen könnte und es deutet nichts darauf hin, dass es weitere Schritte unternehmen könnte.

4. Gerichts- und Anwaltskosten "klagt man nicht ein", sondern die hat der Beklagte in der Regel zu "automatisch" übernehmen, wenn er einen Prozeß verliert.

5. Der Anspruch auf die Mitteilung der der Herkunft von Daten über die eigene Person besteht, aber dafür muss man zunächst nicht klagen, sondern ein ganz normales Schreiben reicht dafür.

6. Das gleiche gilt für die Auskunfteien. Man fordert z.B eine kostenlose Eigenauskunft nach §34 bei der Schufa an und falls dort unberechtigte Einträge stehen lässt man diese entfernen. Auch dafür muss man nicht klagen.

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mepeisen 06.08.2017, 18:57
@Zappzappzapp

1) Jemand, der eine Anzeige erstattet, der gibt einen ggf. begründeten Verdacht ab. Beweisen muss der exakt gar nichts. Er ist auch keinesfalls der Kläger.

2) Wenn du ansonsten mal richtig lesen würdest: Der TE schrieb, dass es bereits per Gehaltspfändung versucht wurde, danach wurde Kontakt mit dem Inkasso aufgenommen und auf die Personenverwechslung hingewiesen, auf das falsche Geburtsdatum. Danach war 3 Monate Pause... Bis es nun zur versuchten Kontopfändung kam.

Wenn der zweite Sachbearbeiter sich mit "Versehen" herausredet, fällt der Verdacht auf den ersten zurück. wieso hat er nicht ins System in die Akte eingegeben, dass man hier eine Personenverwechslung begeht und darauf hingewiesen, dass man den falschen ausgesucht hat?

Ansonsten ist egal, ob der zweite Sachbearbeiter es weiß. Der erste wusste es und ein Betrugsversuch ist es übrigens auch, wenn man eine Täuschung aufrecht erhält. Wenn der erste also einfach nichts tut statt in der Akte das Problem zu vermerken, hat er ein Problem.

3) Doch, es begehrt zum mittlerweile zweiten Mal wider besseren Wissens eine Pfändung gegen den TE, obwohl es WEISS, dass der TE der falsche ist. Und das hat es zu unterlassen. Offenbar reicht der deutliche Hinweis des TE, dass er der falsche ist nicht aus. Streng genommen ist schon bei erstem Rechtsbruch eine Unterlassungsklage möglich, wenn die Wiederholungsgefahr gegeben ist. Hier liegt bereits ein wiederholter Rechtsbruch vor.

4) Die Gerichts- und Anwaltskosten werden im Verfahren natürlich mit eingeklagt und dann im Rahmen einer Kostenfestsetzung im Regelfall (nicht immer) dem Unterlegenen auferlegt. Auch wenn es eine 99%-Regel ist, automatisch passiert da nichts.

5) Ich habe nie behauptet, dass man klagen muss. Lies nochmal: ich habe empfohlen, dem Inkasso das schriftlich deutlich anzufordern. Keine Ahnung, wo du hernimmst, dass ich eine Klage auf Datenherausgabe o.ä. empfohlen hätte.

6) Auch das habe ich nie behauptet, dass man hier klagen muss.

Sag mal: Hast du eine Leseschwäche?

Statt hier laut Unsinn zu schreien, solltest du dich zuerst mal sachlich mit dem Geschriebenen auseinandersetzen. Was du hier rein interpretierst und unterstellst, ist teilweise völlig falsch.

Und danach könnte es sich lohnen, sich inhaltlich mit der Materie auseinanderzusetzen.

Und am Ende könntest du dich mit einigen Grundregeln im Inkassowesen auseinandersetzen. Was Inkassos machen basiert nicht auf Zufällen und Versehen. Die haben ein standardisiertes Vorgehen. Einmal mag noch ein Versehen eines Sachbearbeiters sein. Mehrere Monate auseinanderliegende doppelte Fälle sind kein Versehen mehr. Die versuchen irgendwie die Schulden dem TE anzuhängen, weil sie den Ursprungsschuldner nicht wiederfinden. Die Inkassos machen das durch die Bank weg sehr oft und hoffen einen zu finden, der sich falsch wehrt.

Es gibt hunderte Fälle in diversen Foren und nicht alle gehen gut aus. Gemessen an der Gesamtzahl der Inkasso-Fälle mag das ein "Versehen" sein bzw. ein Promille-Bodensatz, dem keiner richtig Beachtung schenkt. Das macht es aber keinesfalls legal.

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Zappzappzapp 06.08.2017, 21:48
@mepeisen

Ich versuche es mal möglichst kurz zu machen, sonst ufert das hier noch aus und ich möchte von persönlichen Angriffen absehen, sondern sachlich bleiben.

Auch hier eines vorweg: Ich kann sehr gut lesen und ich schreie grundsätzlich nicht. Es sollte Dir bekannt sein, dass Großbuchstaben schreien bedeuten, ein Ausrufezeichen, auch wenn es so heißt: "Als Satzzeichen steht das Ausrufezeichen ... nach ... und nachdrücklichen Behauptungen."

Hier hast Du was dazu zum Lesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ausrufezeichen

zu 1. Natürlich müssen Anschuldigungen im Prozess vom Kläger bewiesen werden. Ich habe weder gesagt, dass man ohne Beweise keine Anzeige erstatten kann, noch dass derjenige der Anzeige erstattet der Kläger ist. Genaues Lesen hilft.

zu 2. Siehe 1. Herzlichen Glückwusch demjenigen, der Vorsatz beweisen kann.

zu 3. Stimmt nicht. Zitat Fragesteller: "Ich habe dann direkt am nächsten Tag angerufen und denen meine Meinung gesagt. Anschließend ein Bild mit meinem Personalausweis geschickt und
einen Tag später war das Konto wieder frei.
" Danach ist nichts mehr passiert. Es geht dem Fragesteller nur um "Rache" bzw. Schadensersatz. Zitat: "Aber so einfach will ich das Unternehmen nicht ziehen lassen."

zu 4. Wortklauberei, ich sage nur "Anführungszeichen" haben eine Bedeutung. Ja, die Kosten sind Bestandteil der Klage und werden nicht automatisch dem Unterlegenen auferlegt, das ist mir bekannt.

zu 5. und 6. Da habe ich bei den langen Texten mit den verschiedenen Strafanzeigen, Schadenersatz-, Unterlassungs-, Vollstreckungsabwehr- etc. -klagen, wohl mal beim Lesen den Faden verloren und doch eine kleine Leseschwäche gehabt, tut mir leid.

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mepeisen 07.08.2017, 08:22
@Zappzappzapp

Der Staatsanwalt muss Vorsatz beweisen, wenn er sich entschließt, aufgrund der als Vermutung geäußerten Anzeige gegen jemanden vorzugehen.

Für die Unterlassung muss kein Vorsatz nachgewiesen werden. Du vermengst hier Zivilrecht und Strafrecht, wirfst alles in einen Topf und wirfst mir dann vor, dass ich falsche Infos herausgebe. Herzlichen Glückwunsch ;-)

Zu 3. Stimmt nicht.

Was genau stimmt denn nicht? Ich habe das wiedergegeben, was laut TE abgelaufen ist. Es gibt zwei mehrere Monate auseinanderliegende Vorgänge. Und bereits der Versuch ist es, um den es geht. Es ist kein isolierter Vorgang, sondern es sind zwei Versuche, die auch nicht zeitgleich stattfanden, so dass man sie als ein groß0es Versehen bezeichnen kann.

Du kannst nicht einfach zu einem geschilderten Ablauf "Stimmt nicht" schreiben, es sei denn, du unterstellst dem TE hier eine Lüge. Natürlich. Mag sein. Ich kenne den TE auch nicht. Aber wieso diskutieren wir hier, wenn du anzweifelst, was da ablief?

Du nennst es Rache, ich nenne es das Wahrnehmen der eigenen Rechte und das Erziehen von Inkassos zum Einhalten der Gesetze.

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Zappzappzapp 07.08.2017, 13:44
@mepeisen

Einzig zu 3.:

Du schreibst in Deinem vorletzen Kommentar " ..es begehrt zum mittlerweile zweiten Mal wider besseren Wissens eine Pfändung gegen den TE, obwohl es WEISS (Anmerkung von mir: Schrei, nicht so!)  dass der TE der falsche ist. Und das hat es zu unterlassen. Offenbar reicht der deutliche Hinweis des TE, dass er der falsche ist nicht aus."

Ich schreibe nicht einfach "das stimmt nicht" sondern zitiere den Fragesteller "...Personalausweis geschickt und einen Tag später war das Konto wieder frei." Danach ist nichts mehr passiert."

Auf den deutlichen Hinweis hat das Unternehmen es unterlassen und die Pfändung zurück genommen und nichts weiter unternommen, also hat der Hinweis offensichtlich bisher ausgereicht.

Dies war jetzt mein letzter Kommentar, für mich ist alles gesagt.

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mepeisen 07.08.2017, 17:05
@Zappzappzapp

Dann lass es halt. Kann mir auch besseres vorstellen als ständig hier herum zu diskutieren, während du die Sachlagen völlig aus dem Zusammenhang reißt.

Was du da zitierst, bezieht sich auf den zweiten Pfändungsversuch. Das Inkasso hätte bereits nach dem ersten Pfändungsversuch aufhören müssen mit dem Mist. Das ist der Punkt, den ich die ganze Zeit als Grundlage meiner Empfehlung anführe. Wieso kommst du dann ständig damit, dass die zweite Pfändung zurückgenommen wurde?

Aber selbst wenn es so wäre: Wieso sollte es nun plötzlich aufhören? Wieso sollte das Ganze nicht drei Monate später wieder von vorne losgehen? Was hat sich geändert? Fragen, die du nicht beantworten kannst und das Inkasso genauso wenig.

Ich bleibe dabei: Dem TE zu empfehlen, das Inkasso anzuschreiben und ihm damit die Gelegenheit zu geben, ausdrücklich zu erklären, dass es aufhört, ist und bleibt angebracht. Verweigert das Inkasso diese Erklärung, ergibt sich daraus, dass die Wiederholungsgefahr nicht gebannt ist.

Und ob du nun weiter diskutierst oder nicht. Das ändert an dieser Sachlage nichts.

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Wenn eine Lohn- und Kontopfändung stattgefunden hat, existiert auch ein Vollstreckungstitel. Irgendwelcher Mahnungen bedarf es nicht. In diesem Fall hat der Schuldner wohl unglücklicherweise denselben Namen, wie du. Das Gericht trifft hierbei kein Verschulden, da es nach dem Namen auf dem Titel den Pfändungsantrag prüft. Dass die Adresse nicht übereinstimmt, ist nach der langen Zeit nicht ungewöhnlich.
Das Inkassobüro hätte hier sorgfältiger prüfen müssen, ob Personenidentität besteht. Schadensersatzansprüche könnten dir zustehen, wenn dir ein finanzieller Schaden entstanden ist. Ansonsten eher nicht.

Für einen Schadenersatz müsstest Du einen Schaden nachweisen. Es gibt aber den §187 StGB - Du kannst einen Strafantrag gegen Unbekannt(!) stellen.

Hallo.

Du kannst das Inkassobüro verklagen wegen der Kosten und Arbeit.

Du musst aber den Namen des Bearbeiters angeben, bzw. den Chef.
§ 187 STGB

Ferner rate ich dir, dir eine Bank zu suchen, die keine Daten an Private Inkassobüros weitergibt.
Bei einer Bank sollte das ein No Go. sein. Das würde ich mir vorher schriftlich geben lassen.
Hier sind die Banken sehr streng mit den Angaben.

Ich wollte kürzlich an meine Enkelin eine Betrag überweisen zu einem Geburtstag. 
Die Bank wollte mir keine Kontonummer  geben. War zwar erst etwas böse, aber später doch irgendwie als richtig empfunden.
Die Eltern haben mir die Kontonummer gegeben.

mepeisen 04.08.2017, 16:00

1. Leider ist private Zeit nichts Wert im juristischen Sinne. Da entsteht somit (leider) kein Schaden. Bei solchen Fällen muss man das Wort "leider" betonen, denn verdient hätten sie es.

2. Eine Bank MUSS, wenn sie im Rahmen einer Pfändung aufgefordert wird, Infos an den Gläubiger (bzw. ans Inkasso) herausgeben. Diese Verpflichtung geht sie kraft Gesetz ein. Google-Stichwort "Drittschuldnerauskunft".

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Ein bezifferbarer Schaden ist, wenn überhaupt, nur in so einem geringen Umfang entstanden, dass jegliche Schadenersatzklage nicht die geringste Aussicht auf "Erfolg" hätte.

Ich kann Deine Wut verstehen, was passiert ist, ist zugegeben äußerst ärgerlich, aber das beste was Du tun kannst, ist die Sache schnell zu vergessen. Jeder weitere Aufwand bringt Dir nichts, außer, dass Du Dich noch mehr ärgerst. Ist zwar blöd, aber so ist es eben.

mepeisen 05.08.2017, 07:09

Man kann auch wegen einem Cent erstandenen Schaden klagen. Es gibt im Zivilrecht keine Nichtigkeitsgrenzen.

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Zappzappzapp 05.08.2017, 10:23
@mepeisen

Es geht hier bei GF darum, vernünftige, sinnvolle Antworten zu geben und nicht darum, ob man wegen einem Cent Schaden klagen "könnte".

Wer so einen Schwachsinn machen möchte, um sein Ego zu befriedigen, vielleicht, weil er meint, dass er ja rechtsschutzversichert ist, der soll es tun (wenn die RSV es denn wirklich bezahlt), aber hier in Forum ist so ein Ratschlag absolut nicht angebracht.

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mepeisen 06.08.2017, 19:05
@Zappzappzapp

Es geht vor allem mal darum, richtige Antworten zu geben.

Wenn du falsche Behauptungen aufstellst, musst du damit rechnen, dass du korrigiert wirst.

Du hast nicht geschrieben, dass es nicht sinnvoll wäre zu klagen. Du hast geschrieben, dass eine Klage wegen der geringen Höhe nicht einmal eine geringste Aussicht auf Erfolg hätte. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Ich stimme dir sogar zu, dass man wegen wenigen Cent eine Klage eher als sinnbefreit empfinden sollte. Alleine wegen dem Zeitaufwand ist das reichlich sinnbefreit. Aber möglich ist es und der Streitwert spielt bei der Frage des Erfolgs keine Rolle.

Ich habe kein Problem damit, dass mich Leute korrigieren, wenn sie sich besser auskennen. Das passiert nur fast nie. Das hat auch nichts mit meinem Ego zu tun. Ich weiß einfach verdammt gut, wo ich mich auskenne und wo nicht. Bei vielen Themen, wo ich keinerlei Plan habe (Beispielsweise im Breitensport, um nur mal eines deiner Themengebiete zu nennen) halte ich einfach vollständig meine Klappe, lese maximal nur mit, antworte aber nicht. So muss man mich auch nicht korrigieren

Vielleicht lohnt es sich für dich, wenn du erst mal nur intensiv liest und dich solange zurückhältst, bis du genug Wissen angehäuft hast, um tatsächlich sachlich richtige antworten zu geben? Oder gibt dein Ego dieses Vorgehen nicht her?

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Zappzappzapp 06.08.2017, 19:50
@mepeisen

Vorweg zu Deiner persönlichen Anmerkung:

Mit dem Ego befriedigen habe ich nicht Dich gemeint (ich gehe nicht davon aus, dass Du selbst wegen ein paar Cent klagen würdest), sondern allgemein, das dies der einzige Grund sein könnte, dass dies jemand täte.

Und vielen Dank für Deinen Tipp, ich lese sehr viel intensiv und ich antworte ausschließlich, wenn ich sachlich richtige Antworten geben kann.

Dein Kommentar war: "Man kann auch wegen einem Cent erstandenen Schaden klagen." Natürlich kann man wegen jeder Kleinigkeit klagen, ich habe nichts anderes behauptet.

Das war aber gar nicht die Frage, wie ich vor meiner Antwort durch intensives Lesen herausgefunden habe, sondern "Kann ich mit Schadensersatz rechnen?"

Meine Antwort darauf war "...dass jegliche Schadenersatzklage nicht die geringste Aussicht auf "Erfolg" hätte."

Daran ist nichts falsch. Ich habe das Wort "Erfolg" in Anführungszeichen gesetzt. Was sollte das wohl bedeuten? Genau das, was Du sagst, was ich nicht geschrieben hätte, nämlich "...dass es nicht sinnvoll wäre zu klagen". Sollte das missverständlich gewesen sein, sorry.

Lies mal hier:

http://anführungszeichen.com/

Zitat: "ironische Hervorhebungen sind ebenfalls so zu markieren."

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da würde ich mich bei der Verbraucherzentrale erkundigen! Das ist wirklich ein Starkes Stück!

Unbedingt einen Anwalt aufsuchen. Der hat das know how um das BESTMÖGLICHE für dich rauszuholen. Da bin ich mir sicher.

Ronox 03.08.2017, 19:16

Daa einzige, was ein Anwalt hier rausholen würde, ist Geld aus der Tasche des Fragestellers. Die Beauftragung eines Anwaltes ist im vorliegenden Fall nicht zu empfehlen.

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99ucommUnity 03.08.2017, 19:30
@Ronox

Der Fragesteller möchte aber gerichtlich gegen das Unternehmen vorgehen. Mir wäre neu wenn das ohne Anwalt möglich ist.

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99ucommUnity 03.08.2017, 19:56
@PatrickLassan

danke. der fragesteller wäre im hiesigen fall dennoch gute beraten einen anwalt aufzusuchen.

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 Kann ich mit Schadensersatz rechnen ?


...dazu müsste Dir, soweit ich weiß, ein nachweisbarer finanzieller Schaden entstanden sein.



geheim007b 04.08.2017, 09:36

korrekt. Das sind z.B. Rücklastschriftkosten als direkter Schaden... falls so etwas z.B. eine Vertragskündigung nach sich zieht sicherlich auch noch. Schwieriger wirds dann wenn die Vertragskündigung eine schlechtere Schufa und dadurch höhere Zinsen bei z.B. einem Kredit bedeutet.. oder gar keinen. Das ist praktisch nicht nachweisbar und auf so was bleibt man dann normal sitzen.

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Die Frage wäre auf was man hier das Unternehmen verklagen will.

Wenn dir ein nachgewiesener Schaden entstanden ist, kann man diesen geltend machen.

Ferner kann man ggf. über eine Vollstreckungsgegenklage nachdenken, wenn vollstreckt wird.

Ich würde das Unternehmen unter Fristsetzung zur Herausgabe des Titels auffordern.


mepeisen 04.08.2017, 15:57

Wenn man nicht der richtige Schuldner ist, hat man keinerlei Anspruch auf Titelherausgabe.
Du stellst aber durchaus die richtige Frage: Auf was soll man sie verklagen? Antwort ist einfach: Auf Unterlassung.

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