Falsches Geschlecht bei Katzen gekauft?

11 Antworten

Hi,

echt schade das das so gelaufen ist, aber ihr habt da auch alle gängigen Warnungen hartnäckig ignoriert, wie Tiere sind keine Geschenke, kaufe nie online und bestehe immer auf ein Vertrag, wie beim Auto auch sollte man auch nie völlig ahnungslos losfahren. :( bei Jungtieren schaut man sich dazu noch die Eltern an.

Aber okay kann man nun nicht mehr ändern, erstes Ziel wäre nun den Verkäufer zu erreichen, die Adresse müsstet ihr ja kennen, zu Not hinfahren.

Da könnt ihr die Kater dann wieder abgeben und auf euer Geld bestehen. Denn das ist in der Regel der Vorschlag von Vermehrern da sie wissen das die Leute Tiere nur ungerne wieder abgeben.

Will man da mehr so hat man meist nur wenig Chancen auf Erfolg, zunächst ist der Streitwert als gering anzusehen, so das Anwalt und Gerichtskosten sehr hoch wären. Bei der Rassesache und den Preis, sind die Chancen eher gering, die andere Angabe war ja auch kein Versprechen für hochpreisige Rassekatzen, so ist euch ja im Grunde kein Schaden entstanden da die ja nicht ausgestellt oder weitergezüchtet worden wären. Über den Preis kann man sich streiten, der ist natürlich zu hoch, aber in den Rahmen auch noch nicht verboten oder sittenwidrig. Erschwerend dazu habt ihr kein Vertrag, ihr müsst erstmal nachweisen das ihr die Kater bei ihm gekauft habt, das geht ja aus den Gesprächsverlauf nicht eindeutig herraus.

Das was die mit euch gemacht haben ist echt schäbig, aber ihr habt da leider auch sehr naiv gehandelt :\ nicht alle Menschen sind nett und vertrauenswürdig. :( grad wenn es um Geld geht sollte man sich besser informieren und absichern. Drücke euch die Daumen das ihr den Verkäufer doch noch erreicht, vielleicht klärt sich das ja noch so auf.Alles Gute :)

 

 

 

Hallo Vanezza, sei lieber vorsichtig...!
Diese muntere Empfehlung, alles mit Namen und Adresse, Telefonnummer des Verkäufers öffentlich zu machen, birgt für dich eine ungeheure Gefahr. Ich befürchte, wer so kaltschnäuzig Rassekatzen oder deren Mixe verkauft (hast du denn wenigstens eine derart formulierte Anzeige noch?), der lässt dich ebenso kaltschnäuzig auflaufen und verklagt dich gegebenenfalls sogar der üblen Nachrede...!

Pass also bitte einfach nur rechtzeitig auf, was du machst. Alleine jene Behauptung, dass es sich um Katzen handele, widerlegt er dir sofort, dass das Geschlecht ja nun eindeutig gemeinsam an den Tieren festgestellt wurde. Er hatte es euch ja noch genau gezeigt, und ihr daher ganz bewusst und gewollt "Kater" gekauft hattet. Genau davon würde auch jeder Richter ausgehen. Einen bisher unbescholtenen Mann gar des Betruges zu verdächtigen, wäre schon dicker Tobak! 'warn'

Zu deiner Frage, ja natürlich könntet ihr gegen den Verkäufer vorgehen.
Ihr/du müsstet 'nur' alles das schlüssig beweisen(!) können, was du hier schriebst. Da es darüber jedoch keine Aufzeichnungen gibt, wird so ein Schritt leider nur viel Geld kosten. Da hat HappyHund leider wohl völlig recht... :- (

Shellys Antwort gefiel mir besonders...
Es sollte euch doch egal sein, ob weibliche "sibirische Waldkatz" oder ganz normale Hinterhofkater... sie haben beide eure Liebe sicher verdient! :- )    


Jetzt ist die Frage, kann man dagegen angehen?

Auch ein mündlicher Kaufvertrag ist rechtlich ein bindender Vertrag, weil einer was verkauft und der andere bezahlt es. Ein Vertrag kommt so zustande.

Die Beweislast liegt - falls er (Hobby-) Züchter ist - beim Verkäufer. Wenn es nur ein "Uups-Wurf" aus Versehen  war, dann liegt sie beim Käufer. 

Im Sinn des Kaufrechts liegt m.E. ein Mangel vor, weil die Katzen nicht die bei Vertragsschluß angegebene Beschaffenheit haben (§434 Abs.1 BGB), was der Tierarzt ja festgestellt hatDa der Verkäufer mit Sicherheit wußte, was er da verkauft, wärs auch noch arglistige Täuschung.

Dagegen kann man vorgehen. Ob was dabei raus kommt, steht auf einem anderen Blatt.

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