Falsche Überweisungsdaten übermittelt bekommen - Geld zurückholen?

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3 Antworten

mir wurden dabei von eBay Überweisungsdaten übermittelt. Diese sind aber anscheinend falsch, da mir der Verkäufer per eMail andere Überweisungsdaten schickte! Das Komische daran ist, dass die Verkäufer mir zwei nochmal andere Überweisungsdaten übermittelt hat (verschiedene eMails).

Das ist eher ein Indiz für systematischen Betrug.

Problem dabei ist, dass ich jetzt schon das Geld auf das erste falsche Konto überwiesen habe... Und das ging anscheinend auf ein spanisches Konto, das habe ich anhand der IBAN gesehen ...

Das wäre insofern irrelevant, als innerhalb des SEPA einheitliche rechtliche Bestimmungen herrschen.

Ich habe gestern mit eBay telefoniert, und die sagten, dass sie nichts dafür können, weil sie nur die eingetragenen Kontodaten vom Verkäufer ausgeben können und diese können sie nicht beeinflussen/ändern etc.

Richtig.

Die Überweisung aber ist eine Sofortüberweisung gewesen, die nicht widerrufbar ist!

Eine Überweisung ist sowieso nie widerrufbar, sofern sie bereits im Zahlungslauf ist. Man kann die Verarbeitung ggfs. bankseitig stoppen, wenn man die Bank unmittelbar nach Ausführung / Übermittlung informiert. Sobald allerdings die Guitschrift auf das Konto des Empfängers bereits durchgeführt wurde, ist ein Widerruf unmöglich, Hier bleibt nur der zivilrechtliche Weg (Privatklage).

Jetzt habe ich mit dem Verkäufer telefoniert, diese wundervolle Service Hotline..., und die Beraterin sagte "Wir haben zurzeit eine technischen Panne, bitte rufen Sie später nochmal an!"

Sehr glaubhaft.

Also habe ich bei der Bank angerufen, bei der mein Geld zurzeit ist.

Sinnlos.

Die sagten, aber ich soll die Bank kontaktieren, bei der ich das Geld überwiesen habe.

Das ist genauso sinnlos. Sobald der Überweisungsbetrag auf dem Konto des Empfängers gutgeschrieben wurde, darf weder die Empfänger- noch die Senderbank daran rühren ohne Ermächtgung des Kontoinhabers.

Was soll ich jetzt nun machen?

Den Verkäufer schriftlich (Einschreiben / Fax mit Sendeprotokoll) davon in Kenntnis setzen. Bei der Bank schriftlich Auskunft über den Inhaber des Kontos anfordern, auf welches das Geld tatsächlich überwiesen wurde. Ggfs. Strafanzeige wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs stellen. Hinweis: Der Betrüger muss nicht der Verkäufer sein; es genügt, wenn dessen PC bzw. Mailaccount gecrackt wurde.

Ich möchte mein Geld nicht ins Wasser geworfen haben, weil das keine kleine Summe ist

Das Geld dürfte verloren sein und die Ware auch.

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Wenn der Händler falsche Überweisungsdaten angegeben hat, dann ist er für den Schaden verantwortlich. Ich würde mich hier darauf berufen, korrekt an das hinterlegte Konto gezahlt zu haben (nachweisbar durch Screenshot + Kontoauszug) und Lieferung des Artikels verlangen. Den Rest muss der Händler selbst klären

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Das Konto des Verkäufers wurde gahackt, da kannst Du nicht viel machen. Anzeige gegen den Kontoinhaber (nicht gegen den Händler) ist alles, was Dir bleibt. Wenn es ein deutscher Händler war, wieso bist Du da nicht stutzig geworden, wenn das Geld auf eine spanische Bank gehen soll? Also mir wäre das gleich spanisch vorgekommen. Das ist ein Problem, was jetzt sehr oft bei ebay auftaucht.

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