Falsche Überweisung durch Dritte zurückholen?

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3 Antworten

Wende dich notfalls an den Ombudsmann der Banken (Adresse googeln).

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Kommentar von anders7777
01.09.2014, 18:46

Was soll das bringen?

Der Fehler liegt doch bei der Firma A!!!

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Die Firma A hat offensichtlich geschlammt!

Setzte zunächst eine bindende und eingehende Zahlungsfrist von 14 Tagen auf das bisherige Konto und weise darauf hin, dass bei Nichteingang ein Mahnbescheid in Auftrag gegeben wird.

Das Schreiben sendest du direkt an den Vorstandsvorsitzenden oder Geschäftsführer des Unternehmens persönlich und sämtlichen künftigen Schriftwechsel mit den Kopien aus seinem Hause ebenfalls immer mit Einschreiben/Rückschein.

Beispiel:

Herrn Hans Meyer

Vorstandsvorsitzender in der XXXXXXX

Straße

PLZ/Ort

Das machst du so lange bis der Vorstand produktiv einschreitet. Keine Gespräche oder Schriftwechsel mit den Mitarbeitern!

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Kommentar von Mirabell09
03.09.2014, 20:12

Hab noch ein Schreiben weg. Wie lange soll ich dort hin schreiben? Ich mein, es gibt doch sicherlich eine Frist, bis wann die Firma A eine Reklamation bei der Bank einreichen kann? Hatte gedacht, wenn dieses Mal wieder keine Antwort kommt, dann frage ich doch mal bei einem Anwalt nach.

Einfacher wäre es gegangen, wenn ich bei der Bank C die Daten irgendwie erfahren hätte können. Person C würde das Geld ja dann eventuell zurück geben. Das ist so b...., dass ich jetzt auf die Firma A so angewiesen bin.

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Kommentar von anders7777
04.09.2014, 18:32

@Mirabell09,

ich frage mich, ob ich deine Fragestellung richtig verstanden habe?

Fall: Du hast an die Firma A eine Rechnung mit bindendem Zahlungseingang bis XXX, für eine erbrachte Leistung zugesandt.

Die Firma A hat innerhalb der vorgegeben Frist nicht geleistet. Damit ist sie auch rechtlich zunächst schon einmal in Verzug! § 286 BGB dürfte hier greifen: Zitat: § 286 Verzug des Schuldners *) (1) Leistet der Schuldner auf eine Mahnung des Gläubigers nicht, die nach dem Eintritt der Fälligkeit erfolgt, so kommt er durch die Mahnung in Verzug. Der Mahnung stehen die Erhebung der Klage auf die Leistung sowie die Zustellung eines Mahnbescheids im Mahnverfahren gleich.

(2) Der Mahnung bedarf es nicht, wenn

  1. für die Leistung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt ist,

  2. der Leistung ein Ereignis vorauszugehen hat und eine angemessene Zeit für die Leistung in der Weise bestimmt ist, dass sie sich von dem Ereignis an nach dem Kalender berechnen lässt,

  3. der Schuldner die Leistung ernsthaft und endgültig verweigert,

  4. aus besonderen Gründen unter Abwägung der beiderseitigen Interessen der sofortige Eintritt des Verzugs gerechtfertigt ist.

(3) Der Schuldner einer Entgeltforderung kommt spätestens in Verzug, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung oder gleichwertigen Zahlungsaufstellung leistet; dies gilt gegenüber einem Schuldner, der Verbraucher ist, nur, wenn auf diese Folgen in der Rechnung oder Zahlungsaufstellung besonders hingewiesen worden ist. Wenn der Zeitpunkt des Zugangs der Rechnung oder Zahlungsaufstellung unsicher ist, kommt der Schuldner, der nicht Verbraucher ist, spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Empfang der Gegenleistung in Verzug.

(4) Der Schuldner kommt nicht in Verzug, solange die Leistung infolge eines Umstands unterbleibt, den er nicht zu vertreten hat.

(5) Für eine von den Absätzen 1 bis 3 abweichende Vereinbarung über den Eintritt des Verzugs gilt § 271a Absatz 1 bis 5 entsprechend. *) Amtlicher Hinweis: Diese Vorschrift dient zum Teil auch der Umsetzung der Richtlinie 2000/35/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. Juni 2000 zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr (ABl. EG Nr. L 200 S. 35).

Gefunden und alles unter: http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__286.html

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Kommentar von anders7777
04.09.2014, 18:37

Zitat: § 270 Zahlungsort

(1) Geld hat der Schuldner im Zweifel auf seine Gefahr und seine Kosten dem Gläubiger an dessen Wohnsitz zu übermitteln.

(2) Ist die Forderung im Gewerbebetrieb des Gläubigers entstanden, so tritt, wenn der Gläubiger seine gewerbliche Niederlassung an einem anderen Ort hat, der Ort der Niederlassung an die Stelle des Wohnsitzes.

(3) Erhöhen sich infolge einer nach der Entstehung des Schuldverhältnisses eintretenden Änderung des Wohnsitzes oder der gewerblichen Niederlassung des Gläubigers die Kosten oder die Gefahr der Übermittlung, so hat der Gläubiger im ersteren Falle die Mehrkosten, im letzteren Falle die Gefahr zu tragen.

(4) Die Vorschriften über den Leistungsort bleiben unberührt.

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Kommentar von anders7777
04.09.2014, 18:44

Hier findest du alle §§.

Bürgerliches Gesetzbuch

Buch 2 - Recht der Schuldverhältnisse (§§ 241 - 853)
Abschnitt 1 - Inhalt der Schuldverhältnisse (§§ 241 - 304)
Titel 1 - Verpflichtung zur Leistung (§§ 241 - 292)

Unabhängig davon, willst oder musst du für die Firma A weiter arbeiten?

Dann ist natürlich alles ganz anders zu sehen!

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Kommentar von anders7777
01.09.2014, 18:48

In dieser Phase ist es doch viel wichtiger, wenn der Vorstandsvorsitzende oder Geschäftsführer über die Fehler seiner Mitarbeiter direkt informiert wird.

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