Falsche MwSt. auf Kassenbons einer Discounterkette ausgewiesen?

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4 Antworten

Da gibt es keine gesetzliche Regelung. Es gibt einfach zwei Möglichkeiten der Berechnung: Entweder man addiert alle Waren-Umsätze auf (Netto-Berechnung) und berechnet dann mit den jeweils gültigen Umsatzsteuersätzen die Umsatzsteuer oder wie beim Supermarkt üblich aus jedem einzelnen Teil.

Beide Arten sind vollständig richtig. Beim Runden wird immer nur eine Stelle mehr berechnet, als man ausweist. Die in diesem Fall dritte Stelle wird zur Rundung betrachtet. Ergibt sich aus der Brutto-Angabe bei Aufteilung eine 1-Cent-Differenz interessiert das niemanden ob das an das Finanzamt geht oder beim Unternehmen verbleibt. Man könnte in diesem Zusammenhang auch von einem Wahlrecht sprechen.

Übrigens meldet der größte Konzern oder der kleinste Unternehmer grundsätzlich nur drei Zahlen für die Umsatzsteuer: Die Umsätze (Betrag 1 und 2) zu 7% und die zu 19%. Darauf wird der Steuersatz angewendet. Die Beträge werden addiert und die Vorsteuer (3. Betrag) abgezogen. Die Differenz wird gezahlt.

Selbst wenn ein Prüfer auf die Idee käme die Rundung zu überprüfen, was für ein unwirtschaftliches Verhalten würden wir Steuerzahler dem Finanzamt vorwerfern? Es würden bei jedem Unternehmen für jedes Produkt (und das sind ja einige 1.000) die Berechnung durchgeführt werden. Dann wäre die Korrektheit der Rundungen zu kontrollieren. Für die fehlerhaft gerundeten Artikel wäre dann die verkaufte Menge mal sich der ergebenden zehntel Cents zu ermitteln. Also im besten Fall findet der Prüfer ausschließlich halbe Cents, allerdings darf er nicht nur zu lasten prüfen. Er würde das auch für die anderen Rundungen zu gunsten prüfen müssen. Was schon fast zwangsläufig zu einer Verringerung führen würde. Also selbst bei maximalen Rundungsfehler von von 0,5 Cent und dem minimalen Rundungsfehler von 0,1 Cent - Wie groß muss da eine Differenz ausfallen um hier überhaupt eine lohnende Prüfungsfeststellung zu treffen?

Da gibt es ganz andere Fehler in Buchhaltungen, die zu tatsächlichen Prüfungsergebnissen führen, soll man sich lieber darum kümmern.

Und selbst wenn Buchungen zu einem fehlerhaften Zeitpunkt der Versteuerung führen, dann ist selbst der Zinsvorteil aus den Verschiebungen noch besser als so etwas zu finden.

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Du hast nur die Nettowerte und den Steuerbetrag angegeben.

Mich hätten ggf. die Bruttobeträge interessiert, aus dendas ganze berechnet wurde. Die Preisauszeichnung erfolgt ja Brutto .

z. B. die 4, ist da die Bruttosumme 8,80, oder 8,79 gewesen?

8,79 / 1,19 = 7,36 + 19 % = 1,40 zusammen 8,79.

8,80 /1,19 = 7,39 + 19 % = 1,4041 gerundet 1,41 zusammen 8,80

Es gibt eben Grenzfälle, die gelöst werden müssen.

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Wo ist hier der Schaden des Kunden?

Die Waren sind doch in den Regalen mit den Preisen ausgezeichnet. Und das sind die Bruttopreise einschließlich der Umsatzsteuer.

Und wenn ein Artikel 11,89 € kostet, kann es dem Kunden doch egal sein, ob auf dem Kassenbon 1,90 € Umsatzsteuer ausgewiesen ist oder keine Umsatzsteuer: Eine Privatperson kann die Vorsteuer sowieso nicht geltend machen.

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Schon einmal etwas von Rundungsdifferenzen und Kleindifferenzengehört? Wen interessiert die Umsatzsteuer im Mikrokosmos?

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