Falsche Kontonummer beim Finanzamt

3 Antworten

Das Finanzamt überweist die Lohnsteuer-Beträge per Online-Überweisung. Bei der Online-Überweisungen ist die Bank seit etwa 6? Jahren nicht mehr verpflichtet den Namen und die Kontonummer abzugleichen (wusste ich bis mir das erklärt wurde auch noch nicht...).

Das Finanzamt hat mir gestern den Ablehnungsbescheid meines Einspruchs zugesandt und mir mitgeteilt, dass es mir definitiv keinerlei Daten über den Kontoinhaber bzw. den Überweisungsvorgang geben darf (Steuergeheimnis). Ebenfalls aus Gründen des Steuergeheimnisses darf es mir nicht das Recht an der Forderung abtreten.

Ich muss also irgendwie das Geld von einem mir unbekannten Kontoinhaber zurück fordern, dem das Geld nicht zusteht. Lt. BGB kann ich das Wohl unter dem Grundsatz der unrechtmäßigen Bereicherung 3 Jahre lang. Aber ich hab keine Ahnung wie. Lohnt sich das überhaupt, da einen Anwalt einzuschalten?

Mein Freund meint, ich soll die fast 800 Euro in den Wind schießen. Aber irgendwie macht mich das fuchsig. Ich weiß, dass es mein eigener Fehler war, trotzdem ist es MEIN Geld und das könnte ich verdammt gut gebrauchen...

lg cari

Wenn Kontodaten und Empfängername nicht übereinstimmen - was ja nicht der Fall sein kann - kannst Du von der Bank das Geld zurückfordern. Aber Achtung: Hier gibt es bestimmt irgendwelche Fristen die eingehalten werden müssen, also warte nicht zu lang...

Vom Finanzamt Bestätigung geben lassen über folgende Daten:

Name des Empfängers Kontonummer des Empfängers Bankverbindung Überwiesen am

Mit dem schreiben an die entsprechende Bank wenden - revisionsabteilung - und mitteilen, dass die Bank hier einen Betrag gutgeschrieben hat, bei dem Kontoinhaber und Gutschriftempfänger nicht übereinstimmen. Du forderst die Bank auf, den Betrag auf dein Konto zu überweisen, da sie fahrlässig gehandelt hat.

Die Bank wird sich möglicherweise sträuben, aber dann würde ich persönlich vorsprechen.

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Hat da jmd erfahrungen mit? mfg

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