Falsche Garagentür eingebaut - Wer ist Schuld?

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7 Antworten

Hier geht es nicht nur um die Baugenehmigung, eine solche Tür ist bei Garagen teils gesetzlich vorgeschrieben (Bauordnungen sind Landessache, in Niedersachen z.B. ist meines Wissens eine T30 gefordert, aber keine T 90).

Nun ist es Aufgabe des - ich denke ihr hattet einen - Generalunternehmers, das Haus in der Form zu erstellen, daß es den gesetzlichen Anforderungen und der erteilten Baugenehmigung entspricht. Vielmehr muß der Bauherr nicht gegen sich gelten lassen, wenn trotz vorliegender Baugenehmigung gegen bestehende Verordnungen und erteilte Baugenehmigung geplant wird. Die entsprechende Kompetenz wäre einem Bauherrn noch nicht einmal abzuverlangen.

Um es aber auf den Punkt zu bringen: es liegt hier wahrscheinlich eine Ordnungswidrigkeit des Generalunternehmers vor dergestalt vor.


Nach § 58 Abs. 1 NBauO hat der Architekt dafür Sorge zu tragen, daß die Planungsunterlagen den öffentlich-rechtlichen Vorgaben entsprechen, dies beinhaltet auch die Einhaltung der Bauvorschriften. Ein Pflichtverletzung ist in den meisten Bauordnungen eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld bis zu 500.000 € geahndet werden.

Kurz: nix da mit Unterschrift und selber Schuld.


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Kommentar von PolluxHH
04.08.2016, 12:18

Bauordnungen sind wie gesagt Landesrecht, also solltest Du mal die Bauordnung Deines Landes studieren, wie es dort geregelt ist. Aber Achtung: ich habe eine veraltete Fassung (gültig bis 2011) der NBauO verwendet. Eine aktuelle liegt mir nicht vor. Ah ja, jetzt ist es § 55 Abs. 1 NBauO.

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Kommentar von FordPrefect
04.08.2016, 15:45

So is et. DH!

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Netter Versuch des GU.

Tatsächlich *haftet* der GU respektive der von ihm beauftragte Planungs- und Eingabeberechtigte für die korrekte und rechtskonforme Ausführungsplanung. Genau dafür ist schließlich nur ein Architekt / Bauingenieur mit der entsprechenden Qualifikation alleine eingabeberechtigt, und kein Laie. Das kann niemandem, der nicht selbst extensive Kenntnisse über Planungs- und Baurecht hat, aus seinem Fundus an Allgemeinwissen abverlangt werden. Daran ändert auch die geleistete Unterschrift nicht, die hier ja lediglich bestätigt, dass du als Laie (!) der vom Planer ausgefertigten Vorlage zugestimmt hast.

Also zurückweisen und kostenlosen Umbau einfordern.

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Man kann es ja probieren, wie dumm der Kunde ist. Die Baufirma hat den Mängel verursacht, nicht der Auftraggeber. Die Baufirma hätte den Kunden auf den Fehler hinweisen müssen und kann nicht grob fahrlässig gegen die Vorschriften verstoßen.

Eine einvernehmliche Einigung wäre besser und vor allem preiswerter als ein Streit vor Gericht. Eine gute Einigung wäre, dass Du die Brandschutztür kaufst und die Baufirma sie kostenlos einbaut.

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Kommentar von FordPrefect
04.08.2016, 15:35

Das würde ich im Prinzip ähnlich sehen, hier aber aufgrund des offensichtlichen Versuchs, den AG für dumm zu verkaufen, gar nicht mehr anbieten. Der GU hat den Fehler verursacht durch falsche Planung, und dafür muss er auch geradestehen.

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Prinzipiell gilt: wenn Tür XY in der Baubeschreibung steht dann wird auch Tür XY eingebaut. Wenn das ausführende Gewerk etwas anderes einbaut geschiet das auf kosten und Risiko des Unternehmens.

Wenn ich als Auftraggeber nicht das Wissen habe zu kontrollieren ob alles so korrekt ist, muss ich mir eben jemand suchen der aus dem entsprechenden Fach ist und der mich beraten kann.

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Kommentar von FordPrefect
04.08.2016, 15:34

Prinzipiell korrekt, jedoch entspricht schon die diesbezügliche Ausführungsplanung nicht den rechtlichen Vorgaben. Das kann der Auftraggeber gar nicht kontrollieren, sondern deren Einhaltung ist Grundlage jeder planerischen Ausfertigung. Da hat schlicht der Architekt / BI geschlampt. Und genau dafür hat der eine Berufs-HP.

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Das ist eine simple Vertragssache. Also Wer-hat-Wen mit der ordentlichen Durchführung beauftragt. Also ...... Alle Verträge das sind meistens das was man als Unterschrift geleistet hat und selten verbale Verträge herauskramen und studieren. 

Wer hat die Türe gekauft, wer montiert, wer die Gesamtleitung. Dann findet sich sehr schnell die Antwort. 

Beispiel: Wußte der Bauverantwortliche oder Bauleiter wo die Türe montiert wird im vorhinein, dann hätte er darauf hinweisen müssen und bei expliziten Wunsch des Bauherrn etwas anderes zu verwenden sich eine Erklärung gegenzeichnen lassen.

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Mein Gedanke ist jetzt: dafür beauftrage ich doch einen Fachmann.. damit der das richtig macht. Und nicht mir was unter die Nase hält, was ich als Laie gar nicht erkenne.. und dann nachher ätschibätschi sagt?

Wenn die vorliegen haben,d a muss eine BST hin.. warum erstellen sie Dir dann ein Angebot, in dem KEINE BST enthalten ist?

Das würde ich so nicht hinnehmen.

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Die Kontrolle und Bauabnahmen macht doch euer Bauleiter und nicht ihr! Der ist hierfür verantwortlich.

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Kommentar von FordPrefect
04.08.2016, 15:37

Vermutlich stellt der GU auch den Bauleiter. Wes Brot ich ess,....

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